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EZB-Sitzung: Draghi hat die Erwartungen der Märkte mehr als erfüllt
05.09.14 10:13
Aberdeen Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Jahrelang hat die EZB nur langsam reagiert und die Märkte dadurch oft enttäuscht. Aber angesichts düsterer und deutlich schlechter werdender Konjunkturindikatoren hat Draghi am Donnerstag die Erwartungen der Märkte tatsächlich mehr als erfüllt, so Luke Bartholomew, Investment Manager bei Aberdeen Asset Management.
Frustrierend sei, dass es so lange gedauert habe und die Inflation erst auf einen so niedrigen Stand habe fallen müssen. Aber Draghis Reaktion sei definitiv ein Fortschritt. Obwohl die heutige Ankündigung nicht einstimmig entschieden worden sei, werde der Widerstand gegen Draghi innerhalb des Rates geringer, je mehr die europäische Erholung lahme.
Ein Ankaufprogramm für Asset Backed Securities und Covered Bonds könnte zwar große Auswirkungen haben. Aber niemand wisse wirklich, ob ausreichend Papiere auf dem Markt verfügbar seien, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Diese Maßnahmen würden einer abgespeckten Variante des "Quantitative Easing" entsprechen, und Draghi lasse sich die Tür für weitere Schritte offen. Sein Versprechen, dass diese Zinssenkung die letzte sei, werde unterlaufen durch die Tatsache, dass er das gleiche Versprechen nach der letzten Zinssenkung gemacht habe. Aber er müsse diese Aussage treffen, um Banken von seinem langfristigen Finanzierungsprogramm zu überzeugen. Natürlich sei ein schwächerer Euro sein eigentliches Ziel. Aber gemäß der chiffrierten Sprache der Zentralbanken könne er dies nicht explizit aussprechen. (Ausgabe vom 04.09.2014) (05.09.2014/alc/a/a)
Frustrierend sei, dass es so lange gedauert habe und die Inflation erst auf einen so niedrigen Stand habe fallen müssen. Aber Draghis Reaktion sei definitiv ein Fortschritt. Obwohl die heutige Ankündigung nicht einstimmig entschieden worden sei, werde der Widerstand gegen Draghi innerhalb des Rates geringer, je mehr die europäische Erholung lahme.
Ein Ankaufprogramm für Asset Backed Securities und Covered Bonds könnte zwar große Auswirkungen haben. Aber niemand wisse wirklich, ob ausreichend Papiere auf dem Markt verfügbar seien, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Diese Maßnahmen würden einer abgespeckten Variante des "Quantitative Easing" entsprechen, und Draghi lasse sich die Tür für weitere Schritte offen. Sein Versprechen, dass diese Zinssenkung die letzte sei, werde unterlaufen durch die Tatsache, dass er das gleiche Versprechen nach der letzten Zinssenkung gemacht habe. Aber er müsse diese Aussage treffen, um Banken von seinem langfristigen Finanzierungsprogramm zu überzeugen. Natürlich sei ein schwächerer Euro sein eigentliches Ziel. Aber gemäß der chiffrierten Sprache der Zentralbanken könne er dies nicht explizit aussprechen. (Ausgabe vom 04.09.2014) (05.09.2014/alc/a/a)


