Deutsche Inflation kommt nicht in die Gänge


29.11.19 09:17
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bei den deutschen Konsumentenpreisen kam es bei den gestern veröffentlichten Daten für den November zu einem überraschenden Verharren der Jahresrate bei 1,1%, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex sei von 0,9% auf 1,2% angezogen. Bei den heute anstehenden Inflationsdaten für die gesamte Eurozone würden die Analysten mit einer leichten Dynamisierung von 0,7% auf 0,9% gg. Vj. rechnen. Der etwas niedriger als erwartet ausgefallene Anstieg der Inflation in Deutschland sollte bei der EZB zu keiner Vertiefung der Sorgenfalten führen. Basierend auf Daten aus einzelnen Bundesländern seien vermutlich die Preise für Pausschalreisen neben niedrigen Energiepreisen der wesentliche Treiber für die Überraschung auf der Unterseite gewesen. Die Pauschalpreise hätten in den vergangenen Monaten bereits mehrfach für reichlich Volatilität gesorgt.

Der unerwartet starke Rückgang bei den deutschen Konsumentenpreisen habe keinen zusätzlichen Abwärtsdruck auf den Euro generiert, der zum US-Dollar unverändert im Bereich von 1,10 USD handele. In diesem Bereich scheine der Euro vorerst weiter gut unterstützt zu sein. (29.11.2019/alc/a/a)