EWU-Inflation und US-Arbeitsmarktbericht im Fokus


02.05.25 09:21
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zum Ende der Woche steht in der Eurozone die Schnellschätzung der Verbraucherpreise im Fokus, so die Analysten der Helaba.

Die Vorgaben in den großen Euroländern würden auf eine leicht sinkende Jahresteuerungsrate schließen lassen. Dabei scheine die Konsensschätzung von +2,1% Vj. realistisch zu sein, sodass die Zahlen wohl kaum Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen würden. Der disinflationäre Trend und die gedämpften Inflationserwartungen stünden einer weiteren Lockerung der EZB-Geldpolitik wohl nicht im Wege.

Highlight des Tages sei aber zweifelsohne der Arbeitsmarktbericht in den USA. Dieser könne die Zinserwartungen und das Marktgeschehen beeinflussen, da die US-Notenbank dazu verpflichtet sei, neben dem Ziel der Preisniveaustabilität auch für eine maximale Beschäftigung zu sorgen. Hinweise auf eine merkliche Abschwächung des Beschäftigungsaufbaus gebe es vonseiten der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe nicht. Diese lägen mit Werten um 230 Tsd. auf einem historisch gesehen niedrigen Niveau. Allerdings habe der ADP-Report ein Beschäftigungszuwachs in der Privatwirtschaft in Höhe von "nur" 62 Tsd. aufgewiesen. Vor diesem Hintergrund sollten die Erwartungen für die Nonfarm Payrolls nicht zu hochgesteckt werden. Zu erwähnen seien auch die Lohnsteigerungen, deren Dynamik sich bis zuletzt nur geringfügig abgeschwächt habe.

Insgesamt werde der Arbeitsmarktbericht wohl nicht zu einer Forcierung der Konjunktursorgen beitragen, und die US-Notenbank sollte daher nicht unter Druck kommen, die Zinsen schnell zu senken. Unabhängig davon würden Marktteilnehmer im Jahresverlauf fest mit einer Lockerung der Geldpolitik rechnen. Bis zum Ende dieses Jahres seien drei Zinssenkungen von jeweils 25 Bp. vollständig eingepreist. (02.05.2025/alc/a/a)