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Deutsche Zinskurve nach oben verschoben
14.10.19 09:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Staatsanleihemärkten gab es in der Berichtswoche vom 7. bis 11. Oktober 2019 wenig Grund zur Freude, so die Experten von Union Investment.
Angesichts der schlechten Daten und der politischen Unwägbarkeiten seien zuletzt viele Risiken entsprechend hoch in den Notierungen von Bundesanleihen eingepreist gewesen. Mit der (vermeintlichen) Aufhellung der Lage seien die Anleihekurse unter Druck gekommen. Die Rendite zehnjähriger Bundespapiere sei im Wochenvergleich von minus 59 auf minus 49 Basispunkte angestiegen. Die deutsche Zinskurve habe sich nach oben verschoben, der Renditeanstieg habe über die Kurve hinweg bei sechs bis zehn Basispunkten gelegen. 30-ährige Bundesanleihen hätten am Freitag mit 0,03 Prozent Rendite wieder im positiven Bereich notiert.
Auch in der Peripherie habe sich die Verzinsung um bis zu zehn Basispunkte erhöht. Portugal (plus drei auf 16 Basispunkte) habe noch am besten gelegen. Die kanadische Ratingagentur DBRS habe Ende vergangener Woche Portugals Kreditwürdigkeit um eine Stufe auf BBB (high) mit stabilem Ausblick heraufgestuft. Die Wahlen, aus denen die Sozialisten als Sieger hervorgegangen seien, seien ohne Auswirkungen geblieben. Italien habe am Primärmarkt drei auf US-Dollar lautende Anleihen mit verschiedenen Laufzeiten im Umfang von insgesamt sieben Milliarden US-Dollar platziert. Die Orderbücher seien sehr gut gefüllt gewesen, die Nachfrage nach den drei Papieren habe zuletzt bei insgesamt 20 Milliarden US-Dollar gelegen. Darüber hinaus habe Griechenland eine zehnjährige Anleihe um 1,5 Milliarden Euro aufgestockt. Die Nachfrage habe sich auf fünf Milliarden Euro belaufen, die Rendite habe bei Zuteilung bei 1,5 Prozent gelegen.
Auch am US-Staatsanleihemarkt seien die Renditen im Rahmen entsprechender Kursverluste nach oben gerichtet gewesen. Auch dort habe sich die Zinskurve über fast alle Laufzeiten um 15 Basispunkte nach oben verschoben.
Die aktuelle Klimathematik finde auch an den Finanzmärkten Resonanz. Irland beispielsweise habe in der Berichtswoche einen im vergangenen Jahr emittierten Green Bond mit Laufzeit 2031 sehr erfolgreich aufgestockt. Darüber hinaus habe der italienische Energiekonzern Enel drei Nachhaltigkeitsanleihen an den Markt gebracht. Die Anleiheerlöse würden für die Erzeugung sauberer und bezahlbarer Energie verwendet. Auch dort sei die Nachfrage der Anleger sehr hoch gewesen. (Ausgabe vom 11.10.2019) (14.10.2019/alc/a/a)
Angesichts der schlechten Daten und der politischen Unwägbarkeiten seien zuletzt viele Risiken entsprechend hoch in den Notierungen von Bundesanleihen eingepreist gewesen. Mit der (vermeintlichen) Aufhellung der Lage seien die Anleihekurse unter Druck gekommen. Die Rendite zehnjähriger Bundespapiere sei im Wochenvergleich von minus 59 auf minus 49 Basispunkte angestiegen. Die deutsche Zinskurve habe sich nach oben verschoben, der Renditeanstieg habe über die Kurve hinweg bei sechs bis zehn Basispunkten gelegen. 30-ährige Bundesanleihen hätten am Freitag mit 0,03 Prozent Rendite wieder im positiven Bereich notiert.
Auch am US-Staatsanleihemarkt seien die Renditen im Rahmen entsprechender Kursverluste nach oben gerichtet gewesen. Auch dort habe sich die Zinskurve über fast alle Laufzeiten um 15 Basispunkte nach oben verschoben.
Die aktuelle Klimathematik finde auch an den Finanzmärkten Resonanz. Irland beispielsweise habe in der Berichtswoche einen im vergangenen Jahr emittierten Green Bond mit Laufzeit 2031 sehr erfolgreich aufgestockt. Darüber hinaus habe der italienische Energiekonzern Enel drei Nachhaltigkeitsanleihen an den Markt gebracht. Die Anleiheerlöse würden für die Erzeugung sauberer und bezahlbarer Energie verwendet. Auch dort sei die Nachfrage der Anleger sehr hoch gewesen. (Ausgabe vom 11.10.2019) (14.10.2019/alc/a/a)


