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Deka-EZB-Kompass: Mit Riesenschritten zur Normalität
13.06.23 12:47
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die EZB kommt in ihrem Kampf gegen die Inflation mit großen Schritten voran, so die Analysten der DekaBank.
Dies sei die Aussage der jüngsten Berechnung des EZB-Kompasses für den Monat Mai. Mit 16,1 Punkten nach 25,6 im Vormonat setze der Indikator seinen im März begonnenen Sinkflug noch einmal mit einem großen Satz nach unten fort. Der Geldpolitikindikator nähere sich der Nulllinie, wo eine weitere Straffung der Geldpolitik nicht mehr angezeigt sei. Damit werde das Zeitfenster für noch beabsichtigte Leitzinserhöhungen kleiner.
Die Analysten der DekaBank würden gleichwohl mit einem Zinsschritt um 25 Basispunkte bei der jetzt bevorstehenden Sitzung sowie mit einem weiteren bei der Juli-Sitzung rechnen. Diese beiden noch zu erwartenden Erhöhungen sollten den gegenwärtigen Zyklus abschließen. Den Hintergrund weiterer Maßnahmen würden die auch durch den Zentralbankrat immer wieder geäußerten Unsicherheiten über die Wirkung des bisherigen Restriktionskurses bilden. Dies sollte sich auch in den neuen makroökonomischen Projektionen ausdrücken, die eine Erreichung des Inflationsziels vermutlich weiterhin erst im Verlauf des Jahres 2025 in Aussicht stellen würden.
Für den Herbst bahne sich jedoch eine Debatte über Zeitraum und Ausmaß einer geldpolitischen Lockerung an. Weiter sinkende Inflationsraten würden Rufe nach einer Rücknahme des Restriktionsniveaus Richtung einer neutralen Geldpolitik provozieren. Dem stehe allerdings die Gefahr entgegen, dass der Rückgang der Inflation in diesem Jahr nicht nachhaltig sein könnte. (13.06.2023/alc/a/a)
Dies sei die Aussage der jüngsten Berechnung des EZB-Kompasses für den Monat Mai. Mit 16,1 Punkten nach 25,6 im Vormonat setze der Indikator seinen im März begonnenen Sinkflug noch einmal mit einem großen Satz nach unten fort. Der Geldpolitikindikator nähere sich der Nulllinie, wo eine weitere Straffung der Geldpolitik nicht mehr angezeigt sei. Damit werde das Zeitfenster für noch beabsichtigte Leitzinserhöhungen kleiner.
Die Analysten der DekaBank würden gleichwohl mit einem Zinsschritt um 25 Basispunkte bei der jetzt bevorstehenden Sitzung sowie mit einem weiteren bei der Juli-Sitzung rechnen. Diese beiden noch zu erwartenden Erhöhungen sollten den gegenwärtigen Zyklus abschließen. Den Hintergrund weiterer Maßnahmen würden die auch durch den Zentralbankrat immer wieder geäußerten Unsicherheiten über die Wirkung des bisherigen Restriktionskurses bilden. Dies sollte sich auch in den neuen makroökonomischen Projektionen ausdrücken, die eine Erreichung des Inflationsziels vermutlich weiterhin erst im Verlauf des Jahres 2025 in Aussicht stellen würden.
Für den Herbst bahne sich jedoch eine Debatte über Zeitraum und Ausmaß einer geldpolitischen Lockerung an. Weiter sinkende Inflationsraten würden Rufe nach einer Rücknahme des Restriktionsniveaus Richtung einer neutralen Geldpolitik provozieren. Dem stehe allerdings die Gefahr entgegen, dass der Rückgang der Inflation in diesem Jahr nicht nachhaltig sein könnte. (13.06.2023/alc/a/a)


