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Deutsche Anleihen uneinheitlich


31.07.24 08:54
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Deutsche Anleihen handelten gestern uneinheitlich, so die Analysten der Nord LB.

Die Inflationsrate in Deutschland sei im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) um 2,3% gestiegen. Der für europäische Zwecke harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) sei auf Jahressicht von zuvor 2,5% im Juni ebenfalls leicht auf nunmehr 2,6% gestiegen. Experten hätten im Schnitt jeweils mit 0,1 PP weniger gerechnet. Treiber der Entwicklung seien vor allem Dienstleistungen (+3,9%) gewesen. Hier hätten sich deutlich gestiegene Löhne ausgewirkt, die an die Kunden weitergegeben worden seien. Nahrungsmittel hätten sich y/y um 1,3% verteuert, wohingegen sich Energie um 1,7% verbilligt habe. Die Kerninflation habe bei 2,9% verharrt.

Heute sollte die Notenbanksitzung in den USA von besonderer Bedeutung für die Märkte sein. Inzwischen dürfte die Geldpolitik der Fed bereits ziemlich restriktiv wirken. So belaste das hohe Renditeniveau die Stimmung in der US-Bauwirtschaft mittlerweile sehr spürbar. Auch die Realzinsen und die Inflationserwartungen würden in diese Richtung deuten. Mit Anpassungen des Zinsniveaus durch das FOMC sei momentan dennoch nicht zu rechnen. Vielleicht gebe es aber immerhin bereits verbale Signale in Richtung einer bald fallenden FED Funds Target Rate - zu viel Aktivität dürfe man von Jerome Powell am aktuellen Rand aber eher nicht erwarten. (31.07.2024/alc/a/a)