Deutsche Inflation flirtet mit der 2%-Marke


30.08.17 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die deutsche Inflation dürfte auf Basis der nationalen Erhebung im August getrieben durch höhere Energiepreise um 0,2% gg. Vm. angezogen haben, einhergehend mit einem Anstieg der Jahresrate von 1,7% auf 1,9% (HVPI: 1,5% auf 1,7%), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Dieser Inflationsanstieg in Deutschland dürfte bei der EZB aber nicht zu einer Verringerung der Sorgen vor einer zu niedrigen Teuerung führen. So sollte die deutsche Inflation in den kommenden Monaten die 2% Marke trotz der robusten Konjunktur - das GfK Konsumklima sei gestern mit 10,9 Punkten nicht nur auf ein neues zyklisches Hoch, sondern auch auf den höchsten Stand seit Oktober 2001 angestiegen - nicht überwinden und sich dabei mit Blick auf Ende 2018 sogar abschwächen. Der zuletzt stark aufgewertete Euro dürfte sich zudem leicht bremsend auf die Teuerung auswirken. Die EZB dürfte ihre Inflationsprognose im Rahmen ihrer Septembersitzung für die gesamte Eurozone sogar nach unten korrigieren. Ein schneller Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik sei damit nicht zu erwarten. (30.08.2017/alc/a/a)