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Durch Draghis Brille betrachtet
06.05.16 11:41
Baader Bank
Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Es ist zwar noch lange hin, aber nach der Sommerpause des Deutschen Bundestages will der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die Gelegenheit nutzen, den deutschen Politikern die Beweggründe seiner aktuellen Geldpolitik näher zu erläutern, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.
Dabei werde er sicherlich darauf verweisen, dass jeder Investor für die Rentabilität seiner Vermögensanlage selbst verantwortlich sei und es nicht Aufgabe der Notenbanken sei, die Zinsen auf hohem Niveau zu halten. Vielmehr richte sich der aktuelle Zins für relativ sichere Investments nach der Inflationsrate, und diese wiederum rechtfertige das aktuelle Renditeniveau.
Obwohl Stopp nicht zu den Befürwortern der europäischen Notenbankpolitik gehöre, könne er diese Sichtweise zumindest im Grundsatz akzeptieren. Auch Draghis Schlussfolgerung, dass die Zinsen erst dann wieder ansteigen würden, wenn die Wirtschaft stärker wachse, sei logisch und nachvollziehbar. Doch der Einwand, dass die EZB mit ihrer Geldpolitik reformunwillige Staaten "salonfähig" mache, sei nicht von der Hand zu weisen. Das scheine inzwischen sogar Mario Draghi erkannt zu haben. Und so fordere er die Regierungen der Eurostaaten bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf, die Sanierung ihrer Haushalte voranzutreiben. Die niedrigen Zinsen würden den Politikern dazu den Spielraum geben, den sie allerdings nur unzureichend nutzen würden. Es gehöre aber auch nicht zu den Aufgaben der Notenbanker, solche Maßnahmen zu diktieren.
Seit Gründung der EZB werde immer wieder ihre Unabhängigkeit betont, weshalb auch umgekehrt eine Einmischung der Banker in haushaltspolitische Belange nicht vermittelbar wäre. Aus diesem Grund hätten auch nur die Vertreter der Mitgliedsstaaten darüber zu entscheiden, wer zum Club der Eurostaaten gehören dürfe. Im Falle Griechenlands werde diese Entscheidung bereits seit Jahren mit kurzfristigen Durchhalteparolen in die Zukunft verschoben, was wiederum neben der Flüchtlingsproblematik für den schwebenden Zustand der Europäischen Union mit verantwortlich sei.
In den kommenden Wochen werde viel die Zukunft Europas betreffend zu entscheiden sein. Die in unregelmäßigen Zeitabständen auftauchenden, aber unterschwellig immer präsenten Themen wie Griechenland, Portugal und die alles überschattende Brexit-Entscheidung würden an den Finanzmärkten nicht nur in den nächsten Monaten für dicke Luft sorgen. Niemand vermöge die Reaktionen vor dem Referendum in Großbritannien vorherzusagen und auch im Anschluss erscheine alles möglich. Somit seien die Vertreter der europäischen Notenbanken gut beraten, die Finanzmärkte nicht mit überhasteten Aktionen zu verunsichern, sondern eine Politik der "ruhigen Hand" zu praktizieren.
Fakt sei: Für die meisten Währungen habe der Leitzins seine Steuerungsfunktion verloren. Dennoch mute es seltsam an, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar langsam aber stetig an Boden gewinne. Immerhin bewege sich die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im Minusbereich, während die US-Notenbank FED am 17. Dezember 2015 das erste Mal seit fast zehn Jahren die Zinsen in Erwartung weiterer Zinsanpassungen angehoben habe. Dennoch sei der Euro seitdem von 1,09 USD auf 1,16 USD gestiegen. Nach der reinen Lehre wäre eine gegenteilige Entwicklung zu erwarten gewesen.
Liege es an der Enttäuschung der Investoren, die nach dem Zinsschritt der FED vom Dezember in kurzen Intervallen weitere erwartet hätten? Lasse die FED sie zunächst mit vier Aufwärtsschritten in diesem Jahr rechnen, gehe sie nun allenfalls von insgesamt zwei aus. Parallelen bei der Devisenkurs-Entwicklung seien in Japan festzustellen, wo die Bank of Japan den Leitzins unter die Nulllinie gedrückt habe und der JPY gegenüber dem US-Dollar ebenfalls zugelegt habe. Ähnliches sei bei der Norwegischen Krone zu beobachten. Seit die Zentralbank in Oslo am 17. März den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,5% abgesenkt habe, sei die NOK wertvoller geworden.
