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EZB: Rückführung der lockeren Geldpolitik wird langsam vorangetrieben


25.01.18 16:00
State Street Global Markets

Boston (www.anleihencheck.de) - EZB-Präsident Mario Draghi hat genug getan, um diejenigen Marktteilnehmer, die auf eine anhaltende Aufwertung des Euro setzen, bei Laune zu halten, indem er kaum etwas gegen die jüngste Stärke der Einheitswährung unternommen hat, so Timothy Graf, Leiter der Abteilung Macro Strategy für EMEA bei State Street Global Markets.

Solange die Aufwertungsgeschwindigkeit im Rahmen bleibe, scheine die Zentralbank die Währungsstärke als Erfolgsnachweis ihrer vorangegangenen Lockerungspolitik tolerieren zu wollen. Allerdings sollten auch diejenigen Marktteilnehmer, die den zuletzt schnellen Kursanstieg des Euro als zu stark ansehen würden, nicht enttäuscht sein. So vermittele die EZB nach wie vor die eindeutige Botschaft, dass die Rückführung der lockeren Geldpolitik langsam vorangetrieben werde.

Der Einbezug von Passagen zur Volatilität des Euro bestätige zudem den weit verbreiteten Konsens, dass der Euro weiter aufwerten werde. Bis zur nächsten Sitzung am 8. März würden noch zweimal Inflationsdaten veröffentlicht. Die Marktteilnehmer würden diese Daten genauestens auf Hinweise analysieren, ob es in den kommenden Monaten Spielraum für schnelleres Ende der geldpolitischen Lockerung geben könnte. (25.01.2018/alc/a/a)