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China: Preisdynamik stabilisiert sich auf schwachem Niveau
08.07.24 11:40
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Mai wuchs die Industrieproduktion in China mit 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zwar dynamisch, aber etwas geringer als erwartet, so die Analysten von Postbank Research.
Gleiches gelte für die Anlageinvestitionen, die in den ersten fünf Monaten des Jahres 4,0 Prozent zugelegt hätten. Erneut wachstumsbremsend hätten sich die um mehr als zehn Prozent rückläufigen Investitionen im Wohnungsbau - Chinas einstigem Wachstumsmotor - ausgewirkt. Demgegenüber setze sich die Expansion im Hoch- und Tiefbau fort - vor allem dank staatlicher Infrastrukturprojekte.
Die Einzelhandelsumsätze hätten im Mai mit einem Plus von 3,7 Prozent zum Vorjahr den 16. Monat in Folge zugelegt. Besonders dynamisch entwickele sich weiterhin der Onlinehandel mit einem Umsatzplus von gut 15 Prozent. Bereits heute würden Chinesen jedes vierte physische Produkt online kaufen - Tendenz steigend.
Die Preisdynamik sei auch im Mai mit einem Anstieg der Konsumentenpreise von 0,3 Prozent zum Vorjahr schwach geblieben. Infolge sukzessive wirksam werdender positiver Basiseffekte scheine für die kommenden Monate eine deflationäre Abwärtsdynamik jedoch ebenso unwahrscheinlich, wie - infolge des bestehenden Überangebots an Gütern - ein deutlicher Inflationsanstieg.
Sehe die PBoC weiterhin von aggressiveren Zinssenkungen zur Wachstumsstimulierung ab und setze die EZB ihre geldpolitische Lockerung im zweiten Halbjahr fort, könnte der Renminbi zum Euro bis Jahresende in Richtung EUR/CNY (Chinesischer Renminbi Yuan) 7,65 aufwerten. (Ausgabe Währungsbulletin Juli 2024) (08.07.2024/alc/a/a)
Gleiches gelte für die Anlageinvestitionen, die in den ersten fünf Monaten des Jahres 4,0 Prozent zugelegt hätten. Erneut wachstumsbremsend hätten sich die um mehr als zehn Prozent rückläufigen Investitionen im Wohnungsbau - Chinas einstigem Wachstumsmotor - ausgewirkt. Demgegenüber setze sich die Expansion im Hoch- und Tiefbau fort - vor allem dank staatlicher Infrastrukturprojekte.
Die Preisdynamik sei auch im Mai mit einem Anstieg der Konsumentenpreise von 0,3 Prozent zum Vorjahr schwach geblieben. Infolge sukzessive wirksam werdender positiver Basiseffekte scheine für die kommenden Monate eine deflationäre Abwärtsdynamik jedoch ebenso unwahrscheinlich, wie - infolge des bestehenden Überangebots an Gütern - ein deutlicher Inflationsanstieg.
Sehe die PBoC weiterhin von aggressiveren Zinssenkungen zur Wachstumsstimulierung ab und setze die EZB ihre geldpolitische Lockerung im zweiten Halbjahr fort, könnte der Renminbi zum Euro bis Jahresende in Richtung EUR/CNY (Chinesischer Renminbi Yuan) 7,65 aufwerten. (Ausgabe Währungsbulletin Juli 2024) (08.07.2024/alc/a/a)


