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EM-Anleihen: Das Schlimmste scheint überstanden
01.10.13 16:58
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Im 2.Quartal gerieten viele Schwellenländerwährungen massiv unter Druck, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "bondreport" zu den globalen Anleihemärkten.
In Staaten wie Indien oder Indonesien hätten sich auf diese Weise in den zurückliegenden Monaten regelrechte Negativspiralen entwickelt: Kapitalabflüsse aus Aktien- und Anleihemärkten dieser Länder hätten zu fallenden Währungen geführt, die wiederum weitere Aktien- und Anleiheverkäufe ausländischer Investoren nach sich gezogen und damit weitere Kapitalabflüsse und abermals schwächere Währungen generiert hätten. Das angekündigte "tapering" der US-Notenbank und steigende US-Anleiherenditen seien vielfach als ein Hauptgrund genannt worden. Das dürfte aber für den scharfen Einbruch bei Währungen und Aktienmärkten der Schwellenländer nicht ursächlich verantwortlich sein, sondern es sei wohl allenfalls Auslöser für eine überfällige Korrektur gewesen.
In den letzten Jahren "entdeckten" immer mehr Anleger in der weltweiten "Jagd nach Rendite" die Assetklasse "Emerging Markets-Fremdwährungsanleihen" für sich - ohne sich immer über die damit verbundenen Wechselkursrisiken im Klaren zu sein, so die Experten von Raiffeisen Capital Management. Insofern lasse sich der Korrektur und der damit verbundenen Marktbereinigung durchaus auch etwas Positives abgewinnen.
Die Gründe für die Währungsschwäche seien jedenfalls zumeist hausgemacht. Besonders stark betroffen seien Länder mit chronischen Leistungsbilanzdefiziten gewesen. Hinzu seien die nachlassende Wirtschaftsdynamik vieler Schwellenländer, eine oft rückläufige Profitabilität ihrer Unternehmen und eine vielfach zu beobachtende Überhitzung bei der Kreditvergabe in den vergangenen Jahren gekommen.
Allerdings gebe es auch wieder vermehrt Lichtblicke in Form von verbesserten Konjunkturdaten in den USA, in der Eurozone und zuletzt auch in China. Ebenso sei positiv herauszustellen, dass derzeit wohl keine neue "Asienkrise" à la 1997/1998 drohe. Die meisten Schwellenländer dürften in der Lage sein, ihre Währungen nach und nach zu stabilisieren. Auch die Kapitalflüsse aus dem Ausland hätten zuletzt bereits wieder ins Positive zu drehen begonnen.
Bei den Renditeaufschlägen hätten EM-Anleihen gegenüber Anleihen aus den entwickelten Industrienationen bereits wieder recht hohe Niveaus erreicht, die sich in der Nähe zu denen des Jahres 2009 bewegen würden. Diese Risikoaufschläge sind relativ durchaus als langfristig attraktiv zu bezeichnen und auch bei den Währungen sollte das Schlimmste hinter uns liegen, so die Experten von Raiffeisen Capital Management. (Ausgabe Oktober 2013) (01.10.2013/alc/a/a)
In Staaten wie Indien oder Indonesien hätten sich auf diese Weise in den zurückliegenden Monaten regelrechte Negativspiralen entwickelt: Kapitalabflüsse aus Aktien- und Anleihemärkten dieser Länder hätten zu fallenden Währungen geführt, die wiederum weitere Aktien- und Anleiheverkäufe ausländischer Investoren nach sich gezogen und damit weitere Kapitalabflüsse und abermals schwächere Währungen generiert hätten. Das angekündigte "tapering" der US-Notenbank und steigende US-Anleiherenditen seien vielfach als ein Hauptgrund genannt worden. Das dürfte aber für den scharfen Einbruch bei Währungen und Aktienmärkten der Schwellenländer nicht ursächlich verantwortlich sein, sondern es sei wohl allenfalls Auslöser für eine überfällige Korrektur gewesen.
Die Gründe für die Währungsschwäche seien jedenfalls zumeist hausgemacht. Besonders stark betroffen seien Länder mit chronischen Leistungsbilanzdefiziten gewesen. Hinzu seien die nachlassende Wirtschaftsdynamik vieler Schwellenländer, eine oft rückläufige Profitabilität ihrer Unternehmen und eine vielfach zu beobachtende Überhitzung bei der Kreditvergabe in den vergangenen Jahren gekommen.
Allerdings gebe es auch wieder vermehrt Lichtblicke in Form von verbesserten Konjunkturdaten in den USA, in der Eurozone und zuletzt auch in China. Ebenso sei positiv herauszustellen, dass derzeit wohl keine neue "Asienkrise" à la 1997/1998 drohe. Die meisten Schwellenländer dürften in der Lage sein, ihre Währungen nach und nach zu stabilisieren. Auch die Kapitalflüsse aus dem Ausland hätten zuletzt bereits wieder ins Positive zu drehen begonnen.
Bei den Renditeaufschlägen hätten EM-Anleihen gegenüber Anleihen aus den entwickelten Industrienationen bereits wieder recht hohe Niveaus erreicht, die sich in der Nähe zu denen des Jahres 2009 bewegen würden. Diese Risikoaufschläge sind relativ durchaus als langfristig attraktiv zu bezeichnen und auch bei den Währungen sollte das Schlimmste hinter uns liegen, so die Experten von Raiffeisen Capital Management. (Ausgabe Oktober 2013) (01.10.2013/alc/a/a)


