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Darum gehören Hochzinsanleihen jetzt ins Portfolio
20.11.18 11:30
SYZ Asset Management
Genf (www.anleihencheck.de) - Die Anlageklasse der Hochzinsanleihen verschafft den Portfolios in einem Umfeld steigender Zinsen eine Reihe positiver Merkmale, insbesondere eine geringe Korrelation mit traditionellen festverzinslichen Anlagen, eine aktienähnliche Performance mit geringerer Volatilität und positive Gesamtrenditen, so Michalis Ditsas, Head of Investment Specialists bei SYZ Asset Management.
Es sei allgemein bekannt, dass steigende Zinsen schwierige Zeiten für die traditionellen festverzinslichen Instrumente mit sich bringen würden. Allerdings seien nicht alle festverzinslichen Anlageklassen gleich. Obwohl sie einen Bestandteil des festverzinslichen Anlageuniversums bilden würden, hätten Hochzinsanleihen in der Vergangenheit unter verschiedenen Marktbedingungen beständig attraktive Renditen erbracht. Der Grund hierfür liege zum Teil in der Beziehung zwischen hochverzinslichen traditionellen Anleihen und Aktien.
Die langfristige Korrelation der Hochzinsanleihen mit 5-jährigen und 10-jährigen US-Treasuries sei negativ gewesen. Gleichermaßen sei die Korrelation mit Aktien positiv und liege bei über 0,70, was darauf hindeute, dass sich Hochzinsanleihen hinsichtlich ihrer Rendite eher wie Aktien als wie Anleihen verhalten würden. Dieses besondere Merkmal unterstreiche den Diversifizierungsvorteil einer Allokation in Hochzinsanleihen als Teil der strategischen Allokation.
Das oben beschriebene Verhalten sei in der Tabelle der Experten ersichtlich, wonach die Performance von Hochzinsanleihen mittel- bis langfristig der von Aktien ähnele, aber mit dem Vorteil der nahezu halben Volatilität. Dies deute darauf hin, dass Anleger davon profitieren würden, Hochzinsanleihen als eine Ergänzung zu Aktien oder als Ersatz für Aktien zu halten. Dies treffe selbst im "Worst-Case-Szenario" eines Zahlungsausfalls zu, da Hochzinsanleihen in der Kapitalstruktur gegenüber Aktien vorrangig seien.
Somit seien Hochzinsanleihen positiv mit Aktien korreliert und würden eine geringere Volatilität aufweisen. Wie würden sie sich aber in Phasen steigender Zinsen verhalten? Bei Annahme eines Zinsanstiegs um 50 Basispunkte (BP) und keiner Verengung der Spreads würde der Hochzinsmarkt bei etwa der Hälfte des Werts seiner Duration, d. h. 2%, einen Abverkauf verzeichnen. Die historischen Daten würden jedoch zeigen, dass es seit 1999 17 Phasen mit Zinsanstiegen um 50 BP oder mehr gegeben habe, wobei sich in 15 dieser Phasen die Spreads von Hochzinsanleihen verengt hätten. Genauer gesagt betrage für einen durchschnittlichen Zinsanstieg um 85 BP die durchschnittliche Spreadverengung etwa 70 BP.
Der Grund für dieses Ergebnis sei, dass eine Zinsverkaufswelle im Allgemeinen mit einer Expansion der Wirtschaftsaktivität und der Konjunkturbedingungen verbunden sei, die wiederum die Fundamentaldaten von Unternehmensanleihen verbessern würden.
Gleichermaßen wichtig sei, dass Hochzinsanleihen ein zusätzliches Renditepolster liefern würden: Kupons. Derzeit liege die Yield to Call (Rendite bei Rückkauf) für den US-Hochzinsmarkt bei rund 6,7%. Um auf das obige Beispiel zurückzukommen: Wenn der Zinssatz um 50 BP steige, sinke die Performance des Hochzinsmarkts, wenn man die Spreadverengung berücksichtige, um rund ein Prozent. Berücksichtige man den Kupon, würde man in weniger als zwei Monaten genügend Erträge erzielen, um den Preisrückgang auszugleichen.
