EWU: Deutlicher Anstieg der Inflationsrate


18.05.17 11:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die EWU-Verbraucherpreise sind im April um 0,4% gegenüber dem Vormonat gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Die Inflationsrate habe von 1,5% im März auf 1,9% angezogen. Die Kerninflationsrate habe im April einen Sprung von 0,7% auf 1,2% gemacht. Damit habe Eurostat gestern die vorläufig gemeldeten Werte bestätigt. Einen wesentlichen Anteil an dem deutlichen Anstieg der Inflationsrate hätten die Preise für Dienstleistungen gehabt. Habe deren Teuerungsrate im März noch bei niedrigen 1,0% gelegen, so sei sie im April auf 1,8% geschnellt. Ursächlich hierfür sei vor allem die Lage des Osterfestes gewesen, mit dem immer temporäre Teuerungsschübe verbunden seien. Durch den späten Termin in diesem Jahr sei die tatsächliche Preisdynamik im April überzeichnet worden, so wie sie durch die März-Daten unterzeichnet worden sei. Die Wahrheit liege bei der Inflationsrate, der Kerninflationsrate und bei der Teuerungsrate für Dienstleistungen in der Mitte.

Das japanische BIP sei zum Jahresauftakt 2017 in realer Rechnung um 0,5% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Das BIP-Wachstum habe sich damit im Vergleich zum Schlussquartal 2016 (+0,3%) beschleunigt. Im Vorfeld sei lediglich ein Plus in Höhe von 0,4% erwartet worden.

Im weiteren Tagesverlauf stünden noch einige US-Konjunkturdaten aus der zweiten Reihe zur Veröffentlichung an. Bei den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe rechne der Markt mit einem leichten Anstieg um 4 auf 240 Tsd. Hinsichtlich des Philadelphia Fed Indexes für das Verarbeitende Gewerbe der Region für Mai werde mit einem Rückgang auf 18,5 Punkte gerechnet. Dies würde immer noch auf ein solides Wachstum hindeuten. Der Index der US-Frühindikatoren für April sollte mit einem Anstieg um 0,4% gegenüber dem Vormonat die Erwartung untermauern, dass die US-Wirtschaft in der näheren Zukunft in einem ordentlichen Tempo wachsen dürfte. (18.05.2017/alc/a/a)