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Deka-EZB-Kompass: Die Falken müssen Federn lassen
12.12.23 09:12
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Deka-EZB-Kompass ist im November nochmals leicht zurückgegangen, liegt mit -10,5 Punkten aber noch nicht weit genug im negativen Bereich, um schon jetzt eine Senkung der Leitzinsen in Erwägung zu ziehen, so die Analysten der DekaBank.
Während die Konjunktursäule ihren Tiefpunkt durchschritten zu haben scheine, habe die Inflationssäule ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Die Finanzierungssäule sei nahezu unverändert geblieben und spiegele ein im historischen Vergleich immer noch relativ günstiges finanzielles Umfeld wider.
Trotzdem würden die Finanzmärkte die EZB immer stärker unter Druck setzen. Die jüngsten Inflationsdaten würden als Sieg über die Teuerung interpretiert und dementsprechend kämen Erwartungen baldiger Leitzinssenkungen auf. Tatsächlich könnte sich das Bild dieser Inflationsepisode ändern, wenn sich der Trend zu einer Beruhigung bei den Dienstleistungspreisen fortsetze. Damit wäre die Position der Falken im EZB-Rat erschüttert, die stets mit einer Persistenz durch Zweitrundeneffekte argumentiert hätten. Schon bei der Sitzung in dieser Woche dürfte das Falkenlager unter Druck kommen, wenngleich in den offiziellen Verlautbarungen hiervon nichts zu spüren sein sollte.
Die Analysten der DekaBank würden die Marktreaktionen der vergangenen Wochen für übertrieben halten und weiterhin erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 eine erste Leitzinssenkung im Euroraum erwarten. Allerdings würden auch sie eine leicht geringere Inflationsdynamik vermuten und hätten daher einen zweiten Zinsschritt nach unten noch im kommenden Jahr in ihre Prognose aufgenommen. (12.12.2023/alc/a/a)
Während die Konjunktursäule ihren Tiefpunkt durchschritten zu haben scheine, habe die Inflationssäule ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Die Finanzierungssäule sei nahezu unverändert geblieben und spiegele ein im historischen Vergleich immer noch relativ günstiges finanzielles Umfeld wider.
Trotzdem würden die Finanzmärkte die EZB immer stärker unter Druck setzen. Die jüngsten Inflationsdaten würden als Sieg über die Teuerung interpretiert und dementsprechend kämen Erwartungen baldiger Leitzinssenkungen auf. Tatsächlich könnte sich das Bild dieser Inflationsepisode ändern, wenn sich der Trend zu einer Beruhigung bei den Dienstleistungspreisen fortsetze. Damit wäre die Position der Falken im EZB-Rat erschüttert, die stets mit einer Persistenz durch Zweitrundeneffekte argumentiert hätten. Schon bei der Sitzung in dieser Woche dürfte das Falkenlager unter Druck kommen, wenngleich in den offiziellen Verlautbarungen hiervon nichts zu spüren sein sollte.
Die Analysten der DekaBank würden die Marktreaktionen der vergangenen Wochen für übertrieben halten und weiterhin erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 eine erste Leitzinssenkung im Euroraum erwarten. Allerdings würden auch sie eine leicht geringere Inflationsdynamik vermuten und hätten daher einen zweiten Zinsschritt nach unten noch im kommenden Jahr in ihre Prognose aufgenommen. (12.12.2023/alc/a/a)


