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Deutschland: Gestiegene Inflation - noch schwache Konjunktur
23.11.18 13:45
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die deutsche Inflation ist im Oktober 2018 auf 2,5% gestiegen, so die Analysten der Helaba.
Eine höhere Inflationsrate habe es zuletzt vor gut zehn Jahren gegeben. Wesentliche Ursache hierfür sei die Entwicklung bei Heizöl und Kraftstoffen gewesen, die im Jahresvergleich fast 9% teurer gewesen seien. Ohne diese beiden Komponenten seien die Verbraucherpreise um nur 1,7% höher ausgefallen. Die Brent-Ölnotierung habe ihr jüngstes Hoch Anfang Oktober mit Werten über 86 US-Dollar pro Barrel erreicht. Seitdem habe sie sich aufgrund der aktuellen Krisenängste auf gut 60 US-Dollar deutlich reduziert, immerhin ein Minus von etwa 30%.
An Deutschlands Tankstellen und beim Heizöl sei allerdings bislang keine Entspannung zu erkennen. Ein wesentlicher Grund hierfür sei das Niedrigwasser des Rheins und seiner Zuflüsse, was zu höheren Transportkosten führe. Einige Raffinerien hätten ihre Produktion bereits zurückfahren müssen. An diesen Problemen dürften sich kurzfristig nichts ändern. Damit werde die Preissteigerung im November mit voraussichtlich 2,4% erneut hoch ausfallen.
Die deutsche Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel sei im Oktober mit 1,7% etwas höher ausgefallen als in den Vormonaten. Auch wenn es bei einzelnen Gütern wie Zeitungen und Zeitschriften (+4,2%) erhebliche Verteuerungen gegeben habe, sei ein nennenswerter Preisdruck noch nicht zu erkennen. Bei den Waren seien es ausschließlich die durch Energie und Nahrungsmittel beeinflussten Verbrauchsgüter, die stärker zulegen würden. Die Preise dauerhafter Gebrauchsgüter hätten im Oktober mit 1,1% nur leicht stärker als in den Vormonaten expandiert. Dienstleistungen seien um 1,8% gestiegen. Im Verlauf von 2019 werde sich der preissteigernde Energieeffekt in seiner Wirkung umkehren. Allerdings dürften die Kernkomponenten leicht teurer werden. Jahresdurchschnittlich sollte die Inflationsrate nach 2% in diesem Jahr 2019 auf 2,1% ansteigen.
Auch in der Eurozone sei der Anstieg der Energiepreise zurzeit hoch (Oktober: +10,7%). Vorerst sei hier mit keiner wesentlichen Änderung zu rechnen. Die harmonisierte Inflationsrate dürfte im November mit 2,1% nur etwas niedriger ausfallen als im Vormonat (2,2%).
Die zuletzt gesunkenen Einkaufsmanagerindices würden eine pessimistischere Lageeinschätzung beim ifo-Geschäftsklima signalisieren. Zudem beeinflusse der drastische Kursrückgang bei Aktien die Geschäftserwartungen negativ. Damit dürfte das Geschäftsklima im November gesunken sein. Das ifo Streuungsmaß zeige zudem, dass die Verunsicherung der deutschen Unternehmen weiterhin hoch sei. Ursachen seien u.a. der ungeklärte Brexit, die Zollstreitigkeiten und die Finanzpolitik der italienischen Regierung. Erst wenn es den Unternehmen im Verlauf von 2019 leichter falle, die Zukunft vorherzusagen, dürfte die deutsche Konjunktur an Fahrt gewinnen. (23.11.2018/alc/a/a)
Eine höhere Inflationsrate habe es zuletzt vor gut zehn Jahren gegeben. Wesentliche Ursache hierfür sei die Entwicklung bei Heizöl und Kraftstoffen gewesen, die im Jahresvergleich fast 9% teurer gewesen seien. Ohne diese beiden Komponenten seien die Verbraucherpreise um nur 1,7% höher ausgefallen. Die Brent-Ölnotierung habe ihr jüngstes Hoch Anfang Oktober mit Werten über 86 US-Dollar pro Barrel erreicht. Seitdem habe sie sich aufgrund der aktuellen Krisenängste auf gut 60 US-Dollar deutlich reduziert, immerhin ein Minus von etwa 30%.
Die deutsche Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel sei im Oktober mit 1,7% etwas höher ausgefallen als in den Vormonaten. Auch wenn es bei einzelnen Gütern wie Zeitungen und Zeitschriften (+4,2%) erhebliche Verteuerungen gegeben habe, sei ein nennenswerter Preisdruck noch nicht zu erkennen. Bei den Waren seien es ausschließlich die durch Energie und Nahrungsmittel beeinflussten Verbrauchsgüter, die stärker zulegen würden. Die Preise dauerhafter Gebrauchsgüter hätten im Oktober mit 1,1% nur leicht stärker als in den Vormonaten expandiert. Dienstleistungen seien um 1,8% gestiegen. Im Verlauf von 2019 werde sich der preissteigernde Energieeffekt in seiner Wirkung umkehren. Allerdings dürften die Kernkomponenten leicht teurer werden. Jahresdurchschnittlich sollte die Inflationsrate nach 2% in diesem Jahr 2019 auf 2,1% ansteigen.
Auch in der Eurozone sei der Anstieg der Energiepreise zurzeit hoch (Oktober: +10,7%). Vorerst sei hier mit keiner wesentlichen Änderung zu rechnen. Die harmonisierte Inflationsrate dürfte im November mit 2,1% nur etwas niedriger ausfallen als im Vormonat (2,2%).
Die zuletzt gesunkenen Einkaufsmanagerindices würden eine pessimistischere Lageeinschätzung beim ifo-Geschäftsklima signalisieren. Zudem beeinflusse der drastische Kursrückgang bei Aktien die Geschäftserwartungen negativ. Damit dürfte das Geschäftsklima im November gesunken sein. Das ifo Streuungsmaß zeige zudem, dass die Verunsicherung der deutschen Unternehmen weiterhin hoch sei. Ursachen seien u.a. der ungeklärte Brexit, die Zollstreitigkeiten und die Finanzpolitik der italienischen Regierung. Erst wenn es den Unternehmen im Verlauf von 2019 leichter falle, die Zukunft vorherzusagen, dürfte die deutsche Konjunktur an Fahrt gewinnen. (23.11.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


