Erweiterte Funktionen
EZB: PEPP dürfte eher graduell im März 2022 heruntergefahren werden
20.09.21 13:35
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Die EZB beschloss auf ihrer letzten Zinssitzung, die erhöhten Anleihekäufe des Pandemie-Notfallkaufprogramms (PEPP) im vierten Quartal 2021 moderat zurückzufahren, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Die Notenbank habe dabei kein explizites neues Zielvolumen bekannt gegeben. Es sei vielmehr betont worden, flexibel auf die Marktbegebenheiten zu reagieren und weiter für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen. Der Verlauf des PEPP über Q4 2021 solle in der Sitzung im Dezember entschieden werden. EZB Präsidentin Lagarde habe klar gemacht, dass für ein Ende des PEPP keine negativen Auswirkungen der Corona-Krise mehr gegeben sein sollten. Dieses Kriterium sei zwar nicht genau definiert, erscheine den Analysten Ende März 2022 (Mindestlaufzeit des PEPP) aber noch nicht erfüllt zu sein.
Die Notenbank tue nach Meinung der Analysten gut daran, einerseits auf die Wirtschaftsverbesserung zu reagieren und den Stimulus etwas zu reduzieren, sich andererseits für die Zukunft Flexibilität zu bewahren. Insofern würden die Analysten damit rechnen, dass der EZB Rat die zuletzt gewählte Vorgehensweise auch bei der nächsten entscheidenden Sitzung im Dezember wählen werde. Die Analysten würden eine Reduktion der Käufe aber keinen Beschluss erwarten, die Käufe im März einzustellen. Nach Meinung der Analysten werde PEPP eher graduell als in einem großen Schritt im März 2022 heruntergefahren.
Trotz des Konjunkturaufschwungs, der hohen Inflation und der absehbar geringeren EZB Anleihekäufe seien über den Sommer die 10-jährigen deutschen Staatsanleiherenditen gefallen und die Zinskurve habe sich verflacht. Dies sei auf das starke Einwirken der EZB zurückzuführen, die ein höheres Volumen an deutschen Staatsanleihen gekauft habe als emittiert worden sei. Nach der Sommerpause werde die Emissionstätigkeit wieder anziehen. Verbunden mit in weiterer Folge geringeren EZB Käufen werde sich das Angebots- und Nachfragverhältnis verändern, was den Weg für einen Aufwärtsdrift der Zinsen am langen Ende frei machen sollte. (Ausgabe vom 16.09.2021) (20.09.2021/alc/a/a)
Die Notenbank habe dabei kein explizites neues Zielvolumen bekannt gegeben. Es sei vielmehr betont worden, flexibel auf die Marktbegebenheiten zu reagieren und weiter für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen. Der Verlauf des PEPP über Q4 2021 solle in der Sitzung im Dezember entschieden werden. EZB Präsidentin Lagarde habe klar gemacht, dass für ein Ende des PEPP keine negativen Auswirkungen der Corona-Krise mehr gegeben sein sollten. Dieses Kriterium sei zwar nicht genau definiert, erscheine den Analysten Ende März 2022 (Mindestlaufzeit des PEPP) aber noch nicht erfüllt zu sein.
Die Notenbank tue nach Meinung der Analysten gut daran, einerseits auf die Wirtschaftsverbesserung zu reagieren und den Stimulus etwas zu reduzieren, sich andererseits für die Zukunft Flexibilität zu bewahren. Insofern würden die Analysten damit rechnen, dass der EZB Rat die zuletzt gewählte Vorgehensweise auch bei der nächsten entscheidenden Sitzung im Dezember wählen werde. Die Analysten würden eine Reduktion der Käufe aber keinen Beschluss erwarten, die Käufe im März einzustellen. Nach Meinung der Analysten werde PEPP eher graduell als in einem großen Schritt im März 2022 heruntergefahren.
Trotz des Konjunkturaufschwungs, der hohen Inflation und der absehbar geringeren EZB Anleihekäufe seien über den Sommer die 10-jährigen deutschen Staatsanleiherenditen gefallen und die Zinskurve habe sich verflacht. Dies sei auf das starke Einwirken der EZB zurückzuführen, die ein höheres Volumen an deutschen Staatsanleihen gekauft habe als emittiert worden sei. Nach der Sommerpause werde die Emissionstätigkeit wieder anziehen. Verbunden mit in weiterer Folge geringeren EZB Käufen werde sich das Angebots- und Nachfragverhältnis verändern, was den Weg für einen Aufwärtsdrift der Zinsen am langen Ende frei machen sollte. (Ausgabe vom 16.09.2021) (20.09.2021/alc/a/a)