Man könnte geradezu meinen, die alten Regeln seien außer Kraft gesetzt. Vielleicht seien die Kursgewinne der Währungen, deren Notenbanken mit Minuszinsen aufwarten würden, ja auch nur ein Strohfeuer, dem eine rasche Trendumkehr folgen könnte. Es könnte aber auch eine Art Burgfrieden der internationalen Notenbanker, die auch in ihrer Wortwahl extrem vorsichtig agieren würden, sein, um einen Währungskrieg, der etwa in einem Abwertungswettlauf durch Minuszinsen gipfeln könnte, möglichst zu vermeiden. Am Ende dürfte es von allem ein bisschen sein.
Es knirsche wieder im Gebälk der Europäischen Union. Die Ursachen seien natürlich auch weiterhin in Griechenland verankert, aber auch die überhöhten Staatsdefizite in Spanien und Portugal würden Sorgen bereiten. Weil die Neuverschuldung der Regierung in Lissabon mit 4,4% im vergangenen Jahr über der vereinbarten Höchstgrenze gelegen habe, würden dem Land nun Sanktionen seitens der EU drohen. In diesem Zusammenhang seien Stimmen laut geworden, welche die Kommission auffordern würden, Geldstrafen zu erheben, sofern sie im laufenden Defizitverfahren nicht ihre Glaubwürdigkeit riskieren wolle. Am Bondmarkt hätten portugiesische Staatsanleihen dennoch über ihren Zwölfmonatstiefs notiert, was ein bis 4/2021 laufender Titel (ISIN PTOTEYOE0007 / WKN A0DY6V) zeige, der mit ca. 1,84% rentiere.
Massiven Druck bekomme auch Spanien zu spüren. Anstatt in diesem Jahr die Maastrichter Defizitgrenze von 3% einzuhalten, erwarte Brüssel 3,9% Neuverschuldung. Nachdem in Spanien die Frist zur Regierungsbildung abgelaufen sei, stünden am 26. Juni Neuwahlen an. Ministerpräsident Rajoy von der konservativen Volkspartei sei seitdem nur geschäftsführend im Amt. Anleger würden sich vor diesem Hintergrund abwartend verhalten, was eher für vorsichtigen Optimismus spreche. Eine spanische Staatsanleihe mit Fälligkeit 7/2021 (ISIN ES00000128B8 / WKN A18YPG) habe gestern mit 101,06% knapp unter dem Jahreshoch notiert. Die Rendite liege bei ca. 0,54%.
Und dann wäre da noch Frankreich. Für das nächste Jahr habe sich Paris fest vorgenommen, aus dem Club der Defizitsünder auszutreten. Bisher gehe Brüssel noch von einem Defizit von 3,2% aus. Dass Frankreich das Ziel von 3,0% Neuverschuldung erreiche, werde aber als machbar angesehen. Defizitsündern in der Eurozone würden formal zwar hohe Geldstrafen drohen, welche aber bisher in der Praxis nie verhängt worden seien. Ein fataler Fehler, den es zu korrigieren gelte. Ansonsten bleibe nur die kleine Freude, dass die Defizite in der Eurozone tatsächlich rückläufig seien.
Ein portugiesisches Gericht habe der Nationalbank Portugals zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Demnach dürfe die Notenbank Anleihen ("Senior Bonds") der angeschlagenen Novo Banco - im Wert von rund 2 Mrd. Euro - nicht in eine Bad Bank auslagern. Dadurch wäre ein so genannter "bail-in" eingefädelt worden, bei dem Anleger direkt zur Kasse gebeten würden. Sie würden vermutlich nur eine einstellige Quote ihres Investments zurückbekommen. Doch die Portugiesische Zentralbank wolle laut Financial Times die einstweilige Verfügung des Lissabonner Gerichtes, die auf Antrag von Merrill Lynch zustande gekommen sei, umgehend anfechten.
Die Problembank Novo Banco sei aus dem überlebensfähigen Teil der früheren Banco Espirito Santo (BES) hervorgegangen. Das einst zweitgrößte Bankhaus des Landes sei mit Staatsgeldern in Höhe von 5 Mrd. Euro aufgepäppelt worden, um nicht unter der Schuldenlast zusammenzubrechen, welche die Gründerfamilie hinterlassen habe.
Zum 01.01.2017 solle der Garantiezins für Lebensversicherungen von derzeit 1,25% auf 0,9% sinken. So habe es das Bundesfinanzministerium als erneute Reaktion auf die anhaltende Niedrigzinsphase vorgeschlagen, was wiederum vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) als zu weitgehend kritisiert worden sei. Man möge darüber streiten, ob der Schritt zu heftig ausgefallen sei, zumal die Lebensversicherer 2015 bei der Neuanlage im Branchenschnitt eine deutlich über dem Höchstrechnungszins liegende Verzinsung von mehr als 2% erzielt hätten. Auch Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten halte die geplante Senkung des Höchstrechnungszinses für falsch. Dies schwäche die Garantien, ohne dass die Unternehmen nachhaltig entlastet würden, habe er gesagt.
