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CoCo-Anleihen profitieren vom guten Umfeld
15.10.24 10:11
Swisscanto
Zürich (www.anleihencheck.de) - Das saisonal starke dritte Quartal 2024 war durch eine lockere Geldpolitik gekennzeichnet, die zu niedrigeren Staatsanleiherenditen führte, so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund Responsible COCO bei Swisscanto.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um 62 Basispunkte (Bp) gesunken und die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen habe sich um 38 Bp verringert. Die Aktien der Industrieländer hätten ihren Aufwärtstrend fortgesetzt, wobei der S&P 500 um 5,5% und der EURO STOXX 50 um 2,2% zugelegt hätten. Dies sei ein entsprechend gutes Umfeld für den AT1-Anleihemarkt gewesen, wo sich die optionsbereinigten Kreditspreads - gemessen am ICE BofA Contingent Capital Index - um 24 Bp verengt hätten, was zu einer Gesamtrendite von starken 5,0% (gemessen in Landeswährung) geführt habe.
Nach einem ruhigen Juli und August habe sich der Primärmarkt im September mit der Emission von nicht weniger als 17 neuen AT1-Anleihen, auch CoCo-Bonds genannt, belebt, die insgesamt auf eine starke Nachfrage gestoßen seien. Zu den Emittenten hätten größere Namen in EUR (ABN, Bank of Ireland, KBC, Unicredit), in GBP (Nationwide), in USD (BNP, Credit Agricole, HSBC, ING, Lloyds, Nordea, UBS) sowie kleinere Emittenten wie Alpha Bank (Griechenland), Bawag (Österreich) und zwei Emerging Markets-Banken aus Chile und der Türkei gehört.
Während die Kupons der neuen Anleihen im historischen Vergleich immer noch relativ hoch seien, hätten sich die Spreads seit Ende Oktober 2023 deutlich verringert. Das bedeute, dass man auf dem Primärmarkt weiterhin selektiv vorgehe und auf dem Sekundärmarkt häufig mindestens ebenso attraktive Anleihen finde wie auf dem Markt für Neuemissionen. Um der weiterhin konstruktiven Sicht auf den CoCo-Markt Rechnung zu tragen, bleibe der Swisscanto (LU) Bond Fund Responsible COCO im Beta-Bereich übergewichtet (1,10). Mehrere französische Banken halte man weiterhin für teuer (untergewichtet), während man Finanzinstitute aus den Niederlanden und Spanien bevorzuge (beide übergewichtet).
Da sich die relative Bewertung der großen italienischen Banken im Laufe des Quartals verbessert habe, habe man die Untergewichtung des Fonds in diesem Bereich beendet. Bevorzugt würden Banken, die ihre Rentabilität auch in einem Niedrigzinsumfeld sichern könnten, zum Beispiel durch einen starken Kostenfokus oder eine gute Geschäftsdiversifizierung. Man bleibe weiterhin zurückhaltend gegenüber Banken, die stark in Gewerbeimmobilien investiert seien, da man glaube, dass man sich noch in einer frühen Phase des Immobilienzyklus befinde. Aufgrund der geopolitischen Risiken sei man bei einigen Banken mit überdurchschnittlichem Engagement in Osteuropa vorsichtig.
Für das vierte Quartal, das in der Regel das saisonal stärkste Quartal des Jahres in Bezug auf die Gesamtrendite sei, bleibe man für den AT1-Markt optimistisch. Ein geringes, aber positives Wachstum sei in der Regel ein fruchtbares Umfeld für höher rentierende nachrangige Finanzanleihen. Die niedrigeren Zinssätze bedeuteten zwar Gegenwind für die Rentabilität der Banken, aber die Ausgangsposition sei historisch stark. Viele Banken hätten eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um ihre Rentabilität zu schützen. Die historisch hohen Renditen für nachrangige Finanzanleihen hätten zu einer starken Nachfrage geführt, während die niedrigeren Kreditspreads die starken Fundamentaldaten des Sektors widerspiegeln würden. (15.10.2024/alc/a/a)
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um 62 Basispunkte (Bp) gesunken und die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen habe sich um 38 Bp verringert. Die Aktien der Industrieländer hätten ihren Aufwärtstrend fortgesetzt, wobei der S&P 500 um 5,5% und der EURO STOXX 50 um 2,2% zugelegt hätten. Dies sei ein entsprechend gutes Umfeld für den AT1-Anleihemarkt gewesen, wo sich die optionsbereinigten Kreditspreads - gemessen am ICE BofA Contingent Capital Index - um 24 Bp verengt hätten, was zu einer Gesamtrendite von starken 5,0% (gemessen in Landeswährung) geführt habe.
Während die Kupons der neuen Anleihen im historischen Vergleich immer noch relativ hoch seien, hätten sich die Spreads seit Ende Oktober 2023 deutlich verringert. Das bedeute, dass man auf dem Primärmarkt weiterhin selektiv vorgehe und auf dem Sekundärmarkt häufig mindestens ebenso attraktive Anleihen finde wie auf dem Markt für Neuemissionen. Um der weiterhin konstruktiven Sicht auf den CoCo-Markt Rechnung zu tragen, bleibe der Swisscanto (LU) Bond Fund Responsible COCO im Beta-Bereich übergewichtet (1,10). Mehrere französische Banken halte man weiterhin für teuer (untergewichtet), während man Finanzinstitute aus den Niederlanden und Spanien bevorzuge (beide übergewichtet).
Da sich die relative Bewertung der großen italienischen Banken im Laufe des Quartals verbessert habe, habe man die Untergewichtung des Fonds in diesem Bereich beendet. Bevorzugt würden Banken, die ihre Rentabilität auch in einem Niedrigzinsumfeld sichern könnten, zum Beispiel durch einen starken Kostenfokus oder eine gute Geschäftsdiversifizierung. Man bleibe weiterhin zurückhaltend gegenüber Banken, die stark in Gewerbeimmobilien investiert seien, da man glaube, dass man sich noch in einer frühen Phase des Immobilienzyklus befinde. Aufgrund der geopolitischen Risiken sei man bei einigen Banken mit überdurchschnittlichem Engagement in Osteuropa vorsichtig.
Für das vierte Quartal, das in der Regel das saisonal stärkste Quartal des Jahres in Bezug auf die Gesamtrendite sei, bleibe man für den AT1-Markt optimistisch. Ein geringes, aber positives Wachstum sei in der Regel ein fruchtbares Umfeld für höher rentierende nachrangige Finanzanleihen. Die niedrigeren Zinssätze bedeuteten zwar Gegenwind für die Rentabilität der Banken, aber die Ausgangsposition sei historisch stark. Viele Banken hätten eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um ihre Rentabilität zu schützen. Die historisch hohen Renditen für nachrangige Finanzanleihen hätten zu einer starken Nachfrage geführt, während die niedrigeren Kreditspreads die starken Fundamentaldaten des Sektors widerspiegeln würden. (15.10.2024/alc/a/a)


