Deutschland: Inflation zum Jahresbeginn unter den Erwartungen


27.02.18 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im Januar war der monatliche Preisrückgang in Deutschland etwas kräftiger als in den Vorjahren, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So sei das saisonübliche Minus bei den Bekleidungswaren vergleichsweise hoch ausgefallen. Zudem habe die jüngste Aufwertung des Euro wohl die Preisentwicklung bei den Waren gedämpft und der Ölpreisanstieg im Berichtszeitraum weniger stark durchgeschlagen als von den Analysten erwartet. Zwar dürfte sich im Februar ein Reboundeffekt bei den Konsumentenpreisen eingestellt haben (CPI-Prognose: +0,5% gg. Vm., HVPI: 0,6%), insgesamt bleibe der Preisdruck allerdings unter den bisherigen Erwartungen. Vor diesem Hintergrund hätten die Analysten ihre Gesamtjahresprognosen leicht nach unten revidiert und würden nun für 2018 und 2019 mit durchschnittlichen Preiszuwächsen von 1,6% und 1,7% rechnen (bisher: 1,7% und 1,8%).

Würden die Preisdaten für Februar erneut auf der Unterseite überraschen, dürften die Finanzmarktteilnehmer ihre Erwartungen für den Beginn eines Leitzinserhöhungszyklus in der Eurozone zurückschrauben und die Bund-Renditen drücken. (27.02.2018/alc/a/a)