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EZB-Rat belässt Leitzinsen unverändert
15.12.17 12:16
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Der EZB-Rat hat auf seiner gestrigen Sitzung erwartungsgemäß beschlossen, seine Leitzinsen unverändert zu belassen, so die Analysten von Postbank Research.
Zudem habe EZB-Präsident Draghi in der gestrigen Pressekonferenz bestätigt, dass der Rat an seiner Entscheidung vom Oktober festhalte, das monatliche Volumen des Anleiheankaufprogramms ab Januar 2018 auf 30 Mrd. Euro zu verringern, die Laufzeit des Programms aber im Gegenzug bis mindestens September 2018 zu verlängern. Darüber hinaus sei die Aussage erneuert worden, wonach die EZB bei einer ungünstigen Entwicklung bereit wäre, das Ankaufvolumen wieder zu erhöhen.
Außerdem sei hinsichtlich der Leitzinsen an der Forward Guidance festgehalten worden, wonach diese noch für geraume Zeit nach Beendigung der Anleiheankäufe auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben würden. Soweit also nichts Neues, so die Analysten von Postbank Research. Dies gelte aber nicht für die Wachstumsaussichten des Euroraums, die sich nach Ansicht der Währungshüter signifikant verbessert hätten, was sich auch in den EZB-Projektionen niederschlage.
Für 2017 werde jetzt ein EWU-BIP-Wachstum von 2,4% (zuvor: 2,2%) erwartet, für 2018 von 2,3% (1,8%) und für 2019 von 1,9% (1,7%). Die erstmalig vorgelegte BIP-Projektion für 2020 liege bei 1,7%. Bei den Inflationsprojektionen von 1,5% (zuvor: 1,5%) für 2017, von 1,4% (1,2%) für 2018 und 1,5% (1,5%) für 2019 habe es dagegen deutlich mäßigere Anpassungen gegeben. Und auch für 2020 rechne die EZB bei einer Projektion von 1,7% immer noch mit einer Unterschreitung ihres Inflationsziels von knapp 2%.
Gleichzeitig sei die EZB aber zuversichtlicher als zuvor, dass sich die Inflation dieser Zielgröße annähern werde. Die gestrige Pressekonferenz habe in der Summe bestätigt, dass die Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik eine zähe Angelegenheit bleibe. Sie habe aber auch untermauert, dass die geldpolitische Wende schrittweise vorankomme. Die Analysten von Postbank Research rechnen weiterhin mit der ersten EZB-Leitzinsanhebung um die Jahresmitte 2019.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten seien sehr stark ausgefallen. So hätten die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe Deutschlands und der EWU im Dezember um 0,8 bzw. 0,5 Punkte auf extrem hohe 63,3 bzw. 60,6 Punkte zugelegt. Die Pendants für den Servicesektor seien von 54,3 auf 55,8 Punkte für Deutschland bzw. um 0,3 auf 56,5 Punkte für die EWU geklettert. Die konjunkturelle Dynamik sei damit an der Schwelle zum Jahr 2018 stark ausgeprägt.
Eine sehr positive Überraschung hätten auch die US-Einzelhandelsumsätze bereit gehalten. Diese seien im November viel stärker als erwartet um 0,8% gestiegen. Zudem sei der Vormonatswert von +0,2% auf +0,5% korrigiert worden. Dies deute auf ein außergewöhnlich kräftiges Wachstum des privaten Verbrauchs im 4. Quartal hin, was auch Potenzial für ein über den bisherigen Erwartungen liegendes BIP-Wachstum beinhalte.
Für die US-Industrieproduktion im November rechnen die Analysten von Postbank Research mit einem leichten Anstieg um 0,2% gegenüber dem Vormonat. Nach dem starken Anstieg um 0,9% im Oktober würde dies aber auf einen ordentlichen Beitrag der Industrie zum BIP-Wachstum im 4. Quartal schließen lassen. (15.12.2017/alc/a/a)
Zudem habe EZB-Präsident Draghi in der gestrigen Pressekonferenz bestätigt, dass der Rat an seiner Entscheidung vom Oktober festhalte, das monatliche Volumen des Anleiheankaufprogramms ab Januar 2018 auf 30 Mrd. Euro zu verringern, die Laufzeit des Programms aber im Gegenzug bis mindestens September 2018 zu verlängern. Darüber hinaus sei die Aussage erneuert worden, wonach die EZB bei einer ungünstigen Entwicklung bereit wäre, das Ankaufvolumen wieder zu erhöhen.
Außerdem sei hinsichtlich der Leitzinsen an der Forward Guidance festgehalten worden, wonach diese noch für geraume Zeit nach Beendigung der Anleiheankäufe auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben würden. Soweit also nichts Neues, so die Analysten von Postbank Research. Dies gelte aber nicht für die Wachstumsaussichten des Euroraums, die sich nach Ansicht der Währungshüter signifikant verbessert hätten, was sich auch in den EZB-Projektionen niederschlage.
Gleichzeitig sei die EZB aber zuversichtlicher als zuvor, dass sich die Inflation dieser Zielgröße annähern werde. Die gestrige Pressekonferenz habe in der Summe bestätigt, dass die Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik eine zähe Angelegenheit bleibe. Sie habe aber auch untermauert, dass die geldpolitische Wende schrittweise vorankomme. Die Analysten von Postbank Research rechnen weiterhin mit der ersten EZB-Leitzinsanhebung um die Jahresmitte 2019.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten seien sehr stark ausgefallen. So hätten die Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe Deutschlands und der EWU im Dezember um 0,8 bzw. 0,5 Punkte auf extrem hohe 63,3 bzw. 60,6 Punkte zugelegt. Die Pendants für den Servicesektor seien von 54,3 auf 55,8 Punkte für Deutschland bzw. um 0,3 auf 56,5 Punkte für die EWU geklettert. Die konjunkturelle Dynamik sei damit an der Schwelle zum Jahr 2018 stark ausgeprägt.
Eine sehr positive Überraschung hätten auch die US-Einzelhandelsumsätze bereit gehalten. Diese seien im November viel stärker als erwartet um 0,8% gestiegen. Zudem sei der Vormonatswert von +0,2% auf +0,5% korrigiert worden. Dies deute auf ein außergewöhnlich kräftiges Wachstum des privaten Verbrauchs im 4. Quartal hin, was auch Potenzial für ein über den bisherigen Erwartungen liegendes BIP-Wachstum beinhalte.
Für die US-Industrieproduktion im November rechnen die Analysten von Postbank Research mit einem leichten Anstieg um 0,2% gegenüber dem Vormonat. Nach dem starken Anstieg um 0,9% im Oktober würde dies aber auf einen ordentlichen Beitrag der Industrie zum BIP-Wachstum im 4. Quartal schließen lassen. (15.12.2017/alc/a/a)
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