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EZB: Leitzinserhöhungen sind noch ferne Zukunftsmusik
31.07.17 12:45
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Zum Wochenbeginn notiert der 3M-Euribor bei -0,330%, im 12-Monatsbereich liegt der Satz bei -0,151%, so die Analysten der Nord LB.
Wenig Bewegung habe es auch bei den Markterwartungen zu den Leitzinsen gegeben: Der Eonia 1Y1Y Forward notiere aktuell bei -0,219% und der Eonia 2Y1Y Forward liege mit 0,027% wieder knapp im positiven Terrain. Ohnehin gehe es bei der EZB-Geldpolitik zunächst einmal darum, überhaupt den Einstieg in den Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik zu finden, Leitzinserhöhungen seien da noch ferne Zukunftsmusik. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in der Eurozone biete der EZB aber gute Voraussetzungen, zumindest langsam den Fuß vom Gas zu nehmen.
Am Dienstag veröffentliche Eurostat seine Schnellschätzung zur BIP-Entwicklung in der Eurozone für das zweite Quartal 2017. Einige nationale Statistikämter hätten bereits ihre vorläufigen Ergebnisse der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung veröffentlicht. Sowohl das sehr solide BIP-Wachstum in Frankreich (0,5% Q/Q) als auch die nochmals erhöhte Dynamik in Spanien und Österreich (jeweils +0,9%) würden auf eine Fortsetzung des kräftigen Aufschwungs im gemeinsamen Währungsraum hindeuten. Viele Eurostaaten würden hingegen ihre BIP-Zahlen erst knapp zwei Wochen später publizieren, darunter die Euroland-Schwergewichte Deutschland, Italien und die Niederlande.
Während die Analysten der Nord LB für Italien eine Fortsetzung des nur mäßigen Wirtschaftswachstums erwarten, dürfte die deutsche Volkswirtschaft das hohe Tempo zum Jahresauftakt im Frühjahr sogar noch einmal leicht gesteigert haben. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe habe sich zuletzt sehr dynamisch entwickelt, die deutsche Industrieproduktion sei im 2. Quartal voraussichtlich um fast 2% Q/Q gewachsen. Aber auch die Einzelhandelsumsätze hätten einen sehr kräftigen Zuwachs im Frühjahr erfahren (+1,4% Q/Q). Die Indikatoren auf aggregierter Ebene würden in die gleiche Richtung deuten, nachdem insbesondere die Industrieproduktion kräftig im 2. Quartal expandiert sei.
Die Frühindikatoren würden ebenfalls klare Wachstumssignale senden, das von der EU-Kommission ermittelte Economic Sentiment habe im Juli auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren gelegen. Im Frühjahr dürfte das BIP der Eurozone um 0,6% Q/Q bzw. 2,1% Y/Y gestiegen sein. Der Aufschwung gewinne zunehmend an Kraft und an Breite und setze die EZB unter Druck, von ihrem Pfad hin zu einer allmählichen Normalisierung der Geldpolitik zumindest nicht mehr abzuweichen. Einziger Wermutstropfen bleibe die aktuell noch geringe Inflation, wenngleich im Juli unter anderem wegen höherer Lebensmittelpreise die HVPI-Inflationsrate in Deutschland (1,5%) und in der Eurozone (1,3%) zumindest stabil blieb. Allerdings sind diese Werte ähnlich wie die Prognosen für 2017 und 2018 weiterhin ein gutes Stück unter dem Zielwert der EZB. (31.07.2017/alc/a/a)
Wenig Bewegung habe es auch bei den Markterwartungen zu den Leitzinsen gegeben: Der Eonia 1Y1Y Forward notiere aktuell bei -0,219% und der Eonia 2Y1Y Forward liege mit 0,027% wieder knapp im positiven Terrain. Ohnehin gehe es bei der EZB-Geldpolitik zunächst einmal darum, überhaupt den Einstieg in den Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik zu finden, Leitzinserhöhungen seien da noch ferne Zukunftsmusik. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in der Eurozone biete der EZB aber gute Voraussetzungen, zumindest langsam den Fuß vom Gas zu nehmen.
Während die Analysten der Nord LB für Italien eine Fortsetzung des nur mäßigen Wirtschaftswachstums erwarten, dürfte die deutsche Volkswirtschaft das hohe Tempo zum Jahresauftakt im Frühjahr sogar noch einmal leicht gesteigert haben. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe habe sich zuletzt sehr dynamisch entwickelt, die deutsche Industrieproduktion sei im 2. Quartal voraussichtlich um fast 2% Q/Q gewachsen. Aber auch die Einzelhandelsumsätze hätten einen sehr kräftigen Zuwachs im Frühjahr erfahren (+1,4% Q/Q). Die Indikatoren auf aggregierter Ebene würden in die gleiche Richtung deuten, nachdem insbesondere die Industrieproduktion kräftig im 2. Quartal expandiert sei.
Die Frühindikatoren würden ebenfalls klare Wachstumssignale senden, das von der EU-Kommission ermittelte Economic Sentiment habe im Juli auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren gelegen. Im Frühjahr dürfte das BIP der Eurozone um 0,6% Q/Q bzw. 2,1% Y/Y gestiegen sein. Der Aufschwung gewinne zunehmend an Kraft und an Breite und setze die EZB unter Druck, von ihrem Pfad hin zu einer allmählichen Normalisierung der Geldpolitik zumindest nicht mehr abzuweichen. Einziger Wermutstropfen bleibe die aktuell noch geringe Inflation, wenngleich im Juli unter anderem wegen höherer Lebensmittelpreise die HVPI-Inflationsrate in Deutschland (1,5%) und in der Eurozone (1,3%) zumindest stabil blieb. Allerdings sind diese Werte ähnlich wie die Prognosen für 2017 und 2018 weiterhin ein gutes Stück unter dem Zielwert der EZB. (31.07.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


