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EZB: Draghi selbst wird die Zinsen wohl nicht mehr erhöhen
13.12.18 16:30
Aberdeen Standard Investment
London (www.anleihencheck.de) - Paul Diggle, Senior Economist bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert die heutige Entscheidung der EZB.
Bei der Entscheidung, das QE jetzt zu beenden, gehe es mehr um Politik als um Wirtschaft. Die Beendigung der Nettoanleihekäufe werde den Falken im EZB-Rat, insbesondere den Deutschen, gefallen, und wenn man beide Augen zudrücke, könnten die Wirtschaftsdaten die Entscheidung gerade noch rechtfertigen. Die Zentralbank habe nach wie vor große Hoffnungen, dass Wachstumsbereiche entstünden und die Kerninflation zunehme, wenn die Löhne steigen würden. Aber beides scheine zu optimistisch, wenn man bedenke, was sonst noch in der Welt, geschweige denn in Europa, vor sich gehe. Es sei davon auszugehen, dass Draghi selbst jetzt nicht mehr dazu kommen werde, die Zinsen zu erhöhen. (13.12.2018/alc/a/a)
Bei der Entscheidung, das QE jetzt zu beenden, gehe es mehr um Politik als um Wirtschaft. Die Beendigung der Nettoanleihekäufe werde den Falken im EZB-Rat, insbesondere den Deutschen, gefallen, und wenn man beide Augen zudrücke, könnten die Wirtschaftsdaten die Entscheidung gerade noch rechtfertigen. Die Zentralbank habe nach wie vor große Hoffnungen, dass Wachstumsbereiche entstünden und die Kerninflation zunehme, wenn die Löhne steigen würden. Aber beides scheine zu optimistisch, wenn man bedenke, was sonst noch in der Welt, geschweige denn in Europa, vor sich gehe. Es sei davon auszugehen, dass Draghi selbst jetzt nicht mehr dazu kommen werde, die Zinsen zu erhöhen. (13.12.2018/alc/a/a)


