Erweiterte Funktionen
EZB-Entscheidung: Steigende Anleiherenditen möglich
27.10.17 12:20
BMO Global Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Michiel de Bruin, Head of Global Rates and Money Markets bei BMO Global Asset Management, kommentiert die gestrige Entscheidung der EZB, das Volumen der Anleihekäufe zu halbieren.
Die EZB habe den Kurs für ihre Politik gesetzt und der Markt blicke nun in die Vereinigten Staaten. Dort würden starke Wirtschaftsdaten darauf hindeuten, dass die US-Notenbank möglicherweise die Zinsen schneller anheben könnte, als der Markt das bislang erwarte. Die Euro-Schwäche müsse also noch warten.
Insgesamt lasse sich sagen: Die EZB sei eine weitere Zentralbank, die ihre Ausrichtung hin zur Reduzierung der geldpolitischen Stimuli geändert habe. Obwohl die EZB aktuell eine starke Kraft im Markt bleibe, würden ihre Spuren in den kommenden Jahren verblassen - wenn auch langsam. Aktuell jedenfalls würden die Anleihenmärkte der schwächeren Euro-Länder, wie Italien und Spanien, weiterhin durch Ankäufe unterstützt werden. Alles in allem werde der Effekt auf die europäischen Bond-Märkte allerdings negativ sein und in dieser Umgebung würden die Experten steigende Anleiherenditen für möglich halten. Das würde auch der starken Wirtschaftslage im Euro-Raum entsprechen und der aktuell guten globalen Wirtschaftsentwicklung insgesamt. Allerdings könnte der Euro gegenüber dem US-Dollar schwächer werden. (27.10.2017/alc/a/a)
Die EZB habe den Kurs für ihre Politik gesetzt und der Markt blicke nun in die Vereinigten Staaten. Dort würden starke Wirtschaftsdaten darauf hindeuten, dass die US-Notenbank möglicherweise die Zinsen schneller anheben könnte, als der Markt das bislang erwarte. Die Euro-Schwäche müsse also noch warten.
Insgesamt lasse sich sagen: Die EZB sei eine weitere Zentralbank, die ihre Ausrichtung hin zur Reduzierung der geldpolitischen Stimuli geändert habe. Obwohl die EZB aktuell eine starke Kraft im Markt bleibe, würden ihre Spuren in den kommenden Jahren verblassen - wenn auch langsam. Aktuell jedenfalls würden die Anleihenmärkte der schwächeren Euro-Länder, wie Italien und Spanien, weiterhin durch Ankäufe unterstützt werden. Alles in allem werde der Effekt auf die europäischen Bond-Märkte allerdings negativ sein und in dieser Umgebung würden die Experten steigende Anleiherenditen für möglich halten. Das würde auch der starken Wirtschaftslage im Euro-Raum entsprechen und der aktuell guten globalen Wirtschaftsentwicklung insgesamt. Allerdings könnte der Euro gegenüber dem US-Dollar schwächer werden. (27.10.2017/alc/a/a)