Fest stehe, dass die Branche schon seit längerer Zeit insbesondere wegen der Niedrigzinsen unter Druck stehe. Nach einem Minus beim Neugeschäft von 3% in 2015 rechne der GDV auch für das laufende Jahr mit einem Rückgang. Was dabei der Branche vor allem Kummer bereite, sei die so genannte Zinszusatzreserve. Um die hohen Garantien für Altkunden in der Niedrigzinsphase abzusichern, müssten die Versicherer einen Finanzpuffer aufbauen. Nach Berechnungen der Assekurata Rating-Agentur hätten so seit dem Jahr 2011 mehr als 30 Mrd. Euro an Rückstellungen gebildet werden müssen. Zusätzliche 12 Mrd. Euro kämen in diesem Jahr hinzu.
Die Versicherer würden das Geld der Versicherten vor allem in Anleihen mit guter Bonität anlegen. Doch jährlich würden Papiere endfällig, und die neuen Anlagen würden weniger Zinsen abwerfen. Daher falle es den Versicherern zunehmend schwerer, die Garantien zu bedienen. Als Reaktion darauf würden die Versicherer immer mehr davon abrücken, klassische Garantieverträge anzubieten. Stattdessen würden sie den Kunden neue Tarife mit höherer Rendite verkaufen - aber eben auch mit eingeschränkter oder fehlender Garantie. Nur noch 10% hätten eine klassische Lebensversicherung gewählt, erkläre die Allianz Deutschland. Damit nehme die Bedeutung der Garantieverzinsung von Lebensversicherungen am Markt ohnehin ab.
Dass dies aber nicht nur ein europäisches Problem sei, sei deutlich geworden, als in dieser Woche AIG, eine internationale Versicherungsorganisation für das erste Quartal des Jahres ein Minus von 183 Mio. USD (ggü. 250 Mio. USD im Vorjahreszeitraum) bekannt gegeben habe. Der Rückgang werde mit fallenden Renditen und fehlenden Prämieneinnahmen erklärt.
Erster am Ende der Qualifikation und somit das Rennen von einem Startplatz ganz vorne im Feld anzuführen, sei der Traum eines jeden Rennfahrers. Das sei Daimler bestens aus der Formel 1 bekannt. Nun habe dem baden-württembergischen Autobauer auch mit drei neuen Anleihen die Pole-Position am Primärmarkt geglückt.
Das Unternehmen habe ein Gesamtvolumen von insgesamt 3,25 Mrd. Euro refinanziert. Bei der ersten Tranche (ISIN DE000A169NA6 / WKN A169NA) handle es sich um eine 1,25 Mrd. Euro schwere Anleihe mit Fälligkeit am 11.05.2020 und einer jährlichen Verzinsung von 0,25%. Das Papier sei mit 99,607% und somit +40 bps über Mid Swap gepreist worden. Der zweite Bond im Bunde (ISIN DE000A169NB4 / WKN A169NB) habe ein Emissionsvolumen von 750 Mio. Euro. Die jährliche Verzinsung betrage 0,75% bis zum Laufzeitende am 11.05.2023. Das Pricing sei mit +53 bps über Mid Swap erfolgt und somit habe der Ausgabepreis bei 99,783% gelegen. Komplettiert werde das Ganze durch eine 1,25 Mrd. Euro große Emission (ISIN DE000A169NC2 / WKN A169NC) mit 1,375% jährlicher Nominalverzinsung bis zur Fälligkeit am 11.05.2028. Der Reoffer habe bei 99,594% und somit +65 bps über Mid Swap gelegen. Daimler habe sich bei allen drei Bonds für die "Privatanleger-freundliche" Mindestanlagesumme von 1.000 Euro entschieden.
Ebenso am Markt aktiv sei der US-amerikanische Tabakhersteller Philip Morris gewesen und habe eine 20-jährige Anleihe (ISIN XS1408421763 / WKN A1806T) im Volumen von 500 Mio. Euro aufgelegt. Der Anleger erhalte eine jährliche Verzinsung bis zum Laufzeitende am 9.05.2036 in Höhe von 2%. Der Bond sei mit +90bps über Mid Swap gepreist und somit zu 99,56% begeben worden. Der Emittent habe sich ein optionales Kündigungsrecht (Make-Whole-Option) festschreiben lassen und für die kleinste handelbare Einheit von 100.000 Euro entschieden.
