Dänemark emittiert inflationsindexierte Staatsanleihe


24.05.12 10:33
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Der Markt für inflationsindexierte Anleihen bekommt Zuwachs, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Heute emittiere Dänemark seinen ersten ILB seit Juni 1957. Das dänische Schatzamt strebe damit die Erweiterung der Anlegerbasis an und gehe mit diesem Produkt besonders auf die Nachfrage von Versicherungen und Pensionsfonds ein. Der am 15. November 2023 fällige Bond werde mit einer Verzögerung von zwei bis drei Monaten an den nicht revidierten dänischen Verbraucherpreisindex gekoppelt und verfüge über einen Deflationsschutz. Das Nominal der Anleihe könne damit auch im Falle einer deflationären Phase nie unter 100 DKK (Dänische Krone) fallen. Das initiale Volumen werde maximal 6 Mrd. DKK betragen. Über Aufstockungen strebe das Schatzamt ein Zielvolumen der Anleihe von mindestens 20 Mrd. DKK an.

Die Kuponzahlung finde jährlich, erstmals am 15. November 2012 statt. Festgesetzt worden sei der Kupon auf 0,1% und entspreche damit demjenigen der im gleichen Jahr fälligen inflationsindexierten Bundesanleihe, die gestern bei einer durchschnittlichen Rendite von -0,24% um 1,5 Mrd. EUR aufgestockt worden sei. Graumarktpreise würden für die DGBI 11/23 Renditen im vergleichbaren Bereich liefern. Die Renditen konventioneller Anleihen beider Länder würden sich im 10-jährigen Bereich ebenfalls entsprechen.

Der Markt für inflationsindexierte Anleihen sei in den letzten Jahren stark gewachsen. In der Eurozone hätten Deutschland, Italien und Frankreich seit Jahresbeginn ILBs in einem Volumen von 16,3 Mrd. EUR emittiert. Das seien immerhin 6,4% ihres bisherigen Emissionsvolumens. Insgesamt belaufe sich der Markt für inflationsindexierte Anleihen in der Eurozone auf 321,1 Mrd. EUR. (24.05.2012/alc/a/a)