Deutsche Inflationsrate auf 1,6% gestiegen


13.04.18 10:45
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Februar überraschend um 0,8% gegenüber dem Vormonat gesunken, berichten die Analysten von Postbank Research.

Trotz der schwachen Vorgaben aus Deutschland und Italien habe der Markt angesichts starker Daten aus Spanien und Frankreich mit einem moderaten Anstieg gerechnet. Insbesondere der deutliche Rückgang der Kapitalgüterproduktion um 3,6% habe sich als Belastung erwiesen. Diese habe auch durch den starken Anstieg des Energieausstoßes (+6,8%), der von der ungewöhnlich kalten Witterung im Februar profitiert habe, nicht vollständig kompensiert werden können. Nach zwei schwachen Monaten in Folge und möglicher Verzerrungen der Ergebnisse, beispielsweise durch die Grippewelle, erscheine ein positiver Rückprall der EWU-Produktion im März durchaus möglich. Dies gelte insbesondere, da die Sentimentindikatoren trotz der jüngsten Eintrübung immer noch eine robuste Expansion im Industriesektor signalisieren würden. Gleichwohl müsste schon ein erheblicher Zuwachs im März erzielt worden sein, um einen negativen Beitrag der Industrie zum BIP-Wachstum im 1. Quartal zu verhindern.

Die deutsche Inflationsrate sei im März von 1,4% auf 1,6% gestiegen. Dies habe das Statistische Bundesamt heute Morgen mit Veröffentlichung der endgültigen Daten bestätigt. Verantwortlich für den Anstieg habe in erster Linie ein kräftiger Zuwachs der Vorjahresrate der Nahrungsmittelpreise von 1,1% auf 2,9% gezeichnet.

Der US-Verbrauchervertrauensindex der Uni Michigan sei im März auf 101,4 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit mehr als 13 Jahren gestiegen. Für April rechnen die Analysten von Postbank Research mit einer moderaten Gegenbewegung auf 99,5 Zähler. Die Stimmung unter den US-Konsumenten wäre damit gleichwohl weiterhin exzellent. (13.04.2018/alc/a/a)