Immer wenn man denke, es gehe nicht mehr, komme von irgendwo eine Meldung her und bringe das ganze Gedankenkonstrukt zum Einsturz. So sei es auch wieder in dieser Handelswoche geschehen. Habe man zu Beginn noch den Eindruck, dass sich endlich mal die Bären durchsetzen könnten, so hätten dies u.a. die weltweit "verschnupften" Aktionäre zunichte gemacht. Infolgedessen sei das Sorgenbarometer von 161,57% um mehr als 1,5 Prozentpunkte auf in der Spitze 163,12% gestiegen. Unterstützt worden sei dieser Reversal-Trend, der nicht wirklich habe überraschen können, auch von den jüngsten Meldungen zu Griechenland, Portugal sowie der Entwicklung an den Devisenmärkten und bei den Rohölpreisen.
Doch noch sei nicht aller Tage Abend. Die erste nennenswerte Widerstandslinie verlaufe bei ca. 163,20% (mehrere Tiefs Mitte April). Erst nach einer nachhaltigen Überwindung wäre der Weg auf die psychologisch wichtige Marke bei 164% frei. Um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein, sollte man aber auch die gegenteilige Marktentwicklung mit ins Kalkül ziehen. Einem schwachen Fangnetz vergleichbar verlaufe eine erste Unterstützungslinie bei ca. 162,40%, bevor das Tief vom 10. März (Draghi-Day) bei 160,81% zum Tragen komme. Aktuell notiere der Euro-Bund-Future bei 162,89%.
Nachdem in den USA in dieser Handelswoche lediglich Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von vier Wochen sowie drei und sechs Monaten für insgesamt 92 Mrd. USD Investoren zum Kauf angeboten worden seien, hätten sich die Eurostaaten in Summe mit ca. 15 Mrd. Euro refinanziert.
Hierbei habe sich am gestrigen Mittwoch Frankreich mit ca. 8 Mrd. Euro den Löwenanteil durch die Aufstockung diverser Anleihen (ISIN FR0000571150 / WKN 413038/ 2025; ISIN FR0013131877 / WKN A18YPD/ 2026; ISIN FR0012993103 / WKN A1Z7JJ/ 2031) gesichert und auch Deutschland habe das Emissionsvolumen der mit einem Nullkupon ausgestatteten Bundesobligation Serie 173 (ISIN DE0001141737 / WKN 114173) um 4 Mrd. Euro auf insgesamt 17 Mrd. Euro erhöht. Die Zuteilung der überzeichneten Gattung sei bei einer Durchschnittsrendite von -0,33% erfolgt. Für die Marktpflege sei ein Betrag von 755 Mio. Euro zurückbehalten worden. Den Schlusspunkt setze heute Spanien mit der Neubegebung einer inflationsindexierten Anleihe (endfällig: 2021) und mit der Aufstockung dreier langlaufenden Anleihen (ISIN ES00000127Z9 / WKN A18W1C/ 2026; ISIN ES00000127A2 / WKN A1ZXQ6/ 2030; ISIN ES00000120N0 / WKN A0NXYY/ 2040).
Trotz einiger Feiertage in verschiedenen Ländern zeige sich der Devisenmarkt von seiner lebhaften Seite. So habe die europäische Gemeinschaftswährung fröhlich in den Mai getanzt und insbesondere gegenüber dem Greenback habe sich der Start in den neuen Monat als sehr positiv dargestellt.
In den ersten Handelstagen sei der Euro bis auf 1,1616 USD geklettert, den höchsten Stand seit August 2015. Zuvor sei die Einheitswährung bereits sieben Tage in Folge gestiegen, wobei es sich um die längste Gewinnserie seit Dezember 2013 gehandelt habe. Am Dienstagnachmittag habe sich das Handelsbild jedoch geändert und der Euro sei bis auf 1,1470 US-Dollar zurückgefallen. Konjunktursorgen in der Eurozone sowie Äußerungen zweier Mitglieder der US-Notenbank FED zu einer möglichen baldigen Leitzinserhöhung hätten die Währung Eurolands gebremst. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage handle der Euro heute Morgen um die Marke von 1,1480 USD.
Neben dem amerikanischen Dollar habe aber auch der Australische Dollar die Devisenhändler beschäftigt. Die Notenbank Australiens habe nämlich in dieser Woche überraschend ihre Leitzinsen um 0,25% auf das Rekordtief von 1,75% gesenkt. Die Währung des Landes sei daraufhin kräftig unter Druck geraten und habe gegenüber dem Euro mit 1,54 AUD deutlich an Wert verloren, nachdem er zuvor noch bei 1,4938 AUD gehandelt worden sei.
