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EZB: Keine Änderung der Geldpolitik auf der ersten Sitzung in 2017 erwartet


17.01.17 10:30
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bei der ersten EZB-Sitzung im neuen Jahr steht keine Änderung der Geldpolitik an, so Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef von Allianz Global Investors.

Vor dem Hintergrund der anhaltend niedrigen Kerninflation - zuletzt 0,9 Prozent im Vergleich zum Inflationsziel von knapp unter 2 Prozent - dürfte die Bank ihr Engagement und eine nachhaltige Präsenz an den Rentenmärkten bestätigen. Zwar würden die wichtigen Konjunkturindikatoren eine positive Wachstumsdynamik anzeigen. Diese wirke sich aber nicht hinreichend preistreibend aus. Insbesondere bleibe der Arbeitsmarkt in Europa zu schwach, als dass von den Löhnen Inflationsdruck ausginge.

In diesem Umfeld dürfte Mario Draghi am 19. Januar 2017 den bisherigen geldpolitischen Kurs der Bank bestätigen. Die Experten von Allianz Global Investors erwarten, dass die EZB weiterhin eher zu einer geldpolitischen Lockerung neigen und sich sämtliche Optionen offenhalten wird, um notfalls erneut zu handeln.

Nach und nach werde die Quantitative Easing-Politik der EZB im Zeitablauf aber an ihre Grenzen stoßen. Nach Einschätzung der Experten werde die Neigung der Bank, Euroland-Staatsanleihen zu kaufen, ab einem Schwellenwert von etwa einem Drittel der ausstehenden Staatsschulden stark abnehmen. Letztlich werde es daher zu einer erheblichen Reduzierung ihres Kaufprogramms kommen. 2017 scheint den Experten von Allianz Global Investors aber keine Verringerung, und schon gar kein Stopp, der Anleihekäufe anzusehen. (17.01.2017/alc/a/a)