EWU-Inflationsrate geht im Oktober zurück


17.11.17 09:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Mit Veröffentlichung der endgültigen Daten wurde gestern bestätigt, dass die EWU-Inflationsrate im Oktober von 1,5% auf 1,4% gesunken ist, so die Analysten von Postbank Research.

Verantwortlich hierfür sei ein deutlicher und unerwarteter Rückgang der Kerninflationsrate von 1,1% auf 0,9% gewesen, der wiederum aus einer ebenso überraschenden Abschwächung der Teuerung bei Dienstleistungen resultiert habe. Mit den November-Daten werde sich zeigen, ob es sich hierbei lediglich um einen Ausreißer nach unten gehandelt habe oder ob der leichte Aufwärtstrend bei der Kerninflation, der sich zuvor im Laufe dieses Jahres eingestellt habe, schon wieder vorüber sei.

Die US-Industrieproduktion habe im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,9% zugelegt. Im Konsens sei lediglich ein Zuwachs um 0,5% erwartet worden.

Die US-Baubeginne seien im September deutlich von 1.183 auf 1.127 Einheiten in annualisierter Rechnung gesunken, was nicht zuletzt auf aufgeschobene Bauaktivitäten infolge der Hurrikan-Verwüstungen zurückzuführen gewesen sei. Auch die Zahl der Baugenehmigungen sei von 1.272 auf 1.225 Tsd. gesunken. Im Oktober würden die Analysten in beiden Fällen mit einem positiven Rückprall rechnen. Die Zahl der Baubeginne dürfte kräftig auf 1.180 Tsd. Einheiten anziehen, die Zahl der Baugenehmigungen wiederum moderat auf 1.250 Tsd. steigen. Die Lücke, die sich zwischen Baubeginnen und -genehmigungen in den letzten Monaten aufgetan habe, würde sich damit zumindest etwas schließen. Ein Ausbruch aus dem seit dem 2. Halbjahr 2016 etablierten Seitwärtstrend der Bautätigkeit in den USA zeichne sich damit aber weiterhin nicht ab. (17.11.2017/alc/a/a)