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Deutsche Staatsanleihen: Kurse nachgegeben


27.01.25 09:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben nach besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten nachgegeben, so die Analysten der Nord LB.

Die Bank of Japan habe am Freitag das Leitzinsniveau um 25bp erhöht. Die aktuelle Inflationsentwicklung und die momentane Schwäche der japanischen Währung hätten diese geldpolitische Maßnahme erforderlich gemacht. Auch allgemeine außenpolitische Überlegungen könnten bei der Entscheidung für höhere Zinsen in Tokio eine Rolle gespielt haben. So würden sich die Notenbanker bereits frühzeitig aus der Schusslinie von Trump manövrieren. Der Vorwurf, den Yen durch eine zu lockere Ausrichtung der japanischen Geldpolitik gezielt zu schwächen, dürfte den Verantwortlichen in Washington nun deutlich schwerer fallen.

In dieser Woche gelte die meiste Aufmerksamkeit den Zinsentscheiden der FED und EZB. Während es für die EZB kaum Gründe gebe, am Donnerstag von ihrem Lockerungs-kurs abzuweichen, hätten die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die FED zuletzt einige Dämpfer erfahren. Angesichts der US-Inflation auf einem Niveau von 2,9% Y/Y und den politischen Signalen aus Washington werde die FED vorsichtig agieren wollen und den Leitzins am Mittwoch bei 4,5% belassen.

Konjunkturdatenseitig stünden vorläufige BIP-Daten von Q4 2024 für die Eurozone und die USA an. Zum Wochenausklang dürfte nach den Zentralbanksitzungen besonders genau auf die Januar-Inflationsdaten in Deutschland und die US-Dezember-Daten geachtet werden. Auf Unternehmensseite würden mit u.a. SAP, Boeing, Microsoft und Meta einige vielbeachtete Quartals- und Jahresberichte veröffentlicht. (27.01.2025/alc/a/a)