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EU-Gipfel mildert den Druck auf die EZB nicht wirklich
21.10.22 10:21
Merck Finck
München (www.anleihencheck.de) - Beim EU-Gipfel in Brüssel liegen viele Maßnahmen zur Bekämpfung der Gaskrise auf dem Tisch. "Der angeregte temporäre dynamische Gaspreiskorridor mildert - genauso wie die anderen EU-Vorhaben - den Druck auf die EZB nicht wirklich", so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.
Er rechne daher bei der Sitzung am kommenden Donnerstag nicht nur mit einem weiteren Leitzinsschritt um 75 Basispunkte auf dann 2,0% - sondern auch mit einem weiter sehr entschlossenen Tonfall in Sachen einer anhaltend restriktiven Geldpolitik. Greil: "Der EZB dürfte angesichts des sogar vorerst wohl noch zunehmenden Inflationsdrucks in der Eurozone gar nichts anderes übrig bleiben, als voll auf der Bremse zu bleiben." Jedoch rechne Greil Anfang 2023 angesichts der dann wohl klar sichtbaren Rezession damit, dass die Notenbank dann etwas vorsichtiger agieren werde.
Kommende Woche würden gleich am Montag die vorläufigen Einkaufsmanagerindices für Europa, die USA und Japan publiziert, gefolgt vom deutschen ifo-Geschäftsklima am Dienstag und dem GfK-Verbrauchervertrauen am Donnerstag. In Deutschland würden dann am Freitag das vorläufige Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal sowie die vorläufigen Inflationszahlen für Oktober die Woche abschließen. Hinzu komme am Freitag noch das Wirtschaftsvertrauen für den gesamten Euroraum.
Auch in den USA sei der Datenkalender prall gefüllt: Neben zahlreichen Immobilienmarktdaten stünden am Dienstag das Verbrauchervertrauen für Oktober auf der Agenda, am Donnerstag Auftragszahlen der Industrie sowie das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal und am Freitag noch Kerninflationsdaten. Und schließlich dürfte China seine eigentlich für letzten Dienstag angekündigten, dann aber verschobenen Zahlen zur Wirtschaftsleistung im dritten Quartal sowie zur Industrie- und Einzelhandelsaktivität im September nächste Woche nachholen. (21.10.2022/alc/a/a)
Er rechne daher bei der Sitzung am kommenden Donnerstag nicht nur mit einem weiteren Leitzinsschritt um 75 Basispunkte auf dann 2,0% - sondern auch mit einem weiter sehr entschlossenen Tonfall in Sachen einer anhaltend restriktiven Geldpolitik. Greil: "Der EZB dürfte angesichts des sogar vorerst wohl noch zunehmenden Inflationsdrucks in der Eurozone gar nichts anderes übrig bleiben, als voll auf der Bremse zu bleiben." Jedoch rechne Greil Anfang 2023 angesichts der dann wohl klar sichtbaren Rezession damit, dass die Notenbank dann etwas vorsichtiger agieren werde.
Kommende Woche würden gleich am Montag die vorläufigen Einkaufsmanagerindices für Europa, die USA und Japan publiziert, gefolgt vom deutschen ifo-Geschäftsklima am Dienstag und dem GfK-Verbrauchervertrauen am Donnerstag. In Deutschland würden dann am Freitag das vorläufige Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal sowie die vorläufigen Inflationszahlen für Oktober die Woche abschließen. Hinzu komme am Freitag noch das Wirtschaftsvertrauen für den gesamten Euroraum.
Auch in den USA sei der Datenkalender prall gefüllt: Neben zahlreichen Immobilienmarktdaten stünden am Dienstag das Verbrauchervertrauen für Oktober auf der Agenda, am Donnerstag Auftragszahlen der Industrie sowie das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal und am Freitag noch Kerninflationsdaten. Und schließlich dürfte China seine eigentlich für letzten Dienstag angekündigten, dann aber verschobenen Zahlen zur Wirtschaftsleistung im dritten Quartal sowie zur Industrie- und Einzelhandelsaktivität im September nächste Woche nachholen. (21.10.2022/alc/a/a)


