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EZB: Aufwärtsrisiken für mittelfristigen Inflationsausblick
27.11.17 12:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Der Aufschwung in der Eurozone ist nach Maßgabe aller relevanter Indikatoren so dynamisch und zugleich breit unterstützt wie seit langer Zeit nicht mehr, so die Analysten der Nord LB.
Zudem weise die konjunkturelle Entwicklung einen zunehmend synchronen Verlauf auf. Angesichts dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen habe es eigentlich schon Ende Oktober kaum noch gute Gründe für eine derart langgestreckte und übervorsichtige Kurskorrektur der EZB gegeben. Vor allem auf die am aktuellen Rand noch verhaltene Inflationsentwicklung habe der Rat seine Entscheidung gestützt, die Assetankäufe bis mindestens Ende September 2018 fortzuführen, wenn auch nur noch mit halber Schubkraft. Mario Draghi habe diese Sicht nun auch vor dem Wirtschafts- und Finanzausschuss des EU-Parlaments bekräftigt.
Aus den Accounts zu der Oktobersitzung des EZB-Rates gehe aber hervor, dass diese Linie umstritten gewesen sei. Dem Vernehmen nach hatten sich die deutschen Ratsmitglieder Sabine Lautenschläger und Jens Weidmann sowie der holländische Notenbankchef Klaas Knot für die verbindliche Festlegung auf ein Enddatum ausgesprochen. Mit dem Direktoriumsmitglied Benoît Curé plädiere inzwischen ein weiterer einflussreicher Notenbanker dafür, dass dies die letzte Verlängerung der EAPP-Nettoankäufe gewesen sein sollte.
Die europäische Wirtschaft zeige sich robust gegenüber negativen externen Einflüssen (Brexit, Trump, geopolitische Risiken). Trotz der derzeit noch geringen Inflation sollte die EZB angesichts des steigenden Auslastungsgrades in den Unternehmen den Weg hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik konsequent und auch zügiger als bisher verfolgen. Im EZB-Rat werde sich ansonsten der bereits bestehende Dissens zwischen Tauben und Falken weiter vertiefen, da mit einer Fortsetzung des dynamischen Aufschwungs Aufwärtsrisiken für den mittelfristigen Inflationsausblick der EZB bestünden. (27.11.2017/alc/a/a)
Zudem weise die konjunkturelle Entwicklung einen zunehmend synchronen Verlauf auf. Angesichts dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen habe es eigentlich schon Ende Oktober kaum noch gute Gründe für eine derart langgestreckte und übervorsichtige Kurskorrektur der EZB gegeben. Vor allem auf die am aktuellen Rand noch verhaltene Inflationsentwicklung habe der Rat seine Entscheidung gestützt, die Assetankäufe bis mindestens Ende September 2018 fortzuführen, wenn auch nur noch mit halber Schubkraft. Mario Draghi habe diese Sicht nun auch vor dem Wirtschafts- und Finanzausschuss des EU-Parlaments bekräftigt.
Aus den Accounts zu der Oktobersitzung des EZB-Rates gehe aber hervor, dass diese Linie umstritten gewesen sei. Dem Vernehmen nach hatten sich die deutschen Ratsmitglieder Sabine Lautenschläger und Jens Weidmann sowie der holländische Notenbankchef Klaas Knot für die verbindliche Festlegung auf ein Enddatum ausgesprochen. Mit dem Direktoriumsmitglied Benoît Curé plädiere inzwischen ein weiterer einflussreicher Notenbanker dafür, dass dies die letzte Verlängerung der EAPP-Nettoankäufe gewesen sein sollte.
Die europäische Wirtschaft zeige sich robust gegenüber negativen externen Einflüssen (Brexit, Trump, geopolitische Risiken). Trotz der derzeit noch geringen Inflation sollte die EZB angesichts des steigenden Auslastungsgrades in den Unternehmen den Weg hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik konsequent und auch zügiger als bisher verfolgen. Im EZB-Rat werde sich ansonsten der bereits bestehende Dissens zwischen Tauben und Falken weiter vertiefen, da mit einer Fortsetzung des dynamischen Aufschwungs Aufwärtsrisiken für den mittelfristigen Inflationsausblick der EZB bestünden. (27.11.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


