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EWU-Inflationsrate im Februar auf höchstem Niveau seit gut vier Jahren
03.03.17 09:45
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die EWU-Inflationsrate ist im Februar vorläufigen Angaben zufolge von 1,8% auf 2,0% gestiegen und erreichte damit ihr höchstes Niveau seit gut vier Jahren, so die Analysten von Postbank Research.
Der Anstieg sei vor allem auf das Konto der Energiepreise gegangen, die im Vorjahresvergleich um 9,2% zugelegt hätten, nach 8,1% im Januar. Ein spürbarer Aufwärtsimpuls sei aber auch von den Nahrungsmitteln gekommen, die sich gegenüber Februar 2016 um 2,5% verteuert hätten. Dagegen seien die Preise von Industriegütern ohne Energie im Vorjahresvergleich lediglich um 0,2% gestiegen, die Preise von Dienstleistungen um 1,3%. In der Folge habe die Kerninflationsrate bei niedrigen 0,9% verharrt.
In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsrate mit dem Auslaufen der Basiseffekte aus der Ölpreisentwicklung wieder etwas nachgeben. Gleichzeitig gehen die Analysten von Postbank Research aber davon aus, dass die Kerninflation schrittweise steige. Hierfür spreche ihrer Einschätzung nach die Entwicklung auf den Vorstufen der Verbraucherpreise. So seien die deutschen Importpreise im Januar im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 6,0% gestiegen. Ohne die Energiekomponente habe die Steigerung immerhin bei 2,5% gelegen.
Auf dem Weg nach oben befänden sich auch die EWU-Erzeugerpreise. Diese hätten im Januar um 3,5% über Vorjahr gelegen, ohne Energie habe sich die Teuerung auf 1,5% belaufen. Noch im vergangenen Oktober hätten die genannten Raten unter oder maximal auf der Nulllinie gelegen. Es baue sich somit allmählich Druck in der Preispipeline auf, der über kurz oder lang die Kerninflation nach oben treiben sollte.
Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien in der vergangenen Woche überraschenderweise von 242 auf 223 Tsd. gesunken. Dies sei der niedrigste Wert seit 44 Jahren. Der US-Arbeitsmarkt erweise sich damit weiterhin als äußerst robust.
In den USA werde heute der ISM-Serviceindex für Februar bekannt gegeben. Die Analysten von Postbank Research rechnen mit einem leichten Rückgang auf 56,3 Punkte, womit der Indikator aber weiterhin auf ein solides Wachstum im Dienstleistungssektor hindeuten würde. Hinsichtlich der Serviceindices für Deutschland und die EWU dürften die vorläufig gemeldeten Werte bestätigt werden.
Am Abend spreche die Präsidentin der US-Notenbank, Janet Yellen. Angesichts der in der übernächsten Woche stattfindenden FOMC-Sitzung und der zuletzt stark gestiegenen Erwartungen, dass dann bereits die nächste Leitzinserhöhung beschlossen werden könnte, werde wohl jedes Wort Yellens auf potenzielle Hinweise hinsichtlich des zukünftigen geldpolitischen Kurses abgeklopft werden. Die Analysten von Postbank Research gehen allerdings davon aus, dass die FED-Präsidentin eine klare Positionierung vermeiden wird, um dem Gremium alle Optionen offenzuhalten. (03.03.2017/alc/a/a)
Der Anstieg sei vor allem auf das Konto der Energiepreise gegangen, die im Vorjahresvergleich um 9,2% zugelegt hätten, nach 8,1% im Januar. Ein spürbarer Aufwärtsimpuls sei aber auch von den Nahrungsmitteln gekommen, die sich gegenüber Februar 2016 um 2,5% verteuert hätten. Dagegen seien die Preise von Industriegütern ohne Energie im Vorjahresvergleich lediglich um 0,2% gestiegen, die Preise von Dienstleistungen um 1,3%. In der Folge habe die Kerninflationsrate bei niedrigen 0,9% verharrt.
In den kommenden Monaten dürfte die Inflationsrate mit dem Auslaufen der Basiseffekte aus der Ölpreisentwicklung wieder etwas nachgeben. Gleichzeitig gehen die Analysten von Postbank Research aber davon aus, dass die Kerninflation schrittweise steige. Hierfür spreche ihrer Einschätzung nach die Entwicklung auf den Vorstufen der Verbraucherpreise. So seien die deutschen Importpreise im Januar im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 6,0% gestiegen. Ohne die Energiekomponente habe die Steigerung immerhin bei 2,5% gelegen.
Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien in der vergangenen Woche überraschenderweise von 242 auf 223 Tsd. gesunken. Dies sei der niedrigste Wert seit 44 Jahren. Der US-Arbeitsmarkt erweise sich damit weiterhin als äußerst robust.
In den USA werde heute der ISM-Serviceindex für Februar bekannt gegeben. Die Analysten von Postbank Research rechnen mit einem leichten Rückgang auf 56,3 Punkte, womit der Indikator aber weiterhin auf ein solides Wachstum im Dienstleistungssektor hindeuten würde. Hinsichtlich der Serviceindices für Deutschland und die EWU dürften die vorläufig gemeldeten Werte bestätigt werden.
Am Abend spreche die Präsidentin der US-Notenbank, Janet Yellen. Angesichts der in der übernächsten Woche stattfindenden FOMC-Sitzung und der zuletzt stark gestiegenen Erwartungen, dass dann bereits die nächste Leitzinserhöhung beschlossen werden könnte, werde wohl jedes Wort Yellens auf potenzielle Hinweise hinsichtlich des zukünftigen geldpolitischen Kurses abgeklopft werden. Die Analysten von Postbank Research gehen allerdings davon aus, dass die FED-Präsidentin eine klare Positionierung vermeiden wird, um dem Gremium alle Optionen offenzuhalten. (03.03.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


