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China - keine Panik wegen einer Liquiditätspanik


22.01.14 13:50
AXA Investment Managers

Köln (www.anleihencheck.de) - Panikartige Vorgänge am Interbankenmarkt haben erneut Ängste vor einer drohenden Kreditkrise in China hervorgerufen, so die Experten von AXA Investment Managers (AXA IM).

Aidan Yao von AXA IM gehe aber weiterhin davon aus, dass die Chinesische Zentralbank (PBC) sowohl den Willen als auch die Möglichkeiten habe, Liquiditätsengpässe zu steuern, bevor sie in eine Krise ausarten würden. Seiner Ansicht nach würden die chinesischen Verantwortlichen 2014 versuchen, das Makroumfeld zu stabilisieren, um strukturelle Reformen durchführen zu können.

Die jüngste Liquiditätsklemme am Interbankenmarkt - die zweite in sechs Monaten - sei für viele Marktteilnehmer überraschend gekommen. Verursacht worden sei der Zinsanstieg vermutlich durch saisonale Faktoren, die Ankündigung politischer Maßnahmen und Anlegernervosität.

Zwar könnte die Liquidität vor dem chinesischen Neujahr wieder knapper werden, aber die Experten sähen dieses Jahr nur eine geringe Gefahr einer großen Liquiditäts- oder Kreditkrise in China. Der Grund: Die PBC verfüge sowohl über die Instrumente als auch die Möglichkeiten, schon bei den ersten Anzeichen von Liquiditätsproblemen einzugreifen und eine Krise so im Keim zu ersticken.

Die PBC sei sich bewusst, dass das schnell steigende Kreditangebot und die zunehmende Verschuldung früher oder später zu Problemen führen würden, sie wisse aber auch, dass die tief sitzenden strukturellen Ursachen hierfür nicht über die Geldpolitik beseitigt werden könnten. Die Experten von AXA Investment Managers halten vorsichtige Geldpolitik in diesem Jahr für den richtigen Ansatz, damit die Regierung Reformen zur Bewältigung fundamentaler Herausforderungen umsetzen kann.

Diese Reformen könnten das diesjährige Kreditwachstum und damit auch das BIP-Wachstum im laufenden Jahr gegenüber 2013 verlangsamen. Eine steigende Auslandsnachfrage und solides Konsumwachstum könnten den chinesischen Verantwortlichen aber dabei helfen, ihr Wachstumsziel von 7,5 Prozent dennoch zu erreichen. (22.01.2014/alc/a/a)