Erweiterte Funktionen
EZB: Abwärtsrevision der Inflationsprognosen
03.09.15 11:18
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im Rahmen der heutigen Zinssitzung wird die EZB den Leitzins zwar unverändert lassen, aber das Treffen der Notenbanker verspricht dennoch interessant zu werden, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Neben der Verkündung der Zinsentscheidung würden auch die aktualisierten Prognosen der Notenbank vorgestellt, die jedoch nicht den jüngsten Ölpreisfall berücksichtigen würden, da die Datengrundlage nur bis zum 13. August reiche. Die Projektionen dürften besonders im Fokus der Märkte stehen, da EZB-Chefvolkswirt Peter Praet kürzlich mit Blick auf die gesunkenen Inflationserwartungen, die rückläufigen Energiepreise und die sich abzeichnende Wachstumsabschwächung in China verdeutlicht habe, dass der EZB-Rat willens und fähig sei, im Fall einer drohenden Zielverfehlung das Anleihenkaufprogramm auszudehnen.
Die Prognose für die durchschnittliche Inflation in diesem Jahr werde wohl wegen der vorgenannten, disinflationär wirkenden Effekte von 0,3% auf 0,1% und in 2016 von 1,5% auf 1,3% nach unten revidiert werden (HSBCe: 0,1% (2015), 0,8% (2016)). Der Ausblick für 2017 (EZB-Prognose: 1,8%) werde nach Ansicht der Analysten hingegen unverändert belassen werden, was der Aussage gleichkomme, dass die Notenbanker das Inflationsziel von "unter, aber nahe 2%" für die Eurozone auf mittlere Frist unter der aktuellen Geldpolitik als erreichbar betrachten würden.
Perspektivisch sei die Wahrscheinlichkeit für eine Verlängerung der Käufe über den bisher avisierten Zeitraum bis September 2016 hinaus zuletzt allerdings gestiegen. Auch wenn das monatliche QE-Kaufvolumen (60 Mrd. EUR) aktuell wohl nicht ausgedehnt werde, könnte die Notenbank die Liste der kaufprogrammfähigen Anleihen erweitern. In der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung dürfte zudem im Fokus stehen, ob und wann die Notenbank wieder griechische Anleihen in ihr Kaufprogramm aufnehme.
In Schweden werde die Notenbank, die Riksbank, das Zinsniveau wohl ebenfalls heute unverändert bei -0,35% belassen, da die Inflation zwar im Juli etwas angezogen habe, mit -0,1% gg. Vj. aber immer noch im Deflationsbereich liege. Hinzu würden die Abwärtsrisiken für die Teuerungsrate durch fallende Rohstoffpreise und die Stärke der Schwedischen Krone kommen, sodass es nach Ansicht der Analysten noch im 4. Quartal des laufenden Jahres zu einer Senkung der Leitzinsen auf -0,50% kommen werde.
Bei den endgültigen Werten für die Einkaufsmanagerindices (PMI) des Dienstleistungssektors, die heute für Deutschland, Frankreich und die Eurozone bekannt gegeben würden, würden die Analysten keine Revisionen der Werte aus den entsprechenden Schnellschätzungen erwarten. Insgesamt würden die soliden Werte im Dienstleistungssektor für eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung sprechen, jedoch keine Beschleunigung der Wachstumsdynamik im gemeinsamen Währungsraum anzeigen (BIP 2015 HSBCe: 1,3%).
Nachdem der Einkaufsmanagerindex (ISM) für das Verarbeitende Gewerbe in den USA im August zum zweiten Mal in Folge gesunken sei (51,1 Punkte), würden die Analysten im Berichtsmonat auch beim entsprechenden Wert für den Dienstleistungssektor einen Rücksetzer auf 58,2 Punkte erwarten (Juli: 60,3 Punkte). Die schwache globale Konjunkturdynamik und die Aufwertung des handelsgewichteten US-Dollar würden bei den Unternehmen zu weniger optimistischen Einschätzungen hinsichtlich der Geschäftsperspektiven führen, wobei das Verarbeitende Gewerbe stärker von diesen Faktoren als der Dienstleistungssektor betroffen sei. (03.09.2015/alc/a/a)
Neben der Verkündung der Zinsentscheidung würden auch die aktualisierten Prognosen der Notenbank vorgestellt, die jedoch nicht den jüngsten Ölpreisfall berücksichtigen würden, da die Datengrundlage nur bis zum 13. August reiche. Die Projektionen dürften besonders im Fokus der Märkte stehen, da EZB-Chefvolkswirt Peter Praet kürzlich mit Blick auf die gesunkenen Inflationserwartungen, die rückläufigen Energiepreise und die sich abzeichnende Wachstumsabschwächung in China verdeutlicht habe, dass der EZB-Rat willens und fähig sei, im Fall einer drohenden Zielverfehlung das Anleihenkaufprogramm auszudehnen.
Die Prognose für die durchschnittliche Inflation in diesem Jahr werde wohl wegen der vorgenannten, disinflationär wirkenden Effekte von 0,3% auf 0,1% und in 2016 von 1,5% auf 1,3% nach unten revidiert werden (HSBCe: 0,1% (2015), 0,8% (2016)). Der Ausblick für 2017 (EZB-Prognose: 1,8%) werde nach Ansicht der Analysten hingegen unverändert belassen werden, was der Aussage gleichkomme, dass die Notenbanker das Inflationsziel von "unter, aber nahe 2%" für die Eurozone auf mittlere Frist unter der aktuellen Geldpolitik als erreichbar betrachten würden.
In Schweden werde die Notenbank, die Riksbank, das Zinsniveau wohl ebenfalls heute unverändert bei -0,35% belassen, da die Inflation zwar im Juli etwas angezogen habe, mit -0,1% gg. Vj. aber immer noch im Deflationsbereich liege. Hinzu würden die Abwärtsrisiken für die Teuerungsrate durch fallende Rohstoffpreise und die Stärke der Schwedischen Krone kommen, sodass es nach Ansicht der Analysten noch im 4. Quartal des laufenden Jahres zu einer Senkung der Leitzinsen auf -0,50% kommen werde.
Bei den endgültigen Werten für die Einkaufsmanagerindices (PMI) des Dienstleistungssektors, die heute für Deutschland, Frankreich und die Eurozone bekannt gegeben würden, würden die Analysten keine Revisionen der Werte aus den entsprechenden Schnellschätzungen erwarten. Insgesamt würden die soliden Werte im Dienstleistungssektor für eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung sprechen, jedoch keine Beschleunigung der Wachstumsdynamik im gemeinsamen Währungsraum anzeigen (BIP 2015 HSBCe: 1,3%).
Nachdem der Einkaufsmanagerindex (ISM) für das Verarbeitende Gewerbe in den USA im August zum zweiten Mal in Folge gesunken sei (51,1 Punkte), würden die Analysten im Berichtsmonat auch beim entsprechenden Wert für den Dienstleistungssektor einen Rücksetzer auf 58,2 Punkte erwarten (Juli: 60,3 Punkte). Die schwache globale Konjunkturdynamik und die Aufwertung des handelsgewichteten US-Dollar würden bei den Unternehmen zu weniger optimistischen Einschätzungen hinsichtlich der Geschäftsperspektiven führen, wobei das Verarbeitende Gewerbe stärker von diesen Faktoren als der Dienstleistungssektor betroffen sei. (03.09.2015/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


