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EWU-Inflationsrate im Juni bei 1,2% erwartet
28.06.19 12:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Der von der EU-Kommission veröffentlichte Index für das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum ist im Juni wesentlich stärker abgerutscht als erwartet, so die Analysten von Postbank Research.
Er sei von 105,2 auf 103,3 Punkte gefallen. Der Subindex für die Industrie habe von -2,9 auf -5,6 Punkte nachgegeben. Dies sei das niedrigste Niveau seit September 2013. Diese Entwicklung sei vor allem deshalb enttäuschend, weil der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe eine Stabilisierung signalisiert habe. In der Summe deute das gestrige Stimmungsbild darauf hin, dass die konjunkturelle Durststrecke des Euroraums so bald nicht überwunden werde.
Gestern sei bestätigt worden, dass das US-BIP im ersten Quartal 2019 gegenüber der Vorperiode mit einer annualisierten Rate von 3,1% gewachsen sei.
Die deutsche Inflationsrate sei im Juni entgegen den Markterwartungen von 1,4% auf 1,6% gestiegen. Dabei habe der von der Energieseite kommende Aufwärtsdruck auf das Preisniveau nachgelassen. Energie habe sich im Vorjahresvergleich nur noch um 2,2% nach noch 4,2% im Mai verteuert. Dagegen habe sich die Teuerungsrate bei Dienstleistungen von 1,2% auf 2,2% beschleunigt. Einen wesentlichen Anteil hieran hätten wieder einmal Pauschalreisen. Dies dürfte mit den Pfingstferien in einigen Bundesländern zusammenhängen, die in diesem Jahr im Juni gelegen hätten, 2018 hingegen im Mai.
Preisdaten aus einigen anderen EWU-Ländern würden darauf hindeuten, dass es sich bei der Beschleunigung der Inflation im Juni um eine deutsche Sonderentwicklung handeln könnte. Die Analysten würden daher weiterhin damit rechnen, dass die heute zur Veröffentlichung anstehende EWU-Inflationsrate im Juni bei 1,2% verharre. Die Wahrscheinlichkeit eines leichten Anstiegs sei aber gestiegen, da die sich nunmehr abzeichnende Zunahme der Kerninflationsrate durch eine rückläufige Preissteigerung beim Faktor Energie möglicherweise nicht vollständig ausgeglichen werde. (28.06.2019/alc/a/a)
Er sei von 105,2 auf 103,3 Punkte gefallen. Der Subindex für die Industrie habe von -2,9 auf -5,6 Punkte nachgegeben. Dies sei das niedrigste Niveau seit September 2013. Diese Entwicklung sei vor allem deshalb enttäuschend, weil der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe eine Stabilisierung signalisiert habe. In der Summe deute das gestrige Stimmungsbild darauf hin, dass die konjunkturelle Durststrecke des Euroraums so bald nicht überwunden werde.
Die deutsche Inflationsrate sei im Juni entgegen den Markterwartungen von 1,4% auf 1,6% gestiegen. Dabei habe der von der Energieseite kommende Aufwärtsdruck auf das Preisniveau nachgelassen. Energie habe sich im Vorjahresvergleich nur noch um 2,2% nach noch 4,2% im Mai verteuert. Dagegen habe sich die Teuerungsrate bei Dienstleistungen von 1,2% auf 2,2% beschleunigt. Einen wesentlichen Anteil hieran hätten wieder einmal Pauschalreisen. Dies dürfte mit den Pfingstferien in einigen Bundesländern zusammenhängen, die in diesem Jahr im Juni gelegen hätten, 2018 hingegen im Mai.
Preisdaten aus einigen anderen EWU-Ländern würden darauf hindeuten, dass es sich bei der Beschleunigung der Inflation im Juni um eine deutsche Sonderentwicklung handeln könnte. Die Analysten würden daher weiterhin damit rechnen, dass die heute zur Veröffentlichung anstehende EWU-Inflationsrate im Juni bei 1,2% verharre. Die Wahrscheinlichkeit eines leichten Anstiegs sei aber gestiegen, da die sich nunmehr abzeichnende Zunahme der Kerninflationsrate durch eine rückläufige Preissteigerung beim Faktor Energie möglicherweise nicht vollständig ausgeglichen werde. (28.06.2019/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


