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Coronavirus: Schwellenländeranleihen im Abverkauf
09.04.20 09:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Ausweitung des Coronavirus führte im März zu einem weltweiten Einbruch an den Börsen, so die Experten von Union Investment.
Risikobehaftete Anlageklassen wie Anleihen aus den Schwellenländern seien besonders unter Druck geraten. Mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens, dem zeitlich begrenzten Lockdown, gehe ein starker Einbruch der Wirtschaftsaktivität einher. Rezessive Entwicklungen seien nicht vermeidbar. Viele Regierungen hätten parallel begonnen, Maßnahmen einzuleiten, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.
So sei beispielsweise in den USA ein Konjunkturpaket in Höhe von zwei Billionen US-Dollar verabschiedet worden. Darüber hinaus hätten die wichtigsten Zentralbanken ihre Geldpolitik deutlich gelockert. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve habe die Leitzinsen zweimal außerplanmäßig um insgesamt 150 Basispunkte gesenkt und habe wieder begonnen, Anleihen anzukaufen. Auch die Europäische Zentralbank habe ihre Anleiheankäufe deutlich aufgestockt. Das neu geschaffene Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) sehe ein zusätzliches Ankaufvolumen von 750 Milliarden Euro vor.
In diesem herausfordernden Umfeld hätten Anleihen aus den Schwellenländern mit starken Ausschlägen gehandelt. Zusätzlich laste der deutliche Rückgang des Ölpreises auf den Fundamentaldaten von einigen Rohstoffproduzenten im Nahen Osten sowie in Afrika. Das Überangebot an Öl, bedingt durch Nachfrageausfälle im Zuge der Coronakrise und Uneinigkeiten der Opec+, verursache derzeit volle Lager und sinkende Preise. Die Dollarstärke in der ersten Monatshälfte habe sich auf die Marktlage für Schwellenländertitel ebenfalls negativ ausgewirkt.
Gemessen am JP Morgan EMBI Global Diversified-Index hätten die in US-Dollar und Euro notierenden Schwellenländerpapiere im Monatsvergleich ein Minus von 13,9 Prozent verbucht. Die Risikoaufschläge hätten sich in der Spitze, teilweise auch liquiditätsbedingt, um 376 auf 721 Basispunkte ausgeweitet. Durch den Schulterschluss von Fiskal- und Geldpolitik sei an den Märkten gegen Monatsende jedoch eine leichte Stabilisierung eingezogen. Für eine nachhaltige Erholung müsse sich aber weltweit die Ausbreitung des Coronavirus abschwächen. (Ausgabe vom 07.04.2020) (09.04.2020/alc/a/a)
Risikobehaftete Anlageklassen wie Anleihen aus den Schwellenländern seien besonders unter Druck geraten. Mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens, dem zeitlich begrenzten Lockdown, gehe ein starker Einbruch der Wirtschaftsaktivität einher. Rezessive Entwicklungen seien nicht vermeidbar. Viele Regierungen hätten parallel begonnen, Maßnahmen einzuleiten, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.
In diesem herausfordernden Umfeld hätten Anleihen aus den Schwellenländern mit starken Ausschlägen gehandelt. Zusätzlich laste der deutliche Rückgang des Ölpreises auf den Fundamentaldaten von einigen Rohstoffproduzenten im Nahen Osten sowie in Afrika. Das Überangebot an Öl, bedingt durch Nachfrageausfälle im Zuge der Coronakrise und Uneinigkeiten der Opec+, verursache derzeit volle Lager und sinkende Preise. Die Dollarstärke in der ersten Monatshälfte habe sich auf die Marktlage für Schwellenländertitel ebenfalls negativ ausgewirkt.
Gemessen am JP Morgan EMBI Global Diversified-Index hätten die in US-Dollar und Euro notierenden Schwellenländerpapiere im Monatsvergleich ein Minus von 13,9 Prozent verbucht. Die Risikoaufschläge hätten sich in der Spitze, teilweise auch liquiditätsbedingt, um 376 auf 721 Basispunkte ausgeweitet. Durch den Schulterschluss von Fiskal- und Geldpolitik sei an den Märkten gegen Monatsende jedoch eine leichte Stabilisierung eingezogen. Für eine nachhaltige Erholung müsse sich aber weltweit die Ausbreitung des Coronavirus abschwächen. (Ausgabe vom 07.04.2020) (09.04.2020/alc/a/a)