Die Vergangenheit habe gezeigt, dass sich Hochzinsanleihen in einem Umfeld steigender Zinsen gut entwickeln würden, und das treffe auch in diesem Jahr zu, in dem der US-Hochzinsmarkt trotz mehrerer Zinserhöhungen der FED eine Rendite von 2,5% verzeichne. Kombiniere man dies mit den positiven Merkmalen des Sektors, insbesondere mit den historisch niedrigen Ausfallquoten, abnehmenden Fremdkapitalquoten, einer hohen Zinsdeckung und geringer Emissionstätigkeit, komme man leicht zur Schlussfolgerung, dass Hochzinsanleihen ein positiver Performancefaktor und ein Diversifizierungsinstrument für das Gesamtportfolio bleiben würden. (Ausgabe November 2018) (20.11.2018/alc/a/a)
Es sei allgemein bekannt, dass steigende Zinsen schwierige Zeiten für die traditionellen festverzinslichen Instrumente mit sich bringen würden. Allerdings seien nicht alle festverzinslichen Anlageklassen gleich. Obwohl sie einen Bestandteil des festverzinslichen Anlageuniversums bilden würden, hätten Hochzinsanleihen in der Vergangenheit unter verschiedenen Marktbedingungen beständig attraktive Renditen erbracht. Der Grund hierfür liege zum Teil in der Beziehung zwischen hochverzinslichen traditionellen Anleihen und Aktien.
Die langfristige Korrelation der Hochzinsanleihen mit 5-jährigen und 10-jährigen US-Treasuries sei negativ gewesen. Gleichermaßen sei die Korrelation mit Aktien positiv und liege bei über 0,70, was darauf hindeute, dass sich Hochzinsanleihen hinsichtlich ihrer Rendite eher wie Aktien als wie Anleihen verhalten würden. Dieses besondere Merkmal unterstreiche den Diversifizierungsvorteil einer Allokation in Hochzinsanleihen als Teil der strategischen Allokation.
Somit seien Hochzinsanleihen positiv mit Aktien korreliert und würden eine geringere Volatilität aufweisen. Wie würden sie sich aber in Phasen steigender Zinsen verhalten? Bei Annahme eines Zinsanstiegs um 50 Basispunkte (BP) und keiner Verengung der Spreads würde der Hochzinsmarkt bei etwa der Hälfte des Werts seiner Duration, d. h. 2%, einen Abverkauf verzeichnen. Die historischen Daten würden jedoch zeigen, dass es seit 1999 17 Phasen mit Zinsanstiegen um 50 BP oder mehr gegeben habe, wobei sich in 15 dieser Phasen die Spreads von Hochzinsanleihen verengt hätten. Genauer gesagt betrage für einen durchschnittlichen Zinsanstieg um 85 BP die durchschnittliche Spreadverengung etwa 70 BP.
Der Grund für dieses Ergebnis sei, dass eine Zinsverkaufswelle im Allgemeinen mit einer Expansion der Wirtschaftsaktivität und der Konjunkturbedingungen verbunden sei, die wiederum die Fundamentaldaten von Unternehmensanleihen verbessern würden.
Gleichermaßen wichtig sei, dass Hochzinsanleihen ein zusätzliches Renditepolster liefern würden: Kupons. Derzeit liege die Yield to Call (Rendite bei Rückkauf) für den US-Hochzinsmarkt bei rund 6,7%. Um auf das obige Beispiel zurückzukommen: Wenn der Zinssatz um 50 BP steige, sinke die Performance des Hochzinsmarkts, wenn man die Spreadverengung berücksichtige, um rund ein Prozent. Berücksichtige man den Kupon, würde man in weniger als zwei Monaten genügend Erträge erzielen, um den Preisrückgang auszugleichen.
Die Vergangenheit habe gezeigt, dass sich Hochzinsanleihen in einem Umfeld steigender Zinsen gut entwickeln würden, und das treffe auch in diesem Jahr zu, in dem der US-Hochzinsmarkt trotz mehrerer Zinserhöhungen der FED eine Rendite von 2,5% verzeichne. Kombiniere man dies mit den positiven Merkmalen des Sektors, insbesondere mit den historisch niedrigen Ausfallquoten, abnehmenden Fremdkapitalquoten, einer hohen Zinsdeckung und geringer Emissionstätigkeit, komme man leicht zur Schlussfolgerung, dass Hochzinsanleihen ein positiver Performancefaktor und ein Diversifizierungsinstrument für das Gesamtportfolio bleiben würden. (Ausgabe November 2018) (20.11.2018/alc/a/a)


