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EZB: Leitzinsen unverändert - Anleiheankaufprogramm fortgeführt
21.07.17 12:01
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat gestern erwartungsgemäß keine Veränderung ihrer Geldpolitik vorgenommen, so die Analysten von Postbank Research.
Die Leitzinsen seien unverändert geblieben. Zudem sei bestätigt worden, dass das Anleiheankaufprogramm mit seinem derzeitigen Volumen von monatlich 60 Mrd. Euro mindestens bis zum Ende dieses Jahres fortgeführt werde. Auch habe Draghi in seinem Statement auf der gestrigen Pressekonferenz an der Formulierung festgehalten, dass die EZB bereitstehe, das Ankaufprogramm, falls erforderlich, in seinem Volumen und/oder seiner Laufzeit auszudehnen.
Diesbezüglich hatten die Analysten von Postbank Research durchaus damit gerechnet, dass die EZB die Möglichkeit einer Ausweitung des monatlichen Ankaufvolumens nicht mehr explizit erwähnt, um auf diese Weise einen weiteren Minischritt hin zu einem langsamen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik zu machen. Dass sie auf diesen Schritt verzichtet habe, habe aber in den Tenor des gestrigen, insgesamt sehr zurückhaltenden Auftritts Draghis gepasst. Zwar habe er sich nochmals leicht positiver zur EWU-Konjunktur geäußert, aber betont, wie gehabt, dass sich der Konjunkturaufschwung noch in unzureichendem Maße in einer höheren Inflationsdynamik niedergeschlagen habe.
Vor diesem Hintergrund sei er auch nebulös hinsichtlich des potenziellen Vorgehens der EZB in den kommenden Monaten geblieben. Über den weiteren Fortgang des Anleiheankaufprogramms werde seinen Aussagen zufolge im Herbst entschieden. Aber daran führe ohnehin kein Weg vorbei, da sich die EZB bislang ja nur bis zum Ende dieses Jahres festgelegt habe. Angeblich habe der EZB-Rat auch noch keine Szenarien für ein Tapering der Anleiheankäufe diskutiert und auch nicht besprochen, was im September passieren werde.
Dennoch halten die Analysten von Postbank Research an ihrer Einschätzung fest, dass der EZB-Rat auf seiner September-Sitzung eine Absenkung des monatlichen Ankaufvolumens beschließen wird, die Anfang 2018 wirksam wird (immerhin beginnt der meteorologische Herbst bereits im September). Nach den gestrigen Ausführungen Draghis müsse allerdings auch einkalkuliert werden, dass die EZB die Entscheidung, in welchem Umfang und in welchem zeitlichen Rahmen das Ankaufprogramm fortgeführt werde, erst im 4. Quartal treffe. Mit Zinserhöhungen sei aber auf jeden Fall auf absehbare Zeit weiterhin nicht zu rechnen.
Die gestrigen US-Konjunkturdaten seien gemischt, aber in der Summe recht positiv ausgefallen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten deutlich um 14 Tsd. auf 233 Tsd. nachgegeben und würden ein anhaltend solides Beschäftigungswachstum signalisieren. Der Philadelphia FED-Index sei zwar im Juli von 27,6 auf 19,5 Punkte gefallen, deute damit aber weiterhin auf ein ordentliches Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe der Region hin. Der Index der US-Frühindikatoren wiederum sei im Juni unerwartet stark um 0,6% gegenüber dem Vormonat gestiegen und weise aktuell auf eine etwas zunehmende konjunkturelle Dynamik hin.
Zum Wochenschluss würden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht. (21.07.2017/alc/a/a)
Die Leitzinsen seien unverändert geblieben. Zudem sei bestätigt worden, dass das Anleiheankaufprogramm mit seinem derzeitigen Volumen von monatlich 60 Mrd. Euro mindestens bis zum Ende dieses Jahres fortgeführt werde. Auch habe Draghi in seinem Statement auf der gestrigen Pressekonferenz an der Formulierung festgehalten, dass die EZB bereitstehe, das Ankaufprogramm, falls erforderlich, in seinem Volumen und/oder seiner Laufzeit auszudehnen.
Diesbezüglich hatten die Analysten von Postbank Research durchaus damit gerechnet, dass die EZB die Möglichkeit einer Ausweitung des monatlichen Ankaufvolumens nicht mehr explizit erwähnt, um auf diese Weise einen weiteren Minischritt hin zu einem langsamen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik zu machen. Dass sie auf diesen Schritt verzichtet habe, habe aber in den Tenor des gestrigen, insgesamt sehr zurückhaltenden Auftritts Draghis gepasst. Zwar habe er sich nochmals leicht positiver zur EWU-Konjunktur geäußert, aber betont, wie gehabt, dass sich der Konjunkturaufschwung noch in unzureichendem Maße in einer höheren Inflationsdynamik niedergeschlagen habe.
Dennoch halten die Analysten von Postbank Research an ihrer Einschätzung fest, dass der EZB-Rat auf seiner September-Sitzung eine Absenkung des monatlichen Ankaufvolumens beschließen wird, die Anfang 2018 wirksam wird (immerhin beginnt der meteorologische Herbst bereits im September). Nach den gestrigen Ausführungen Draghis müsse allerdings auch einkalkuliert werden, dass die EZB die Entscheidung, in welchem Umfang und in welchem zeitlichen Rahmen das Ankaufprogramm fortgeführt werde, erst im 4. Quartal treffe. Mit Zinserhöhungen sei aber auf jeden Fall auf absehbare Zeit weiterhin nicht zu rechnen.
Die gestrigen US-Konjunkturdaten seien gemischt, aber in der Summe recht positiv ausgefallen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten deutlich um 14 Tsd. auf 233 Tsd. nachgegeben und würden ein anhaltend solides Beschäftigungswachstum signalisieren. Der Philadelphia FED-Index sei zwar im Juli von 27,6 auf 19,5 Punkte gefallen, deute damit aber weiterhin auf ein ordentliches Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe der Region hin. Der Index der US-Frühindikatoren wiederum sei im Juni unerwartet stark um 0,6% gegenüber dem Vormonat gestiegen und weise aktuell auf eine etwas zunehmende konjunkturelle Dynamik hin.
Zum Wochenschluss würden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht. (21.07.2017/alc/a/a)
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