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EWU: Nochmaliger Anstieg der Inflationsrate
03.09.18 13:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Das deutsche BIP ist im 2. Quartal 2018 um 0,5% zur Vorperiode gewachsen, so die Analysten von Postbank Research.
Zudem sei der Wert für das 1. Quartal von 0,3% auf 0,4% nach oben korrigiert worden. Das 1. Halbjahr sei damit insgesamt besser gelaufen, als die Analysten zuletzt erwartet hätten. Positive Impulse seien im 2. Quartal aus dem Inland gekommen. Der private Verbrauch habe gegenüber der Vorperiode um 0,3% zugelegt, der Staatskonsum sogar um 0,6%. Die Bruttoanlageinvestitionen seien um 0,5% gesteigert worden. Dabei sei das Plus bei den Ausrüstungsinvestitionen von 0,3% durch den Zuwachs von 0,6% bei den Bauinvestitionen übertroffen worden.
Treibende Kraft bei den Letztgenannten sei in erster Linie der öffentliche Bau gewesen. Im Quartalsvergleich habe dieser um 2,6% zugelegt. Die Vorjahresrate sei dadurch auf stolze 5,8% gestiegen. Anscheinend führe die sich immer weiter verbessernde Finanzlage der öffentlichen Hand inzwischen doch zu einer allmählichen Erhöhung der Investitionen des Staates in die Infrastruktur. In der Summe habe die binnenwirtschaftliche Endnachfrage im Frühjahr deutlich nach oben gezeigt. Hingegen habe der Außenhandel das BIP-Wachstum um 0,4 Prozentpunkte gedämpft, wobei dieser Effekt durch steigende Lagerinvestitionen (+0,4 Prozentpunkte) egalisiert worden sei.
Das EWU-BIP sei im 2. Quartal um 0,4% geklettert und damit im gleichen Ausmaß gesteigert worden wie in der Vorperiode. Damit habe sich, wie im Falle Deutschlands, die Erwartung bestätigt, dass der Aufschwung das Tempo des Vorjahres nicht halten könne. Von einem konjunkturellen Einbruch könne aber überhaupt nicht gesprochen werden.
Auch für den weiteren Jahresverlauf sehe der konjunkturelle Ausblick nach einer zwischenzeitlichen Eintrübung mittlerweile wieder konstruktiv aus. So habe sich die Stabilisierung der EWU-Einkaufsmanagerindices im August fortgesetzt. Sehr positiv habe sich im August der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands entwickelt. Dieser sei deutlich um 2,1 auf 103,8 Punkte gestiegen. Zuversichtlich stimme vor allem der kräftige Sprung bei den Geschäftserwartungen um 3,0 auf 101,2 Punkte. Die Erwartungen würden sich nun wieder in einem Bereich oberhalb des langjährigen Durchschnitts bewegen. Dies lasse darauf schließen, dass die Unternehmensinvestitionen im weiteren Verlauf des Jahres solide gesteigert würden.
Ausschlaggebend für die deutliche Stimmungsverbesserung im August sei wohl die zwischen der EU und den USA getroffene Vereinbarung gewesen, auf die Erhebung weiterer Strafzölle vorläufig zu verzichten und stattdessen sogar Verhandlungen über einen Abbau von Handelsschranken anzustreben. Insbesondere für die deutsche Autoindustrie und damit verbundene Branchen sei dies von sehr hoher Bedeutung.
Infolge der über den Erwartungen liegenden Sentimentindikatoren sei die Zuversicht der Analysten gestiegen, dass sich der Konjunkturaufschwung in Deutschland und in der EWU im 2. Halbjahr in einem ähnlichen bzw. sogar leicht höheren Tempo fortsetze wie in der 1. Jahreshälfte. Die Analysten würden sich daher sehr wohl mit ihren Prognosen für ein BIP-Wachstum in 2018 von 2,0% für Deutschland und von 2,1% für die EWU fühlen und auch die Risiken nicht mehr einseitig auf der Unterseite sehen. Für 2019 würden die Analysten weiterhin mit einer leichten Abschwächung des Zuwachses auf 1,8% in Deutschland und auf 1,7% in der EWU rechnen.