In dieser Berichtswoche hätten die Privatanleger auf Altbekanntes gesetzt. Favorisiert worden seien hierbei Fremdwährungsanleihen auf Türkische Lira, Brasilianische Real sowie US-Dollar.
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Copyright ©: Veröffentlicht von Baader Bank AG, Weihenstephaner Straße 4, 85716 Unterschleißheim, Deutschland.
Baader Bank AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Hauptgeschäftssitz in München. Baader Bank AG ist beim Amtsgericht in München unter der Nummer HRB 121537 eingetragen und wird beaufsichtigt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Marie-Curie-Straße 24-28, 60439 Frankfurt am Main und Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn. Die Umsatzsteueridentifikationsnummer von Baader Bank AG ist DE 114123893.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Dr. Horst Schiessl. Die Mitglieder des Vorstands sind Uto Baader (Vorsitzender), Nico Baader und Dieter Brichmann. (06.05.2016/alc/a/a)
Dabei werde er sicherlich darauf verweisen, dass jeder Investor für die Rentabilität seiner Vermögensanlage selbst verantwortlich sei und es nicht Aufgabe der Notenbanken sei, die Zinsen auf hohem Niveau zu halten. Vielmehr richte sich der aktuelle Zins für relativ sichere Investments nach der Inflationsrate, und diese wiederum rechtfertige das aktuelle Renditeniveau.
Obwohl Stopp nicht zu den Befürwortern der europäischen Notenbankpolitik gehöre, könne er diese Sichtweise zumindest im Grundsatz akzeptieren. Auch Draghis Schlussfolgerung, dass die Zinsen erst dann wieder ansteigen würden, wenn die Wirtschaft stärker wachse, sei logisch und nachvollziehbar. Doch der Einwand, dass die EZB mit ihrer Geldpolitik reformunwillige Staaten "salonfähig" mache, sei nicht von der Hand zu weisen. Das scheine inzwischen sogar Mario Draghi erkannt zu haben. Und so fordere er die Regierungen der Eurostaaten bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf, die Sanierung ihrer Haushalte voranzutreiben. Die niedrigen Zinsen würden den Politikern dazu den Spielraum geben, den sie allerdings nur unzureichend nutzen würden. Es gehöre aber auch nicht zu den Aufgaben der Notenbanker, solche Maßnahmen zu diktieren.
Seit Gründung der EZB werde immer wieder ihre Unabhängigkeit betont, weshalb auch umgekehrt eine Einmischung der Banker in haushaltspolitische Belange nicht vermittelbar wäre. Aus diesem Grund hätten auch nur die Vertreter der Mitgliedsstaaten darüber zu entscheiden, wer zum Club der Eurostaaten gehören dürfe. Im Falle Griechenlands werde diese Entscheidung bereits seit Jahren mit kurzfristigen Durchhalteparolen in die Zukunft verschoben, was wiederum neben der Flüchtlingsproblematik für den schwebenden Zustand der Europäischen Union mit verantwortlich sei.
In den kommenden Wochen werde viel die Zukunft Europas betreffend zu entscheiden sein. Die in unregelmäßigen Zeitabständen auftauchenden, aber unterschwellig immer präsenten Themen wie Griechenland, Portugal und die alles überschattende Brexit-Entscheidung würden an den Finanzmärkten nicht nur in den nächsten Monaten für dicke Luft sorgen. Niemand vermöge die Reaktionen vor dem Referendum in Großbritannien vorherzusagen und auch im Anschluss erscheine alles möglich. Somit seien die Vertreter der europäischen Notenbanken gut beraten, die Finanzmärkte nicht mit überhasteten Aktionen zu verunsichern, sondern eine Politik der "ruhigen Hand" zu praktizieren.
Fakt sei: Für die meisten Währungen habe der Leitzins seine Steuerungsfunktion verloren. Dennoch mute es seltsam an, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar langsam aber stetig an Boden gewinne. Immerhin bewege sich die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im Minusbereich, während die US-Notenbank FED am 17. Dezember 2015 das erste Mal seit fast zehn Jahren die Zinsen in Erwartung weiterer Zinsanpassungen angehoben habe. Dennoch sei der Euro seitdem von 1,09 USD auf 1,16 USD gestiegen. Nach der reinen Lehre wäre eine gegenteilige Entwicklung zu erwarten gewesen.
Liege es an der Enttäuschung der Investoren, die nach dem Zinsschritt der FED vom Dezember in kurzen Intervallen weitere erwartet hätten? Lasse die FED sie zunächst mit vier Aufwärtsschritten in diesem Jahr rechnen, gehe sie nun allenfalls von insgesamt zwei aus. Parallelen bei der Devisenkurs-Entwicklung seien in Japan festzustellen, wo die Bank of Japan den Leitzins unter die Nulllinie gedrückt habe und der JPY gegenüber dem US-Dollar ebenfalls zugelegt habe. Ähnliches sei bei der Norwegischen Krone zu beobachten. Seit die Zentralbank in Oslo am 17. März den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,5% abgesenkt habe, sei die NOK wertvoller geworden.
