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EZB: Leitzinsniveau unverändert erwartet
04.09.14 10:18
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Wie heute Morgen gemeldet wurde, schafften die deutschen Industrieaufträge im Juli einen positiven Rückprall auf zwei deutliche Rückgänge in den vorangegangenen Monaten, so die Analysten von Postbank Research.
Das Auftragsvolumen sei im Juli um 4,6% gegenüber dem Vormonat gestiegen und habe die Markterwartungen damit bei weitem übertroffen. Aus dem Inland (+1,7%), vor allem aber aus dem Ausland (+6,9%) seien mehr Bestellungen eingegangen. Mit Blick auf die Gütergruppen hätten die Kapitalgüter mit +8,5% positiv hervorgestochen. Auch hier sei der Impuls in erster Linie aus dem Ausland gekommen. Das überraschend starke Abschneiden der Aufträge lasse hoffen, dass sich das schwache 2. Quartal als Ausreißer entpuppe und die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Spur finde.
Heute stehe die EZB-Ratssitzung mit anschließender Pressekonferenz im Fokus des Marktinteresses. Auf der Notenbankkonferenz in Jackson Hole habe Mario Draghi jüngst Spekulationen über weitere EZB-Maßnahmen angeheizt. Denn er habe sich über die gesunkenen Inflationserwartungen in der Eurozone besorgt gezeigt und gesagt, dass die EZB alles in ihrer Macht stehende tun werde, um für Geldwertstabilität zu sorgen. In der Vergangenheit seien solchen Aussagen Draghis häufig kurze Zeit später auch Taten in Form geldpolitischer Maßnahmen gefolgt.
In diesem Lichte betrachtet, berge die Pressekonferenz ein gewisses Überraschungspotenzial. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB neue Maßnahmen verkünde (z.B. ein ABS-Ankaufprogramm), sei durch Draghis Rede jedenfalls gestiegen. Änderungen am Leitzinsniveau erwarten die Analysten von Postbank Research derweil nicht. Der Refisatz dürfte bei 0,15% verharren. Neben den geldpolitischen Entscheidungen würden auch die neuen EZB-Projektionen zum BIP und zur Inflationsrate veröffentlicht.
In den USA würden heute die ADP-Daten für August veröffentlicht. Sie würden einen Hinweis darauf geben, wie sich die Beschäftigung im morgen zur Veröffentlichung anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht entwickle. Der Markt erwarte, dass es auch im August zu einem robusten Anstieg der Beschäftigung gekommen sei, die Marktschätzung liege bei 220 Tsd. neu geschaffenen Stellen.
Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor sei im Juli auf den höchsten Wert seit Ende 2005 gesprungen. Nach einer Serie von Anstiegen und auf dem mittlerweile erreichten Niveau drohe Rückschlagspotenzial. Zumal einige Teilkomponenten in noch höhere Regionen vorgedrungen seien. Die Analysten von Postbank Research rechnen daher für den Service-Index mit einem Rückgang von 58,7 auf 57,0 Zähler. Dies entspräche jedoch einer immer noch dynamischen Erholung der US-Wirtschaft. (04.09.2014/alc/a/a)
Das Auftragsvolumen sei im Juli um 4,6% gegenüber dem Vormonat gestiegen und habe die Markterwartungen damit bei weitem übertroffen. Aus dem Inland (+1,7%), vor allem aber aus dem Ausland (+6,9%) seien mehr Bestellungen eingegangen. Mit Blick auf die Gütergruppen hätten die Kapitalgüter mit +8,5% positiv hervorgestochen. Auch hier sei der Impuls in erster Linie aus dem Ausland gekommen. Das überraschend starke Abschneiden der Aufträge lasse hoffen, dass sich das schwache 2. Quartal als Ausreißer entpuppe und die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder in die Spur finde.
In diesem Lichte betrachtet, berge die Pressekonferenz ein gewisses Überraschungspotenzial. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB neue Maßnahmen verkünde (z.B. ein ABS-Ankaufprogramm), sei durch Draghis Rede jedenfalls gestiegen. Änderungen am Leitzinsniveau erwarten die Analysten von Postbank Research derweil nicht. Der Refisatz dürfte bei 0,15% verharren. Neben den geldpolitischen Entscheidungen würden auch die neuen EZB-Projektionen zum BIP und zur Inflationsrate veröffentlicht.
In den USA würden heute die ADP-Daten für August veröffentlicht. Sie würden einen Hinweis darauf geben, wie sich die Beschäftigung im morgen zur Veröffentlichung anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht entwickle. Der Markt erwarte, dass es auch im August zu einem robusten Anstieg der Beschäftigung gekommen sei, die Marktschätzung liege bei 220 Tsd. neu geschaffenen Stellen.
Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor sei im Juli auf den höchsten Wert seit Ende 2005 gesprungen. Nach einer Serie von Anstiegen und auf dem mittlerweile erreichten Niveau drohe Rückschlagspotenzial. Zumal einige Teilkomponenten in noch höhere Regionen vorgedrungen seien. Die Analysten von Postbank Research rechnen daher für den Service-Index mit einem Rückgang von 58,7 auf 57,0 Zähler. Dies entspräche jedoch einer immer noch dynamischen Erholung der US-Wirtschaft. (04.09.2014/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


