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EZB: Draghi hat sich gegen großen Widerstand im Rat durchgesetzt
18.09.19 09:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Es ist gekommen wie erwartet: Die EZB hat auf ihrer letztwöchigen Sitzung ein umfassendes geldpolitisches Maßnahmenpaket beschlossen, welches die beharrlich niedrigen Inflationsraten sowie das nahezu stagnierende Wachstum bekämpfen soll, berichten die Analysten der National-Bank AG.
EZB-Präsident Draghi habe sich nochmal durchgesetzt, der Widerstand im EZB-Rat sei allerdings groß gewesen. So sollten laut einem Bericht der "Financial Times" neun Ratsmitglieder gegen die Beschlüsse gestimmt haben. In einem sehr auf Konsens bedachten Gremium ein ungewöhnlicher Schritt, der die vorhandenen starken Divergenzen im Hinblick auf den aktuell erforderlichen Grad der geldpolitischen Unterstützung klar aufzeige.
Die EZB habe den Mindestreservesatz um 10 Basispunkte weiter in den negativen Bereich auf -0,5% gehievt, zur Entlastung der Banken einen Staffelzins eingeführt und neben einer Änderung der Forward Guidance angekündigt, ab dem 01.11.2019 das Anleihenankaufprogramm mit monatlichen Nettokäufen von 20 Mrd. Euro wieder aufzunehmen. Die Käufe sollten zeitlich unbegrenzt erfolgen, auf jeden Fall bis kurz vor dem Beginn von Zinserhöhungen. Alles in allem ein sehr umfangreiches Paket, welches weit über die Amtszeit von Herrn Draghi hinaus seine Wirkung an den Kapitalmärkten entfalten werde. (Ausgabe vom 17.09.2019) (18.09.2019/alc/a/a)
EZB-Präsident Draghi habe sich nochmal durchgesetzt, der Widerstand im EZB-Rat sei allerdings groß gewesen. So sollten laut einem Bericht der "Financial Times" neun Ratsmitglieder gegen die Beschlüsse gestimmt haben. In einem sehr auf Konsens bedachten Gremium ein ungewöhnlicher Schritt, der die vorhandenen starken Divergenzen im Hinblick auf den aktuell erforderlichen Grad der geldpolitischen Unterstützung klar aufzeige.
Die EZB habe den Mindestreservesatz um 10 Basispunkte weiter in den negativen Bereich auf -0,5% gehievt, zur Entlastung der Banken einen Staffelzins eingeführt und neben einer Änderung der Forward Guidance angekündigt, ab dem 01.11.2019 das Anleihenankaufprogramm mit monatlichen Nettokäufen von 20 Mrd. Euro wieder aufzunehmen. Die Käufe sollten zeitlich unbegrenzt erfolgen, auf jeden Fall bis kurz vor dem Beginn von Zinserhöhungen. Alles in allem ein sehr umfangreiches Paket, welches weit über die Amtszeit von Herrn Draghi hinaus seine Wirkung an den Kapitalmärkten entfalten werde. (Ausgabe vom 17.09.2019) (18.09.2019/alc/a/a)