Man könnte geradezu meinen, die alten Regeln seien außer Kraft gesetzt. Vielleicht seien die Kursgewinne der Währungen, deren Notenbanken mit Minuszinsen aufwarten würden, ja auch nur ein Strohfeuer, dem eine rasche Trendumkehr folgen könnte. Es könnte aber auch eine Art Burgfrieden der internationalen Notenbanker, die auch in ihrer Wortwahl extrem vorsichtig agieren würden, sein, um einen Währungskrieg, der etwa in einem Abwertungswettlauf durch Minuszinsen gipfeln könnte, möglichst zu vermeiden. Am Ende dürfte es von allem ein bisschen sein.
Es knirsche wieder im Gebälk der Europäischen Union. Die Ursachen seien natürlich auch weiterhin in Griechenland verankert, aber auch die überhöhten Staatsdefizite in Spanien und Portugal würden Sorgen bereiten. Weil die Neuverschuldung der Regierung in Lissabon mit 4,4% im vergangenen Jahr über der vereinbarten Höchstgrenze gelegen habe, würden dem Land nun Sanktionen seitens der EU drohen. In diesem Zusammenhang seien Stimmen laut geworden, welche die Kommission auffordern würden, Geldstrafen zu erheben, sofern sie im laufenden Defizitverfahren nicht ihre Glaubwürdigkeit riskieren wolle. Am Bondmarkt hätten portugiesische Staatsanleihen dennoch über ihren Zwölfmonatstiefs notiert, was ein bis 4/2021 laufender Titel (ISIN PTOTEYOE0007 / WKN A0DY6V) zeige, der mit ca. 1,84% rentiere.
Massiven Druck bekomme auch Spanien zu spüren. Anstatt in diesem Jahr die Maastrichter Defizitgrenze von 3% einzuhalten, erwarte Brüssel 3,9% Neuverschuldung. Nachdem in Spanien die Frist zur Regierungsbildung abgelaufen sei, stünden am 26. Juni Neuwahlen an. Ministerpräsident Rajoy von der konservativen Volkspartei sei seitdem nur geschäftsführend im Amt. Anleger würden sich vor diesem Hintergrund abwartend verhalten, was eher für vorsichtigen Optimismus spreche. Eine spanische Staatsanleihe mit Fälligkeit 7/2021 (ISIN ES00000128B8 / WKN A18YPG) habe gestern mit 101,06% knapp unter dem Jahreshoch notiert. Die Rendite liege bei ca. 0,54%.
Und dann wäre da noch Frankreich. Für das nächste Jahr habe sich Paris fest vorgenommen, aus dem Club der Defizitsünder auszutreten. Bisher gehe Brüssel noch von einem Defizit von 3,2% aus. Dass Frankreich das Ziel von 3,0% Neuverschuldung erreiche, werde aber als machbar angesehen. Defizitsündern in der Eurozone würden formal zwar hohe Geldstrafen drohen, welche aber bisher in der Praxis nie verhängt worden seien. Ein fataler Fehler, den es zu korrigieren gelte. Ansonsten bleibe nur die kleine Freude, dass die Defizite in der Eurozone tatsächlich rückläufig seien.
Ein portugiesisches Gericht habe der Nationalbank Portugals zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Demnach dürfe die Notenbank Anleihen ("Senior Bonds") der angeschlagenen Novo Banco - im Wert von rund 2 Mrd. Euro - nicht in eine Bad Bank auslagern. Dadurch wäre ein so genannter "bail-in" eingefädelt worden, bei dem Anleger direkt zur Kasse gebeten würden. Sie würden vermutlich nur eine einstellige Quote ihres Investments zurückbekommen. Doch die Portugiesische Zentralbank wolle laut Financial Times die einstweilige Verfügung des Lissabonner Gerichtes, die auf Antrag von Merrill Lynch zustande gekommen sei, umgehend anfechten.
Die Problembank Novo Banco sei aus dem überlebensfähigen Teil der früheren Banco Espirito Santo (BES) hervorgegangen. Das einst zweitgrößte Bankhaus des Landes sei mit Staatsgeldern in Höhe von 5 Mrd. Euro aufgepäppelt worden, um nicht unter der Schuldenlast zusammenzubrechen, welche die Gründerfamilie hinterlassen habe.