Die EWU-Inflationsrate sei im Juli von 2,0% auf 2,1% gestiegen. Zugleich habe sich die Kerninflationsrate von 0,9% auf 1,1% erhöht. Hier zeichne sich ein leichter Aufwärtstrend ab, wenn auch immer noch auf sehr niedrigem Niveau. Im kommenden Jahr dürfte die Kerninflation bis auf gut 1,5% anziehen. Gleichzeitig sollte sich aber bei weitgehend konstantem Ölpreis der vom Faktor Energie ausgehende Impuls spürbar abschwächen. In der Summe würden die Analysten für 2018 und 2019 weiterhin mit Teuerungsraten von durchschnittlich jeweils 1,7% rechnen. (Ausgabe September 2018) (03.09.2018/alc/a/a)
Zudem sei der Wert für das 1. Quartal von 0,3% auf 0,4% nach oben korrigiert worden. Das 1. Halbjahr sei damit insgesamt besser gelaufen, als die Analysten zuletzt erwartet hätten. Positive Impulse seien im 2. Quartal aus dem Inland gekommen. Der private Verbrauch habe gegenüber der Vorperiode um 0,3% zugelegt, der Staatskonsum sogar um 0,6%. Die Bruttoanlageinvestitionen seien um 0,5% gesteigert worden. Dabei sei das Plus bei den Ausrüstungsinvestitionen von 0,3% durch den Zuwachs von 0,6% bei den Bauinvestitionen übertroffen worden.
Treibende Kraft bei den Letztgenannten sei in erster Linie der öffentliche Bau gewesen. Im Quartalsvergleich habe dieser um 2,6% zugelegt. Die Vorjahresrate sei dadurch auf stolze 5,8% gestiegen. Anscheinend führe die sich immer weiter verbessernde Finanzlage der öffentlichen Hand inzwischen doch zu einer allmählichen Erhöhung der Investitionen des Staates in die Infrastruktur. In der Summe habe die binnenwirtschaftliche Endnachfrage im Frühjahr deutlich nach oben gezeigt. Hingegen habe der Außenhandel das BIP-Wachstum um 0,4 Prozentpunkte gedämpft, wobei dieser Effekt durch steigende Lagerinvestitionen (+0,4 Prozentpunkte) egalisiert worden sei.
Auch für den weiteren Jahresverlauf sehe der konjunkturelle Ausblick nach einer zwischenzeitlichen Eintrübung mittlerweile wieder konstruktiv aus. So habe sich die Stabilisierung der EWU-Einkaufsmanagerindices im August fortgesetzt. Sehr positiv habe sich im August der ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands entwickelt. Dieser sei deutlich um 2,1 auf 103,8 Punkte gestiegen. Zuversichtlich stimme vor allem der kräftige Sprung bei den Geschäftserwartungen um 3,0 auf 101,2 Punkte. Die Erwartungen würden sich nun wieder in einem Bereich oberhalb des langjährigen Durchschnitts bewegen. Dies lasse darauf schließen, dass die Unternehmensinvestitionen im weiteren Verlauf des Jahres solide gesteigert würden.
Ausschlaggebend für die deutliche Stimmungsverbesserung im August sei wohl die zwischen der EU und den USA getroffene Vereinbarung gewesen, auf die Erhebung weiterer Strafzölle vorläufig zu verzichten und stattdessen sogar Verhandlungen über einen Abbau von Handelsschranken anzustreben. Insbesondere für die deutsche Autoindustrie und damit verbundene Branchen sei dies von sehr hoher Bedeutung.
Infolge der über den Erwartungen liegenden Sentimentindikatoren sei die Zuversicht der Analysten gestiegen, dass sich der Konjunkturaufschwung in Deutschland und in der EWU im 2. Halbjahr in einem ähnlichen bzw. sogar leicht höheren Tempo fortsetze wie in der 1. Jahreshälfte. Die Analysten würden sich daher sehr wohl mit ihren Prognosen für ein BIP-Wachstum in 2018 von 2,0% für Deutschland und von 2,1% für die EWU fühlen und auch die Risiken nicht mehr einseitig auf der Unterseite sehen. Für 2019 würden die Analysten weiterhin mit einer leichten Abschwächung des Zuwachses auf 1,8% in Deutschland und auf 1,7% in der EWU rechnen.
Die EWU-Inflationsrate sei im Juli von 2,0% auf 2,1% gestiegen. Zugleich habe sich die Kerninflationsrate von 0,9% auf 1,1% erhöht. Hier zeichne sich ein leichter Aufwärtstrend ab, wenn auch immer noch auf sehr niedrigem Niveau. Im kommenden Jahr dürfte die Kerninflation bis auf gut 1,5% anziehen. Gleichzeitig sollte sich aber bei weitgehend konstantem Ölpreis der vom Faktor Energie ausgehende Impuls spürbar abschwächen. In der Summe würden die Analysten für 2018 und 2019 weiterhin mit Teuerungsraten von durchschnittlich jeweils 1,7% rechnen. (Ausgabe September 2018) (03.09.2018/alc/a/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


