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EZB: Dritte Leitzinserhöhung in Folge - 75 BP again!
27.10.22 16:45
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank hat auf ihrer heutigen Sitzung zum dritten Mal in Folge die Leitzinsen angehoben, so die Analysten der Nord LB.
Wie auch im September sei ein Schritt um 75 BP erfolgt. Dieser sei bereits im Vorfeld von den Märkten eingepreist worden und entspreche den Erwartungen von Ökonomen. Damit notiere der Einlagensatz nun bei 1,50%, der Satz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 2,00% und der Spitzenrefinanzierungssatz betrage 2,25%.
Mit diesem erneuten "Jumbo"-Zinsschritt reagiere die EZB auf die extrem hohe Inflation in der Eurozone. Diese habe im September nach endgültiger Berechnung 9,9% Y/Y betragen. Die Kernrate, bei der Lebensmittel, Alkohol, Energie und Tabak herausgerechnet seien, sei sogar auf 4,8% Y/Y geklettert, was zeige, dass die Inflation sich zunehmend auf alle Güterbereiche ausbreite. Präsidentin Lagarde habe erklärt, die EZB richte zukünftige Zinserhöhungen an drei Faktoren aus - dem Inflationsumfeld, den bisher getroffenen geldpolitischen Entscheidungen sowie den zeitlichen Verzögerungen, mit denen geldpolitische Maßnahmen wirksam würden. Der heutige Zinsschritt der EZB sei nötig gewesen, um zu signalisieren, dass die EZB sich klar gegen das hohe Inflationsumfeld stemme.
Neben der Zinserhöhung habe die EZB ferner angekündigt, die Konditionen für die langfristigen Refinanzierungsgeschäfte TLTRO-III verändern zu wollen. Ab dem 23. November 2022 sollten für diese in der Corona-Pandemie geschaffenen Tender die Zinssätze angepasst werden. Sie sollten "an den Durchschnitt der geltenden EZB-Leitzinsen in diesem Zeitraum gekoppelt" werden. Darüber hinaus wolle die Notenbank den Geschäftsbanken drei vorzeitige Rückzahlungstermine anbieten. Im Vorfeld sei spekuliert worden, welchen Schritt die EZB hier gehen werde, um die Liquidität abzuschöpfen. Dazu habe die EZB bekannt gegeben, die Mindestreserven künftig mit dem Einlagezins zu verzinsen.
Die im Rahmen des APP entstehenden Tilgungsbeträge aus fällig werdenden Anleihen sollten weiter reinvestiert werden. Entscheidungen über den Abbau der APP-Bestände sollten auf der Dezember-Sitzung getroffen werden. Auch die Reinvestitionen der im Rahmen des PEPP erworbenen Anleihen würden bis mindestens Ende 2024 erfolgen. Die EZB habe an dieser Stelle betont, man werde bei der Wiederanlage der Tilgungsraten flexibel vorgehen, um die geldpolitische Transmission innerhalb der Eurozone zu gewährleisten. Hier spiele die EZB auf das im Sommer verkündete "Transmission Protection Programme" an, innerhalb dessen die EZB flexibel Staatsanleihen bestimmter Länder aufkaufe, um die Risikoprämien einzudämmen. Weitere Angaben zum TPI habe Präsidentin Lagarde jedoch nicht gemacht.
Die EZB habe heute das dritte Mal in Folge die Leitzinsen angehoben. Alle drei Zinssätze seien um 75 BP erhöht worden, womit der Satz für Hauptrefinanzierungssätze nun bei 2,00% liege. Der für Banken wichtige Einlagensatz notiere bei 1,50% und der Spitzenrefinanzierungssatz betrage 2,25%. Dies sei der einzig richtige Schritt gewesen, um sich der aktuell massiv gestiegenen Teuerung entgegenzustellen. Darüber hinaus habe die EZB Modifizierungen der TLTRO-III Geschäfte angekündigt. Ab November sollten neue Zinssätze gelten sowie frühere Rückzahlungstermine angeboten werden. Präsidentin Lagarde habe weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Den Abbau der enorm gewachsenen Bilanz wolle man auf der nächsten Sitzung im Dezember angehen. Die Inflation werde bis dahin wohl weiterhin steigen - auch wenn sich die Gaspreise jüngst entspannt hätten. Die Gefahr von Zweitrundeneffekten bestehe weiterhin, was weitere Zinsanhebungen essentiell mache. (27.10.2022/alc/a/a)
Wie auch im September sei ein Schritt um 75 BP erfolgt. Dieser sei bereits im Vorfeld von den Märkten eingepreist worden und entspreche den Erwartungen von Ökonomen. Damit notiere der Einlagensatz nun bei 1,50%, der Satz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 2,00% und der Spitzenrefinanzierungssatz betrage 2,25%.
Neben der Zinserhöhung habe die EZB ferner angekündigt, die Konditionen für die langfristigen Refinanzierungsgeschäfte TLTRO-III verändern zu wollen. Ab dem 23. November 2022 sollten für diese in der Corona-Pandemie geschaffenen Tender die Zinssätze angepasst werden. Sie sollten "an den Durchschnitt der geltenden EZB-Leitzinsen in diesem Zeitraum gekoppelt" werden. Darüber hinaus wolle die Notenbank den Geschäftsbanken drei vorzeitige Rückzahlungstermine anbieten. Im Vorfeld sei spekuliert worden, welchen Schritt die EZB hier gehen werde, um die Liquidität abzuschöpfen. Dazu habe die EZB bekannt gegeben, die Mindestreserven künftig mit dem Einlagezins zu verzinsen.
Die im Rahmen des APP entstehenden Tilgungsbeträge aus fällig werdenden Anleihen sollten weiter reinvestiert werden. Entscheidungen über den Abbau der APP-Bestände sollten auf der Dezember-Sitzung getroffen werden. Auch die Reinvestitionen der im Rahmen des PEPP erworbenen Anleihen würden bis mindestens Ende 2024 erfolgen. Die EZB habe an dieser Stelle betont, man werde bei der Wiederanlage der Tilgungsraten flexibel vorgehen, um die geldpolitische Transmission innerhalb der Eurozone zu gewährleisten. Hier spiele die EZB auf das im Sommer verkündete "Transmission Protection Programme" an, innerhalb dessen die EZB flexibel Staatsanleihen bestimmter Länder aufkaufe, um die Risikoprämien einzudämmen. Weitere Angaben zum TPI habe Präsidentin Lagarde jedoch nicht gemacht.
Die EZB habe heute das dritte Mal in Folge die Leitzinsen angehoben. Alle drei Zinssätze seien um 75 BP erhöht worden, womit der Satz für Hauptrefinanzierungssätze nun bei 2,00% liege. Der für Banken wichtige Einlagensatz notiere bei 1,50% und der Spitzenrefinanzierungssatz betrage 2,25%. Dies sei der einzig richtige Schritt gewesen, um sich der aktuell massiv gestiegenen Teuerung entgegenzustellen. Darüber hinaus habe die EZB Modifizierungen der TLTRO-III Geschäfte angekündigt. Ab November sollten neue Zinssätze gelten sowie frühere Rückzahlungstermine angeboten werden. Präsidentin Lagarde habe weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Den Abbau der enorm gewachsenen Bilanz wolle man auf der nächsten Sitzung im Dezember angehen. Die Inflation werde bis dahin wohl weiterhin steigen - auch wenn sich die Gaspreise jüngst entspannt hätten. Die Gefahr von Zweitrundeneffekten bestehe weiterhin, was weitere Zinsanhebungen essentiell mache. (27.10.2022/alc/a/a)
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| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
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| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


