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EZB: Entscheiden Inflationsdaten vom April?
25.04.14 15:28
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Am Mittwoch wird Eurostat die Schnellschätzung zur Entwicklung der Konsumentenpreise in der Eurozone im April bekannt geben, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Dieser Veröffentlichung komme diesmal eine besondere Rolle zu, hätten einige EZB-Vertreter zuletzt doch darauf verwiesen, dass nach den überraschend niedrigen Inflationsdaten vom März mit Blick auf den späten Ostertermin in diesem Jahr ein deutlicher Rebound erwartet werde. Komme dieser nicht, stünden die mittelfristigen Prognosen der Geldpolitiker bezüglich der Teuerung in 2015 und 2016 zur Disposition, was einen erneuten Expansivschritt der Notenbank deutlich näher rücken lassen würde.
Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt rechnen für den Berichtsmonat mit einer Jahresrate von 0,8% (März: 0,5%). Mit Blick auf nachlassende Basiseffekte bei den Energiepreisen auf der Unterseite dürfte sich die Inflation im weiteren Jahresverlauf bei rund 1% einpendeln, sofern der Euro nicht weiter zulege. Um den Aufwertungsdruck auf die Gemeinschaftswährung zu mindern, würden die Analysten es für ein realistisches Szenario halten, dass die EZB zu einer erneuten Zinssenkung greife und dabei auch den Einlagensatz - in den negativen Bereich - reduziere. Derzeit gehe man als Zeitpunkt dafür vom dritten Quartal dieses Jahres aus.
In das Urteil der Währungshüter in Bezug auf die Konjunktur- und Inflationsrisiken werde auch einfließen, wie sich die Geldmenge (und dabei insbesondere die Kreditvergabe) und die Stimmung bei den Unternehmen und Haushalten (Stichwort: Inflationserwartungen) weiter entwickeln würden. Zwar sollte sich die Stabilisierung beim Geldmengenwachstum im März fortgesetzt haben. Zudem deute der Einkaufsmanagerindex der Industrie vom April auf das von der Notenbank skizzierte Erholungsbild bei der Konjunktur hin, beide Indikatoren würden aber auf sehr niedrigen Niveaus verweilen, was eine geldpolitische Aktion in den kommenden Monaten nicht ausschließe (nächste Ratssitzung: 8. Mai). (25.04.2014/alc/a/a)
Dieser Veröffentlichung komme diesmal eine besondere Rolle zu, hätten einige EZB-Vertreter zuletzt doch darauf verwiesen, dass nach den überraschend niedrigen Inflationsdaten vom März mit Blick auf den späten Ostertermin in diesem Jahr ein deutlicher Rebound erwartet werde. Komme dieser nicht, stünden die mittelfristigen Prognosen der Geldpolitiker bezüglich der Teuerung in 2015 und 2016 zur Disposition, was einen erneuten Expansivschritt der Notenbank deutlich näher rücken lassen würde.
Die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt rechnen für den Berichtsmonat mit einer Jahresrate von 0,8% (März: 0,5%). Mit Blick auf nachlassende Basiseffekte bei den Energiepreisen auf der Unterseite dürfte sich die Inflation im weiteren Jahresverlauf bei rund 1% einpendeln, sofern der Euro nicht weiter zulege. Um den Aufwertungsdruck auf die Gemeinschaftswährung zu mindern, würden die Analysten es für ein realistisches Szenario halten, dass die EZB zu einer erneuten Zinssenkung greife und dabei auch den Einlagensatz - in den negativen Bereich - reduziere. Derzeit gehe man als Zeitpunkt dafür vom dritten Quartal dieses Jahres aus.
In das Urteil der Währungshüter in Bezug auf die Konjunktur- und Inflationsrisiken werde auch einfließen, wie sich die Geldmenge (und dabei insbesondere die Kreditvergabe) und die Stimmung bei den Unternehmen und Haushalten (Stichwort: Inflationserwartungen) weiter entwickeln würden. Zwar sollte sich die Stabilisierung beim Geldmengenwachstum im März fortgesetzt haben. Zudem deute der Einkaufsmanagerindex der Industrie vom April auf das von der Notenbank skizzierte Erholungsbild bei der Konjunktur hin, beide Indikatoren würden aber auf sehr niedrigen Niveaus verweilen, was eine geldpolitische Aktion in den kommenden Monaten nicht ausschließe (nächste Ratssitzung: 8. Mai). (25.04.2014/alc/a/a)
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