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EZB-Ratssitzung steht an - Draghi kann für mehr Klarheit sorgen
18.07.17 12:04
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Bei einer Pressekonferenz im portugiesischen Sintra äußerte sich EZB-Chef Mario Draghi Ende Juni sehr optimistisch zur europäischen Konjunktur und schürte dadurch die Angst vor steigenden Zinsen, so Carsten Mumm, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.
Seine Aussagen zur Festigung der Eurozonen-Erholung und das Ersetzen der Bezeichnung "Deflations-" durch "Inflationsrisiken", hätten für Bewegungen am Kapitalmarkt gesorgt. Viele Investoren würden nun eine baldige Ankündigung der Reduzierung der Anleihekäufe - ggf. schon im September erwarten. Am kommenden Donnerstag könne Draghi bei der EZB-Ratssitzung für mehr Klarheit sorgen.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass aufgrund der "noch" hohen Arbeitslosenquote in Europa und der zuletzt rückläufigen Inflation, aktuell noch kein Grund für eine Straffung der Geldpolitik bestehe. Vielmehr handele es sich bei der jüngsten Zinsbewegung um eine Normalisierung angesichts des konjunkturellen Aufschwungs in Europa und der positiven Lichtblicke in Spanien, Portugal und Griechenland im ersten Quartal. Somit seien der Anstieg des Euro und der Zinsen nichts anderes als positive Zeichen für Europa.
Konkrete Pläne zur Reduzierung des laufenden Anleihekaufprogramms werde die EZB voraussichtlich frühestens ab September kommunizieren. Die Analysten würden es jedoch für unwahrscheinlich halten, dass dies noch in 2017 realisiert werde. Von einer Straffung der Geldpolitik seien die Analysten entsprechend noch weit entfernt. Die Leitzinsen würden bei 0% und die Einlagefazilität weiterhin bei -0,4% bleiben. (18.07.2017/alc/a/a)
Seine Aussagen zur Festigung der Eurozonen-Erholung und das Ersetzen der Bezeichnung "Deflations-" durch "Inflationsrisiken", hätten für Bewegungen am Kapitalmarkt gesorgt. Viele Investoren würden nun eine baldige Ankündigung der Reduzierung der Anleihekäufe - ggf. schon im September erwarten. Am kommenden Donnerstag könne Draghi bei der EZB-Ratssitzung für mehr Klarheit sorgen.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass aufgrund der "noch" hohen Arbeitslosenquote in Europa und der zuletzt rückläufigen Inflation, aktuell noch kein Grund für eine Straffung der Geldpolitik bestehe. Vielmehr handele es sich bei der jüngsten Zinsbewegung um eine Normalisierung angesichts des konjunkturellen Aufschwungs in Europa und der positiven Lichtblicke in Spanien, Portugal und Griechenland im ersten Quartal. Somit seien der Anstieg des Euro und der Zinsen nichts anderes als positive Zeichen für Europa.
Konkrete Pläne zur Reduzierung des laufenden Anleihekaufprogramms werde die EZB voraussichtlich frühestens ab September kommunizieren. Die Analysten würden es jedoch für unwahrscheinlich halten, dass dies noch in 2017 realisiert werde. Von einer Straffung der Geldpolitik seien die Analysten entsprechend noch weit entfernt. Die Leitzinsen würden bei 0% und die Einlagefazilität weiterhin bei -0,4% bleiben. (18.07.2017/alc/a/a)


