Deutsche Inflationsrate stieg im Oktober von 2,3% auf 2,5%


13.11.18 09:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die deutsche Inflationsrate ist im Oktober von 2,3% auf 2,5% gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Das Statistische Bundesamt habe damit heute Morgen seine vorläufige Schätzung bestätigt. Die Teuerung habe damit ihren höchsten Wert seit September 2008 erreicht. Ein spürbarer Impuls sei nochmals von den Energiepreisen ausgegangen. Diese hätten gegenüber dem Vorjahr um 8,9% zugelegt nach 7,7% im September. Hierfür sei wohl eine Kombination aus dem Anstieg des Ölpreises zu Monatsbeginn, der Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar sowie regionalen Lieferengpässen bei Heizöl und Treibstoffen infolge der anhaltenden Trockenheit und den daraus resultierenden niedrigen Pegelständen der Flüsse verantwortlich gewesen. Im Gegenzug sei die Teuerung bei Nahrungsmittelpreisen von 2,8% auf 1,9% gesunken.

Entscheidend für die Inflationsbeschleunigung sei letztlich eine deutliche Zunahme der Steigerungsrate bei Dienstleistungen von 1,5% auf 1,8% gewesen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass der Preisanstieg im Oktober seinen vorläufigen Höhepunkt überschritten habe. Allerdings sollte die Inflationsrate auch in den kommenden Monaten die 2-Prozent-Marke übertreffen.

Im weiteren Tagesverlauf veröffentliche das ZEW seinen Konjunkturerwartungsindex für Deutschland. Zwar hätten sich die Aussichten für die deutsche Wirtschaft zuletzt nicht verbessert. Nachdem sich aber die Konjunktur bereits im 3. Quartal deutlich abgeschwächt habe, würden die Analysten davon ausgehen, dass nun ein geringerer Anteil der befragten Analysten mit einer weiteren Verschlechterung rechne. Insofern würden die Analysten erwarten, dass der Indikator von -24,7 auf -20,5 Punkte zulege. (13.11.2018/alc/a/a)