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EZB: Mit PEPP gegen den Renditeanstieg


11.03.21 12:30
Hamburg Commercial Bank

Hamburg (www.anleihencheck.de) - In den letzten Wochen hat die EZB trotz des Renditeanstiegs in den USA ihr Anleiheankauftempo nicht erhöht, so die Analysten der Hamburg Commercial Bank.

Dennoch seien die Renditen weit weniger stark gestiegen als auf der anderen Seite des Atlantiks. Damit das auch so bleibe, dürfte die EZB bei der heutigen Sitzung darauf verweisen, dass der PEPP-Ankaufrahmen von 1,85 Billionen Euro bei weitem noch nicht ausgeschöpft sei (bislang seien Anleihen im Volumen von 0,88 Billionen Euro erworben worden). Notenbankchefin Christine Lagarde werde sicherlich auch deutlich machen, dass die EZB gegebenenfalls auch den Rahmen des Programms erneut erweitern könnte. Kurz: Man werde alles tun, um die Handlungsfähigkeit der Zentralbank zu unterstreichen. Aber wie passe dazu die zuletzt steigende Inflation? Auch dafür werde Lagarde eine Antwort haben. Der Anstieg der Teuerungsrate sei ihrer Ansicht nach - so habe sie bereits in den letzten Wochen betont - in erster Linie temporär. Die Kapazitäten seien weit von einer Vollauslastung entfernt und daher gebe es keine Gefahr eines nachhaltigen Inflationsanstiegs. (11.03.2021/alc/a/a)