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Deutsche Staatsanleihen mit leichten Kursverlusten


10.02.25 08:45
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Während deutsche Staatsanleihen nach den US-Konjunkturdaten mit leichten Kursverlusten schlossen, gaben amerikanische Anleihen deutlicher nach, so die Analysten der Nord LB.

Hier belaste die Furcht vor einer durch Zölle ausgelösten höheren Inflation.

Im Januar 2025 seien in der US-Wirtschaft nach vorläufigen Angaben lediglich 143.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse geschaffen worden. Per se sei diese Nachricht eher unerfreulich. Allerdings würden die vorgenommenen Revisionen an den Zahlen für die beiden Vormonate nun ein deutlich freundlicheres Bild zeigen. In jedem Fall sollte der im Januar auf den ersten Blick beobachtbare eher schwache Aufbau von neuen Beschäftigungen in seiner ökonomischen Relevanz nicht überbewertet werden.

Die Daten würden nach Auffassung der Analysten in keine klare Richtung zeigen. Der US-Rentenmarkt scheine diese Interpretation eindeutig zu teilen. Nach etwas Hin und Her sei bei der Rendite von Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren schnell wieder die psychologisch wichtige Marke von 4,50% in den Fokus gerückt. Damit würden die Anleger nun aber fast schon in die Gefahr geraten, die aktuellen Daten vom US-Arbeitsmarkt sogar eine Spur zu positiv zu bewerten.

Zum Wochenstart würden die Sentix-Indices frische Einblicke in die Wirtschaftsstimmung der Eurozone liefern. Zur Wochenmitte richte sich der Blick dann auf die US-Inflationsdaten, ein entscheidender Faktor für die künftige FED-Politik. Passend dazu würden sich FED-Chef Powell und weitere Notenbanker äußern, was dem Markt zusätzliche Impulse geben dürfte. Am Donnerstag stehe neben den finalen deutschen Inflationswerten auch das britische BIP im Fokus. Zum Wochenausklang werde es mit den US-Einzelhandelsumsätzen, Importpreisen und der Industrieproduktion noch einmal interessant. Zudem gebe es neue Daten zum Eurozonen-BIP für Q4. (10.02.2025/alc/a/a)