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Deutsche und US-Anleihen leicht nachgegeben


23.09.24 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche sowie US-amerikanische Anleihen gaben in einem im-pulslosen Handel leicht nach, so die Analysten der Nord LB.

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland hätten im August 2024 genau wie schon im Juli um 0,8% niedriger als im Vorjahresmonat gelegen. Gegenüber dem Vormonat seien sie um 0,2% gestiegen. Hauptursächlich für den Rückgang seien Preisrückgänge bei Energie (-4,6%), darunter Erdgas (-10,1%), Strom (-9,2%) und Mineralölerzeugnisse (-4,7%) gewesen. Ohne deren Berücksichtigung seien die Erzeugerpreise y/y um 1,2% gestiegen. Investitions-, Konsum- und Vorleistungsgüter seien teurer als im Vorjahr gewesen.

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland seien in Q2 2024 gegenüber Q2 2023 um 2,6% gesunken. Gegenüber Q1 2024 hätten sie dagegen um 1,3% zugelegt. Letzteres sei der erste Anstieg seit Q2 2022 gewesen. Gegenüber Q1 habe es nur noch für Wohnungen in ländlichen Regionen einen Rückgang zu verzeichnen gegeben. Die Preise von Ein- und Zweifamilienhäusern seien in allen Regionstypen gestiegen. In den sieben größten Städten Deutschlands hätten die Preise um 1,6% für Wohnungen und 2,3% für Ein- und Zweifamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal zugelegt.

Die Verbraucherstimmung in der Eurozone habe sich im September etwas besser entwickelt als erwartet. Der entsprechende Konsumklimaindex sei um 0,5 auf minus 12,9 Punkte gestiegen, womit er fast seinen langjährigen Durchschnittswert erreicht habe.

Nach der Woche der Notenbanken werde nun noch auf die Nachzügler Australien und Schweiz zu warten sein. Sehr spannend würden wohl auch die Zahlen zum ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland. Die Vorgaben durch die Daten des ZEW seien eindeutig unerfreulich. In den USA sollten zudem noch die Angaben zur Entwicklung der PCE-Preisdeflatoren im Auge behalten werden; wie schon bei den CPI-Zahlen dürfte dabei vor allem die Kernrate im Fokus stehen. (23.09.2024/alc/a/a)