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EZB: Druck zu weiteren Maßnahmen wird wieder zunehmen
21.10.19 11:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Nachdem umfangreichen Maßnahmenpaket dürfte die EZB zunächst weiter zuwarten, so die Analysten der National-Bank AG.
Eine Regelung der Brexit-Frage würde sicherlich dazu beitragen, dass man eine gewisse Konsolidierung erreichen könne - auch mit Blick auf den Konsensusfähigkeit im Rat der EZB: So seien die letzten Entscheidungen mit einem ungewöhnlich hohen Ausmaß an Dissens getroffen worden. Auch die markt-impliziten Inflationserwartungen hätten sich zuletzt bei über 1,2% wieder etwas stabilisiert. Der Trend bleibe aber abwärts gerichtet, sodass der Druck zu weiteren Maßnahmen - zumindest aus heutiger Sicht - wieder zunehmen werde. Die Analysten würden erwarten, dass der Trend auch für die umfragebasierten Inflationserwartungen weiter abwärts gerichtet bleibe. EZB-Präsident Draghi könnte die nächsten diesbezüglichen Schätzungen auf seiner letzten Pressekonferenz zum Anlass nehmen, die umfangreichen Maßnahmen, die auf der letzten Sitzung beschlossen worden seien, noch einmal zu rechtfertigen.
Die FED habe bei ihrem jüngsten Zinsentscheid ihren Leitzinskorridor erwartungsgemäß erneut um 25 Basispunkte auf 1,75% bis 2,00% ermäßigt. Der Schritt sei als weiterer "Versicherungsschritt" kommuniziert worden, der nicht als Weiterführung einer Serie von Leitzinssenkungen zu interpretieren sei: Dieses Wording sei inhaltlich auch dadurch untermauert worden, dass die FOMC-Mitglieder für dieses und nächstes Jahr keine weitere Leitzinssenkung avisieren würden. Die Analysten würden sich durch den Zinsentscheid in ihrer Linie bestätigt sehen, insofern dass die Befürchtungen vor einer Rezession weitestgehend an der Realität vorbeigehen würden: Eine solche bleibe sehr unwahrscheinlich.
Die Corporate Spreads seien - gemessen am fünfjährigen Markit-iTraxx-Europe - zuletzt wieder gestiegen und hätten bei knapp über 50 Basispunkten notiert. Vor dem Hintergrund der abermals expansiveren Geldpolitik und der geschilderten Verschiebung der politökonomischen Rahmenbedingungen dürfte der Abwärtstrend aber grundsätzlich anhalten, nächste Zielgröße dürfte zunächst 40 Basispunkte sein. (Ausgabe vom 18.10.2019) (21.10.2019/alc/a/a)
Eine Regelung der Brexit-Frage würde sicherlich dazu beitragen, dass man eine gewisse Konsolidierung erreichen könne - auch mit Blick auf den Konsensusfähigkeit im Rat der EZB: So seien die letzten Entscheidungen mit einem ungewöhnlich hohen Ausmaß an Dissens getroffen worden. Auch die markt-impliziten Inflationserwartungen hätten sich zuletzt bei über 1,2% wieder etwas stabilisiert. Der Trend bleibe aber abwärts gerichtet, sodass der Druck zu weiteren Maßnahmen - zumindest aus heutiger Sicht - wieder zunehmen werde. Die Analysten würden erwarten, dass der Trend auch für die umfragebasierten Inflationserwartungen weiter abwärts gerichtet bleibe. EZB-Präsident Draghi könnte die nächsten diesbezüglichen Schätzungen auf seiner letzten Pressekonferenz zum Anlass nehmen, die umfangreichen Maßnahmen, die auf der letzten Sitzung beschlossen worden seien, noch einmal zu rechtfertigen.
Die FED habe bei ihrem jüngsten Zinsentscheid ihren Leitzinskorridor erwartungsgemäß erneut um 25 Basispunkte auf 1,75% bis 2,00% ermäßigt. Der Schritt sei als weiterer "Versicherungsschritt" kommuniziert worden, der nicht als Weiterführung einer Serie von Leitzinssenkungen zu interpretieren sei: Dieses Wording sei inhaltlich auch dadurch untermauert worden, dass die FOMC-Mitglieder für dieses und nächstes Jahr keine weitere Leitzinssenkung avisieren würden. Die Analysten würden sich durch den Zinsentscheid in ihrer Linie bestätigt sehen, insofern dass die Befürchtungen vor einer Rezession weitestgehend an der Realität vorbeigehen würden: Eine solche bleibe sehr unwahrscheinlich.
Die Corporate Spreads seien - gemessen am fünfjährigen Markit-iTraxx-Europe - zuletzt wieder gestiegen und hätten bei knapp über 50 Basispunkten notiert. Vor dem Hintergrund der abermals expansiveren Geldpolitik und der geschilderten Verschiebung der politökonomischen Rahmenbedingungen dürfte der Abwärtstrend aber grundsätzlich anhalten, nächste Zielgröße dürfte zunächst 40 Basispunkte sein. (Ausgabe vom 18.10.2019) (21.10.2019/alc/a/a)


