Deutsche Inflationsrate auf Achterbahnfahrt


27.06.19 10:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Auftragseingänge langlebiger Güter sind im Mai gegenüber dem Vormonat um 1,3% gesunken, so die Analysten von Postbank Research.

Ein deutlich negativer Impuls sei von den zivilen Flugzeugbestellungen ausgegangen, die um mehr als 28% eingebrochen seien. Ohne den volatilen Transportsektor habe sich ein leichter Zuwachs der Auftragseingänge um 0,3% ergeben. Insgesamt würden die Auftragsdaten den Eindruck bestätigen, dass sich die US-Industrie in einer Stagnationsphase befinde.

Die EU-Kommission veröffentliche heute ihre Vertrauensindikatoren für den Euroraum für Juni. Dabei dürfte der vorläufig gemeldete Rückgang des Indexes für das Verbrauchervertrauen von -6,5 auf -7,2 Punkte bestätigt werden. Der Index für das Industrievertrauen sollte nach Einschätzung der Analysten bei -2,9 Punkten verharren. In der Summe würden sie mit einem marginalen Rückgang des EWU-Wirtschaftsvertrauens um 0,1 auf 105,0 Punkte rechnen.

Die deutsche Inflationsrate habe in den vergangenen Monaten eine Achterbahnfahrt hingelegt. Einem durch einen Kalendereffekt bedingten Sprung auf 2,0% im April sei ein Absturz auf 1,4% im Mai gefolgt. Nunmehr sollte sich die Entwicklung aber beruhigen. Die Analysten würden für Juni einen leichten Anstieg der Inflationsrate auf 1,5% erwarten.

Heute werde der endgültige Wert für das US-BIP-Wachstum im 1. Quartal bekannt gegeben. Die Analysten von Postbank Research sehen keinen größeren Revisionsbedarf und gehen deshalb davon aus, dass die zuletzt gemeldete Wachstumsrate von annualisiert 3,1% bestätigt wird. (27.06.2019/alc/a/a)