Zum 01.01.2017 solle der Garantiezins für Lebensversicherungen von derzeit 1,25% auf 0,9% sinken. So habe es das Bundesfinanzministerium als erneute Reaktion auf die anhaltende Niedrigzinsphase vorgeschlagen, was wiederum vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) als zu weitgehend kritisiert worden sei. Man möge darüber streiten, ob der Schritt zu heftig ausgefallen sei, zumal die Lebensversicherer 2015 bei der Neuanlage im Branchenschnitt eine deutlich über dem Höchstrechnungszins liegende Verzinsung von mehr als 2% erzielt hätten. Auch Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten halte die geplante Senkung des Höchstrechnungszinses für falsch. Dies schwäche die Garantien, ohne dass die Unternehmen nachhaltig entlastet würden, habe er gesagt.
Fest stehe, dass die Branche schon seit längerer Zeit insbesondere wegen der Niedrigzinsen unter Druck stehe. Nach einem Minus beim Neugeschäft von 3% in 2015 rechne der GDV auch für das laufende Jahr mit einem Rückgang. Was dabei der Branche vor allem Kummer bereite, sei die so genannte Zinszusatzreserve. Um die hohen Garantien für Altkunden in der Niedrigzinsphase abzusichern, müssten die Versicherer einen Finanzpuffer aufbauen. Nach Berechnungen der Assekurata Rating-Agentur hätten so seit dem Jahr 2011 mehr als 30 Mrd. Euro an Rückstellungen gebildet werden müssen. Zusätzliche 12 Mrd. Euro kämen in diesem Jahr hinzu.
Die Versicherer würden das Geld der Versicherten vor allem in Anleihen mit guter Bonität anlegen. Doch jährlich würden Papiere endfällig, und die neuen Anlagen würden weniger Zinsen abwerfen. Daher falle es den Versicherern zunehmend schwerer, die Garantien zu bedienen. Als Reaktion darauf würden die Versicherer immer mehr davon abrücken, klassische Garantieverträge anzubieten. Stattdessen würden sie den Kunden neue Tarife mit höherer Rendite verkaufen - aber eben auch mit eingeschränkter oder fehlender Garantie. Nur noch 10% hätten eine klassische Lebensversicherung gewählt, erkläre die Allianz Deutschland. Damit nehme die Bedeutung der Garantieverzinsung von Lebensversicherungen am Markt ohnehin ab.
Dass dies aber nicht nur ein europäisches Problem sei, sei deutlich geworden, als in dieser Woche AIG, eine internationale Versicherungsorganisation für das erste Quartal des Jahres ein Minus von 183 Mio. USD (ggü. 250 Mio. USD im Vorjahreszeitraum) bekannt gegeben habe. Der Rückgang werde mit fallenden Renditen und fehlenden Prämieneinnahmen erklärt.
Erster am Ende der Qualifikation und somit das Rennen von einem Startplatz ganz vorne im Feld anzuführen, sei der Traum eines jeden Rennfahrers. Das sei Daimler bestens aus der Formel 1 bekannt. Nun habe dem baden-württembergischen Autobauer auch mit drei neuen Anleihen die Pole-Position am Primärmarkt geglückt.
Das Unternehmen habe ein Gesamtvolumen von insgesamt 3,25 Mrd. Euro refinanziert. Bei der ersten Tranche (ISIN DE000A169NA6 / WKN A169NA) handle es sich um eine 1,25 Mrd. Euro schwere Anleihe mit Fälligkeit am 11.05.2020 und einer jährlichen Verzinsung von 0,25%. Das Papier sei mit 99,607% und somit +40 bps über Mid Swap gepreist worden. Der zweite Bond im Bunde (ISIN DE000A169NB4 / WKN A169NB) habe ein Emissionsvolumen von 750 Mio. Euro. Die jährliche Verzinsung betrage 0,75% bis zum Laufzeitende am 11.05.2023. Das Pricing sei mit +53 bps über Mid Swap erfolgt und somit habe der Ausgabepreis bei 99,783% gelegen. Komplettiert werde das Ganze durch eine 1,25 Mrd. Euro große Emission (ISIN DE000A169NC2 / WKN A169NC) mit 1,375% jährlicher Nominalverzinsung bis zur Fälligkeit am 11.05.2028. Der Reoffer habe bei 99,594% und somit +65 bps über Mid Swap gelegen. Daimler habe sich bei allen drei Bonds für die "Privatanleger-freundliche" Mindestanlagesumme von 1.000 Euro entschieden.
