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Deka-EZB-Kompass: Auf der Suche nach den richtigen Worten
24.10.23 08:45
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Deka-EZB-Kompass hat im September seinen Abwärtstrend fortgesetzt und spricht mit -6,4 Punkten nicht für eine weitere Anhebung der Leitzinsen, so die Analysten der DekaBank.
Alle drei Säulen hätten sich nur wenig bewegt und würden sich nach wie vor auf sehr unterschiedlichen Niveaus befinden. Während die Konjunktursäule auf erhebliche Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum hindeute, stehe die hohe Finanzierungssäule nicht in Einklang mit der Wahrnehmung des EZB-Rats, dass sich die Straffung der Geldpolitik kraftvoll auf die Finanzierungsbedingungen und die Realwirtschaft auswirke. Die nur langsam abnehmende Inflationssäule bringe zum Ausdruck, dass das Erreichen des 2%-Ziels noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen werde.
Bei dieser Ratssitzung sei mit keiner Änderung der Leitzinsen zu rechnen, aber die Mitglieder würden kontrovers über die Formulierungen diskutieren, mit denen sie den Ausblick auf die zukünftige Geldpolitik beschreiben würden. Die hohe Unsicherheit über den mittelfristigen Inflationsausblick dürfte zu einer Patt-Situation im EZB-Rat führen, die eine längere Phase unveränderter Leitzinsen wahrscheinlich mache.
Mit dem Abbau der Wertpapierbestände des PEPP und einer potenziellen Anhebung des Mindestreservesatzes könnten andere geldpolitische Themen mehr Raum einnehmen. Man sollte diese vor dem Hintergrund einer grundsätzlicheren Diskussion über die Art und Weise der Geldmarktsteuerung betrachten. Die Gespräche hierüber hätten bereits begonnen, könnten nun aber mehr an Fahrt aufnehmen. (24.10.2023/alc/a/a)
Alle drei Säulen hätten sich nur wenig bewegt und würden sich nach wie vor auf sehr unterschiedlichen Niveaus befinden. Während die Konjunktursäule auf erhebliche Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum hindeute, stehe die hohe Finanzierungssäule nicht in Einklang mit der Wahrnehmung des EZB-Rats, dass sich die Straffung der Geldpolitik kraftvoll auf die Finanzierungsbedingungen und die Realwirtschaft auswirke. Die nur langsam abnehmende Inflationssäule bringe zum Ausdruck, dass das Erreichen des 2%-Ziels noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen werde.
Bei dieser Ratssitzung sei mit keiner Änderung der Leitzinsen zu rechnen, aber die Mitglieder würden kontrovers über die Formulierungen diskutieren, mit denen sie den Ausblick auf die zukünftige Geldpolitik beschreiben würden. Die hohe Unsicherheit über den mittelfristigen Inflationsausblick dürfte zu einer Patt-Situation im EZB-Rat führen, die eine längere Phase unveränderter Leitzinsen wahrscheinlich mache.
Mit dem Abbau der Wertpapierbestände des PEPP und einer potenziellen Anhebung des Mindestreservesatzes könnten andere geldpolitische Themen mehr Raum einnehmen. Man sollte diese vor dem Hintergrund einer grundsätzlicheren Diskussion über die Art und Weise der Geldmarktsteuerung betrachten. Die Gespräche hierüber hätten bereits begonnen, könnten nun aber mehr an Fahrt aufnehmen. (24.10.2023/alc/a/a)


