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EZB: Fortgesetzte Lockerung der Geldpolitik erwartet
06.01.25 10:00
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Bundesanleihen: Von der Datenseite spricht derzeit viel für eine fortgesetzte Lockerung der Geldpolitik, wir rechnen mit graduellen Zinssenkungen bis auf 2,00% im Sommer 2025, so die Analysten der Nord LB.
Die Märkte hätten zuletzt wiederholt etwas zu offensive Zinssenkungen eingepreist, somit bestehe ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Zudem setze die EZB die Normalisierung ihrer Bilanz fort. Und nach der Wahl in Deutschland werde die neue Bundesregierung ihren fiskalpolitischen Handlungsspielraum vermutlich erweitern, um den Investitionsstau zu beheben und Maßnahmen zur Stärkung des Standorts ergreifen zu können. Auch hierdurch steige die Kapitalnachfrage mittelfristig an. Ende 2025 dürften Bunds (10J) daher wieder bei gut 2,50% rentieren.
US-Anleihen Innerhalb der neuen US-Regierung gebe es noch recht kontroverse Diskussionen bezüglich der weiteren geldpolitischen Strategie, die dann von der FED ab dem 20. Januar verfolgt werden solle. Es gebe einerseits (insbesondere im Repräsentantenhaus) Stimmen bei den Republikanern, die ganz grundsätzlich eine lockerere Geldpolitik würden verfolgen wollen. Insbesondere im Senat habe man aber andere Pläne - und wolle eindeutig das Aufkeimen höherer Inflationserwartungen bei den relevanten Wirtschaftssubjekten verhindern.
Für die US-Notenbanker sei dieses Umfeld nicht ganz einfach. Bevor mehr Klarheit bezüglich der genauen geldpolitischen Pläne Donald Trumps herrsche, könnten vorsichtige weitere Leitzinssenkungen durch das FOMC eine gute Strategie sein, um als Zentralbank möglichst unter dem Radar der Politik zu fliegen. Auch am langen Ende der US-Zinsstrukturkurve würden weiterhin größere Sorgen bezüglich wirklich offensiver Pläne von "Team Trump" bei den Themenkomplexen Geld- und Fiskalpolitik in den Vereinigten Staaten eingepreist. Die sich aus diesen Bedenken ergebenden Risikoprämien könnten derzeit schon zu hoch sein. (06.01.2025/alc/a/a)
Die Märkte hätten zuletzt wiederholt etwas zu offensive Zinssenkungen eingepreist, somit bestehe ein gewisses Enttäuschungspotenzial. Zudem setze die EZB die Normalisierung ihrer Bilanz fort. Und nach der Wahl in Deutschland werde die neue Bundesregierung ihren fiskalpolitischen Handlungsspielraum vermutlich erweitern, um den Investitionsstau zu beheben und Maßnahmen zur Stärkung des Standorts ergreifen zu können. Auch hierdurch steige die Kapitalnachfrage mittelfristig an. Ende 2025 dürften Bunds (10J) daher wieder bei gut 2,50% rentieren.
US-Anleihen Innerhalb der neuen US-Regierung gebe es noch recht kontroverse Diskussionen bezüglich der weiteren geldpolitischen Strategie, die dann von der FED ab dem 20. Januar verfolgt werden solle. Es gebe einerseits (insbesondere im Repräsentantenhaus) Stimmen bei den Republikanern, die ganz grundsätzlich eine lockerere Geldpolitik würden verfolgen wollen. Insbesondere im Senat habe man aber andere Pläne - und wolle eindeutig das Aufkeimen höherer Inflationserwartungen bei den relevanten Wirtschaftssubjekten verhindern.
Für die US-Notenbanker sei dieses Umfeld nicht ganz einfach. Bevor mehr Klarheit bezüglich der genauen geldpolitischen Pläne Donald Trumps herrsche, könnten vorsichtige weitere Leitzinssenkungen durch das FOMC eine gute Strategie sein, um als Zentralbank möglichst unter dem Radar der Politik zu fliegen. Auch am langen Ende der US-Zinsstrukturkurve würden weiterhin größere Sorgen bezüglich wirklich offensiver Pläne von "Team Trump" bei den Themenkomplexen Geld- und Fiskalpolitik in den Vereinigten Staaten eingepreist. Die sich aus diesen Bedenken ergebenden Risikoprämien könnten derzeit schon zu hoch sein. (06.01.2025/alc/a/a)