Immer wenn man denke, es gehe nicht mehr, komme von irgendwo eine Meldung her und bringe das ganze Gedankenkonstrukt zum Einsturz. So sei es auch wieder in dieser Handelswoche geschehen. Habe man zu Beginn noch den Eindruck, dass sich endlich mal die Bären durchsetzen könnten, so hätten dies u.a. die weltweit "verschnupften" Aktionäre zunichte gemacht. Infolgedessen sei das Sorgenbarometer von 161,57% um mehr als 1,5 Prozentpunkte auf in der Spitze 163,12% gestiegen. Unterstützt worden sei dieser Reversal-Trend, der nicht wirklich habe überraschen können, auch von den jüngsten Meldungen zu Griechenland, Portugal sowie der Entwicklung an den Devisenmärkten und bei den Rohölpreisen.
Doch noch sei nicht aller Tage Abend. Die erste nennenswerte Widerstandslinie verlaufe bei ca. 163,20% (mehrere Tiefs Mitte April). Erst nach einer nachhaltigen Überwindung wäre der Weg auf die psychologisch wichtige Marke bei 164% frei. Um vor bösen Überraschungen geschützt zu sein, sollte man aber auch die gegenteilige Marktentwicklung mit ins Kalkül ziehen. Einem schwachen Fangnetz vergleichbar verlaufe eine erste Unterstützungslinie bei ca. 162,40%, bevor das Tief vom 10. März (Draghi-Day) bei 160,81% zum Tragen komme. Aktuell notiere der Euro-Bund-Future bei 162,89%.
Nachdem in den USA in dieser Handelswoche lediglich Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von vier Wochen sowie drei und sechs Monaten für insgesamt 92 Mrd. USD Investoren zum Kauf angeboten worden seien, hätten sich die Eurostaaten in Summe mit ca. 15 Mrd. Euro refinanziert.
Hierbei habe sich am gestrigen Mittwoch Frankreich mit ca. 8 Mrd. Euro den Löwenanteil durch die Aufstockung diverser Anleihen (ISIN FR0000571150 / WKN 413038/ 2025; ISIN FR0013131877 / WKN A18YPD/ 2026; ISIN FR0012993103 / WKN A1Z7JJ/ 2031) gesichert und auch Deutschland habe das Emissionsvolumen der mit einem Nullkupon ausgestatteten Bundesobligation Serie 173 (ISIN DE0001141737 / WKN 114173) um 4 Mrd. Euro auf insgesamt 17 Mrd. Euro erhöht. Die Zuteilung der überzeichneten Gattung sei bei einer Durchschnittsrendite von -0,33% erfolgt. Für die Marktpflege sei ein Betrag von 755 Mio. Euro zurückbehalten worden. Den Schlusspunkt setze heute Spanien mit der Neubegebung einer inflationsindexierten Anleihe (endfällig: 2021) und mit der Aufstockung dreier langlaufenden Anleihen (ISIN ES00000127Z9 / WKN A18W1C/ 2026; ISIN ES00000127A2 / WKN A1ZXQ6/ 2030; ISIN ES00000120N0 / WKN A0NXYY/ 2040).
Trotz einiger Feiertage in verschiedenen Ländern zeige sich der Devisenmarkt von seiner lebhaften Seite. So habe die europäische Gemeinschaftswährung fröhlich in den Mai getanzt und insbesondere gegenüber dem Greenback habe sich der Start in den neuen Monat als sehr positiv dargestellt.
In den ersten Handelstagen sei der Euro bis auf 1,1616 USD geklettert, den höchsten Stand seit August 2015. Zuvor sei die Einheitswährung bereits sieben Tage in Folge gestiegen, wobei es sich um die längste Gewinnserie seit Dezember 2013 gehandelt habe. Am Dienstagnachmittag habe sich das Handelsbild jedoch geändert und der Euro sei bis auf 1,1470 US-Dollar zurückgefallen. Konjunktursorgen in der Eurozone sowie Äußerungen zweier Mitglieder der US-Notenbank FED zu einer möglichen baldigen Leitzinserhöhung hätten die Währung Eurolands gebremst. Nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage handle der Euro heute Morgen um die Marke von 1,1480 USD.
Neben dem amerikanischen Dollar habe aber auch der Australische Dollar die Devisenhändler beschäftigt. Die Notenbank Australiens habe nämlich in dieser Woche überraschend ihre Leitzinsen um 0,25% auf das Rekordtief von 1,75% gesenkt. Die Währung des Landes sei daraufhin kräftig unter Druck geraten und habe gegenüber dem Euro mit 1,54 AUD deutlich an Wert verloren, nachdem er zuvor noch bei 1,4938 AUD gehandelt worden sei.
In dieser Berichtswoche hätten die Privatanleger auf Altbekanntes gesetzt. Favorisiert worden seien hierbei Fremdwährungsanleihen auf Türkische Lira, Brasilianische Real sowie US-Dollar.
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