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Deka-EZB-Kompass: Längere Hängepartie
23.01.24 11:00
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Deka-EZB-Kompass hat seinen Abwärtstrend vorerst unterbrochen und kletterte im Dezember auf -8,0 Punkte, so die Analysten der DekaBank.
Die Konjunktursäule habe sich ein ganzes Stück von ihrer im Herbst durchschrittenen Talsohle entfernt, aber auch die Finanzierungs- und die Inflationssäule hätten jeweils leicht zugelegt. Der EZB-Kompass notiere zwar den fünften Monat in Folge unterhalb der Nulllinie, dies jedoch nicht weit genug, um schon jetzt eine Senkung der Leitzinsen in Erwägung zu ziehen.
Einige Ratsmitglieder hätten zuletzt gewarnt, dass die Antizipation zeitnaher Leitzinssenkungen die beabsichtigte restriktive Wirkung der Geldpolitik zunichtemachen könnte. Zudem hätten sie auf wichtige Daten zur Lohnentwicklung verwiesen, die aber erst zur Ratssitzung im Juni vorliegen würden. Auf der bevorstehenden Pressekonferenz dürfte Präsidentin Lagarde am Konzept der Datenabhängigkeit festhalten und den Zeitpunkt des ersten Zinsschritts nach unten damit de facto offenlassen. Dennoch dürfte sie dabei zu verstehen geben, dass sie die derzeit herrschenden Markterwartungen über Beginn und Tempo bevorstehender Leitzinssenkungen als überzogen ansehe. (23.01.2024/alc/a/a)
Die Konjunktursäule habe sich ein ganzes Stück von ihrer im Herbst durchschrittenen Talsohle entfernt, aber auch die Finanzierungs- und die Inflationssäule hätten jeweils leicht zugelegt. Der EZB-Kompass notiere zwar den fünften Monat in Folge unterhalb der Nulllinie, dies jedoch nicht weit genug, um schon jetzt eine Senkung der Leitzinsen in Erwägung zu ziehen.
Einige Ratsmitglieder hätten zuletzt gewarnt, dass die Antizipation zeitnaher Leitzinssenkungen die beabsichtigte restriktive Wirkung der Geldpolitik zunichtemachen könnte. Zudem hätten sie auf wichtige Daten zur Lohnentwicklung verwiesen, die aber erst zur Ratssitzung im Juni vorliegen würden. Auf der bevorstehenden Pressekonferenz dürfte Präsidentin Lagarde am Konzept der Datenabhängigkeit festhalten und den Zeitpunkt des ersten Zinsschritts nach unten damit de facto offenlassen. Dennoch dürfte sie dabei zu verstehen geben, dass sie die derzeit herrschenden Markterwartungen über Beginn und Tempo bevorstehender Leitzinssenkungen als überzogen ansehe. (23.01.2024/alc/a/a)


